Eishockey
Freude beim VSV, Trübsal beim KAC
Unterschiedlicher konnten die sportlichen Reaktionen auf das Kärntner Derby nicht ausfallen: KAC-Trainer Petri Matikainen ist nach der bitteren 1:3-Niederlage gestern gegen HC Pustertal schwer enttäuscht.
© EC-KAC/Kuess
Wie erging es dem VSV und dem KAC nach dem ersten Saison-Derby, das die Klagenfurter am Freitag in Villach mit 4:0 gewinnen konnten, am vergangenen Wochenende? Bereits am Samstag gaben die Villacher die richte Antwort auf die Derby-Niederlage: Stark auftretende „Adler“ gewannen ihr Heimspiel gegen einen kompakt agierenden HC Innsbruck im Penaltyschießen mit 3:2. Die entscheidenden Penaltys verwerteten Scott Kosmachuk und Joel Broda. VSV-Torhüter Alexander Schmidt war nicht nur während des gesamten Spiels ein sicherer Rückhalt, sondern parierte auch alle Innsbrucker Penaltys.
Zu wenig Chancen erarbeitet
Ganz anders verhielt sich das Auftreten des KAC gestern in der Klagenfurter Stadthalle gegen HC Pustertal. Die Klagenfurter Rotjacken kamen gegen die Südtiroler über die gesamte Spielzeit hinweg viel zu selten in aussichtsreiche Positionen für Abschlüsse. Nach einem torlosen Startabschnitt ging der Titelverteidiger in seinem vierten Powerplay zwar in Führung (Thomas Koch traf in der 29. Minute nach feinem Haken auf der linken Seite in die offene Ecke), vermochte es danach aber nicht, einen zweiten Treffer nachzulegen. Pustertals Ivan Deluca sorgte für den Ausgleich (32.), nur 129 Sekunden später stellte Jasse Ikonen das Spiel mit einem Rückhand-Abschluss nach Torumrundung gänzlich auf den Kopf (34.). Mit einem „Empty Net“-Treffer von der eigenen Zone aus fixierte Shane Hanna in der 60. Minute den 1:3‑Auswärtssieg der Gäste.
KAC macht sich das Leben schwer
„Um ehrlich zu sein, bin ich heute ein wenig enttäuscht, eigentlich sogar mehr als ein wenig. Wir haben nun innerhalb einer Woche eine gute Partie auswärts und zwei fürchterliche zu Hause gespielt. Der heutige Auftritt war schwach, wir waren über die gesamten sechzig Minuten hinweg ohne Nachdruck und Zielstrebigkeit“, gestand KAC-Coach Petri Matikainen unmittelbar nach dem Spiel. Der KAC gibt immer wieder Punkte her und macht sich das Leben damit selbst schwer. „Heute waren wir mental nicht bereit, auch als Kollektiv. In unserer Liga gewinnt man an Abenden, an denen das so ist, nicht. Der HC Pustertal hat ein gutes Spiel gemacht, war diszipliniert in seinem System und hat uns gebremst und gestoppt. Wir konnten uns auch nicht in die Partie hineinarbeiten“, war Matikainen selbstkritisch.
Der KAC trifft am Freitag (17. Dezember 2021) um 19.15 Uhr zu Hause auf den Tabellen-Zweiten HK Olimpija Ljubljana, der VSV auswärts auf die Vienna Capitals.
