Überhöhte Preise

Vignet­te: AK Kärn­ten warnt vor dubio­sem Online-Anbie­ter!

Der Konsumentenschutz der Arbeiterkammer Kärnten spricht eine Warnung vor einer dubiosen Website aus, die österreichische Autobahnvignetten zu überhöhten Preisen anbietet.

Arbeiterkammer Kärnten Herwig Höfferer, Konsumentenschützer der Arbeiterkammer Kärnten

© AK/Helge Bauer

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Vor­sicht ist aktu­ell beim Online-Kauf einer öster­rei­chi­schen Auto­bahn­vi­gnet­te gebo­ten. Die Arbei­ter­kam­mer Kärn­ten macht auf die dubio­se Web­sei­te digitale-vignette.online auf­merk­sam, auf der die Jah­res­vi­gnet­te um 106,90 statt 93,80 Euro ver­kauft wird. Damit ist die Vignet­te um 13,1 Euro teu­rer als der Ein­heits­preis, der in offi­zi­el­len Ver­kaufs­stel­len („Asfi­nag“, ÖAMTC, Tank­stel­len und Tra­fi­ken) ange­bo­ten wird. „Eben­falls wer­den die Zehn-Tages- und die Zwei-Monats-Vignet­te beim unse­riö­sen Anbie­ter deut­lich teu­rer ange­bo­ten“, warnt Her­wig Höf­fe­rer, Kon­su­men­ten­schüt­zer der Arbei­ter­kam­mer Kärn­ten.

Absur­de Begrün­dung

Die über­höh­ten Kos­ten wer­den von digitale-vignette.online mit der Regis­trie­rung des Kfz-Kenn­zei­chens bei der „Asfi­nag“ begrün­det. „Völ­lig absurd. Die Anmel­dung des Kenn­zei­chens bei der Asfi­nag funk­tio­niert auto­ma­tisch und kos­tet nichts“, betont Höf­fe­rer. Die ers­ten Kärnt­ner Kon­su­men­ten sind bereits auf die Masche des unse­riö­sen Anbie­ters her­ein­ge­fal­len und wand­ten sich an den Kon­su­men­ten­schutz. „Im Zwei­fels­fall mel­den Sie sich beim Kon­su­men­ten­schutz der Arbei­ter­kam­mer Kärn­ten“, stellt Gün­ther Goach, Prä­si­dent der Arbei­ter­kam­mer Kärn­ten, klar.

 

War­nung von „Watch­list Inter­net“

Die Online-Platt­form „Watch­list Inter­net“ warnt eben­falls vor der dubio­sen Web­site und rät aus fol­gen­den Grün­den vom Vignet­ten­kauf ab.

  • Unvoll­stän­di­ges Impres­sum: Die Web­sei­te digitale-vignette.online hat kein voll­stän­di­ges Impres­sum. Sie wis­sen also nicht, wer hin­ter der Sei­te steckt. Dadurch kön­nen Sie bei Pro­ble­men Ihre Rech­te nur schwer durch­set­zen.
  • Sitz im Aus­land: Die Betrei­ber der Web­sei­te sit­zen auf den Phil­ip­pi­nen. Auch das kann zu Pro­ble­men bei der Durch­set­zung Ihrer Rech­te füh­ren.
  • Aus­schluss des Rück­tritts­rechts: Bei Online-Ein­käu­fen gibt es ein 14-tägi­ges Wider­rufs- und Rück­tritts­recht. Das trifft wohl auch auf eine Vignet­te zu, die bereits gül­tig ist. Zu bezah­len wäre ledig­lich die genutz­te Ver­trags­dau­er, also nur jener Anteil bis zum Ver­trags­rück­tritt. Der Rest wäre Ihnen im Fal­le eines Rück­tritts antei­lig aus­zu­be­zah­len. Auf digitale-vignette.online schließt man das Rück­tritts­recht jedoch voll­kom­men aus, wenn das Kfz-Kenn­zei­chen bereits bei der „Asfi­nag“ ange­mel­det wur­de.
  • Unge­recht­fer­tig­te höhe­re Kos­ten: Die höhe­ren Kos­ten sind nicht gerecht­fer­tigt und wer­den auch nicht trans­pa­rent gemacht. Vor­her immer die Prei­se ver­glei­chen!
14.12.2021 12:03 - Update am: 14.12.2021 12:04
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Arbeiterkammer Kärnten Herwig Höfferer, Konsumentenschützer der Arbeiterkammer Kärnten

© AK/Helge Bauer