Preisverleihung
Gert-Jonke-Preis geht an Ann Cotten
Der Gert-Jonke-Preis wurde heute zum sechsten Mal verliehen. Ihn sicherte sich – diesmal in der Kategorie Lyrik – die Sprachkünstlerin Ann Cotten.
© LPD Kärnten/Helge Bauer
Landeshauptmann Peter Kaiser und Klagenfurts Vize-Bürgermeister Jürgen Pfeiler übergaben heute den Gert-Jonke-Preis 2021 an Lyrikerin Ann Cotten. Sie wurde 1982 in Iowa geboren und erhielt den mit 15.000 Euro dotierten Preis samt Urkunde.
Poetisches Wunderkind
“Poetisches Wunderkind” und “kühnste Stimme der jungen deutschsprachigen Literatur” wird Cotten seit der Erscheinung ihrer 2007 erschienen “Fremdwörterbuchsonette” (Suhrkamp) genannt. Als sie fünf Jahre alt war, übersiedelte ihre Familie von den USA nach Wien. Sie studierte Germanistik und zog 2006 nach Berlin.
Übersetzerin zwischen den Sprachen
Die Kombination von alten Gedichtformen wie Sonett und Elegie mit moderner Popkultur gefiel Juror Bernhard Fetz, Direktor des Österreichischen Literaturarchivs, besonders. “Sie ist somit Übersetzerin zwischen den Sprachen.” Die weiteren Jury-Mitglieder: Doris Moder vom Institut für Germanistik der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und Stefan Neuhaus von der Universität Koblenz.
Die Preisverleihung
Die Preisverleihung wurde heute online aus dem Mozart-Saal des Konzerthauses Klagenfurt übertragen. Komponist Dieter Kaufmann vertonte Gedichte von Gert Jonke, der heuer 75 Jahre alt geworden wäre. Die Aufführung dieser Vertonung übernahm das Ensemble Hortus Musicus. Eine von Kaufmann komponierte Fanfare spielte der aus Kärnten stammende Jazz-Trompeter Daniel Nösig. Schauspieler Wolf Bachofner rezitierte u. a. Jonkes Gedicht “Dieser Tag”, die Programm-Gestaltung oblag der Gert-Jonke-Gesellschaft unter Leiterin Ingrid Ahrer.
Der Gert-Jonke-Preis wird alle zwei Jahre abwechselnd in Prosa, Dramatik und Lyrik vergeben. Gestiftet wird er von Land Kärnten und Stadt Klagenfurt.
