Kritik
Tourismus-Branche fordert höhere Priorität bei Impfung
Eine rasche Impfung für die Mitarbeiter des Tourismus fordern nun Branchen-Vertreter der Wirtschaftskammer Kärnten.
Die Bereitschaft der Mitarbeiter im Tourismus, sich impfen zu lassen, sei groß. Doch an der Reihe sind sie noch nicht. Das kritisiert jetzt Josef Petritsch, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer (WK) Kärnten. Und er fordert von Gesundheitsreferentin Beate Prettner folgendes: “Selbstverständlich sind Risikopatienten vorrangig zu impfen und der nationale Impfplan einzuhalten. Wir erwarten uns aber zumindest dieselbe Priorisierung wie Lehrer. Unsere Mitarbeiter sind ebenso ständig in engem Kundenkontakt!”
Impfung als Wettbewerbsvorteil
Derzeit ist Priorität 5 für Tourismus-Mitarbeiter vorgesehen, man erwartet sich mindestens Priorität 4. Denn es gehe um die Sommersaison. “Das Thema Sicherheit steht für unsere Gäste an erster Stelle. Wenn wir argumentieren können, dass die gesamte Belegschaft in einem Betrieb bereits geimpft wurde, ist das natürlich ein wichtiger Wettbewerbsvorteil”, erklärt Sigismund E. Moerisch, Obmann der WK-Fachgruppe Hotellerie.
Rasche Impftermine gefordert
Das sieht auch Christine Sintschnig (Hotel Velden) so: “Im Sinne einer sicheren Gastfreundschaft steht es für mich außer Frage, dass Mitarbeiter in Hotellerie und Gastronomie so schnell wie möglich einen Impftermin erhalten müssen. Mein Fokus liegt dabei natürlich auf dem Schutz meiner Angestellten. Darüber hinaus mache ich mir große Sorgen um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Region. Wie wollen wir als Urlaubsanbieter gegenüber Regionen mit hoher Impfrate bestehen? ‚Wir sind geimpft!‘ kann wie ein Label den berechtigten Sorgen unserer Gäste entgegenwirken. Darum erwarte ich mir schnelles Handeln und rasche Impftermine vor dem Sommer für unsere Region und den Kärntner Tourismus.”
Betriebsfähig bleiben!
“Es wäre eine unglaubliche Erleichterung, wenn unsere Mitarbeiter durch die Impfung geschützt werden könnten. Einerseits wäre der Sicherheitsaspekt gegenüber den Gästen ein wichtiges Verkaufsinstrument. Andererseits könnten wir so betriebsfähig bleiben – man stelle sich nur vor, die gesamte Küchenbelegschaft müsste in Quarantäne! Unter unseren Mitarbeitern gibt es jedenfalls eine große Bereitschaft zur Impfung”, meint dazu Erwin Berger vom Mountain Resort Feuerberg auf der Gerlitzen.

