Glasfaser-Ausbau

BIK und Kelag star­ten Glas­fa­ser-Groß­pro­jekt

Das Ausbauprojekt umfasst sieben Gemeinden. Mehr als 500 Kilometer Trasse werden verlegt und über 14.000 Endkunden erreicht.

BIK und Kelag star­ten Glas­fa­ser-Groß­pro­jekt BIK-Geschäftsführer Peter Schark, Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig, Kelag-Vorstand Manfred Freitag und Alexander Bouvier, Sprecher der Bewertungskommission (von links)

© Gernot Gleiss

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Das Land Kärn­ten setzt beim Breit­band-Aus­bau auf Glas­fa­ser-Ver­bin­dun­gen und damit auf eine sta­bi­le und siche­re Infra­struk­tur mit einer Lebens­dau­er von hun­dert Jah­ren. Für den breit­flä­chi­gen Aus­bau in länd­li­chen Regio­nen sucht die Lan­des­ge­sell­schaft „Breit­ban­dinitia­ti­ve Kärn­ten“ (BIK) via EU-wei­ter Aus­schrei­bung Part­ner aus der Pri­vat­wirt­schaft. „Für unser nächs­tes gro­ßes Aus­bau­pro­jekt ging die Kelag als Best­bie­ter her­vor. Ich freue mich sehr, dass unser Part­ner­schafts­mo­dell so vie­le Inter­es­sen­ten auf den Plan rief und letzt­end­lich eine Kärnt­ner Lösung zustan­de kam“, sagt Lan­des­haupt­mann-Stell­ver­tre­te­rin und Tech­no­lo­gie­re­fe­ren­tin Gaby Schau­nig.

Die sie­ben Gemein­den

Das neue Aus­bau­pro­jekt umfasst sie­ben Gemein­den: Bad Blei­berg, Nötsch, Her­ma­gor, Kötschach-Mau­then, Ober­drau­burg, Irschen und Lava­münd. Über 14.000 End­kun­den wer­den erreicht, mehr als 500 Kilo­me­ter Tras­se ver­legt. „Glas­fa­ser wird zur neu­en Lebens­ader für den länd­li­chen Raum. Schnel­les Inter­net braucht man zum Arbei­ten, zum Kom­mu­ni­zie­ren und zum Ler­nen – Jahr für Jahr in immer höhe­rem Aus­maß“, erklärt Schau­nig. Kärn­ten setzt öffent­li­che Breit­band­mit­tel nur dort ein, wo koope­ra­ti­ve Pro­jek­te umge­setzt wer­den und Glas­fa­ser ver­legt wird. In die­sem Fall baut die BIK die bei­hil­fen­recht­lich erlaub­ten „wei­ßen Fle­cken“ aus und die Kelag jene Gebie­te, die nicht för­der­fä­hig sind. 45 Mil­lio­nen Euro wer­den inves­tiert und tei­len sich wie folgt auf: Lan­des­mit­tel in Höhe von 11,4 Mil­lio­nen Euro, 16,1 Mil­lio­nen Euro aus der Breit­band-Mil­li­ar­de des Bun­des und 17,5 Mil­lio­nen Euro von der Kelag.

Flä­chen­de­cken­der Glas­fa­ser-Aus­bau

„Wir inves­tie­ren seit Jah­ren kon­se­quent in den Aus­bau der Glas­fa­ser-Infra­struk­tur in Kärn­ten und in den flä­chen­de­cken­den Glas­fa­ser-Aus­bau in zahl­rei­chen Gemein­den“, betont Man­fred Frei­tag, Vor­stands­spre­cher der Kelag. In die­sen Pro­jek­ten wer­den Gemein­de­ge­bie­te flä­chen­de­ckend mit Glas­fa­ser-Anschlüs­sen auf Basis von „Open Access“ errich­tet. „Das bedeu­tet, dass wir die Tele­kom-Infra­struk­tur errich­ten und betrei­ben, die von allen Anbie­tern genutzt wer­den kann. Wir wer­den in den nächs­ten Tagen auf die Bür­ger­meis­ter in den sie­ben Gemein­den zuge­hen, damit wir mög­lichst rasch mit der Vor­ver­mark­tung begin­nen kön­nen, um schnell vom Reden ins Tun zu kom­men. Unser Ziel ist ein hoher Aus­bau­grad und der Betrieb der Glas­fa­ser-Infra­struk­tur in Kärn­ten“, stellt Frei­tag klar.

Bau­start bereits im Früh­jahr

„Der Bau­start erfolgt im Früh­jahr, die Fer­tig­stel­lung des Gesamt­net­zes ist bis längs­tens Ende 2024 geplant“, kün­digt BIK-Geschäfts­füh­rer Peter Schark an. Mit 14.125 anschließ­ba­ren Nut­zungs­ein­hei­ten (Wohn­häu­ser, Woh­nun­gen, Betrie­be und öffent­li­che Ein­rich­tun­gen) erreicht der Aus­bau eine Flä­chen­de­ckung von rund 86 Pro­zent. „Durch das Enga­ge­ment der BIK mit öffent­li­chen Mit­teln wird die Inves­ti­ti­on des pri­va­ten Part­ners so gehe­belt, dass eine nahe­zu flä­chen­de­cken­de Ver­sor­gung mit Breit­band in die­sen länd­lich gepräg­ten Gebie­ten erreicht wird“, erläu­tert Schark. Wich­ti­ger Bestand­teil jedes Koope­ra­ti­ons­pro­jekts ist die Leist­bar­keit für die End­kun­den. So beträgt die ein­ma­li­ge Anschluss­ge­bühr 300 Euro. Die monat­li­chen Kos­ten für einen Glas­fa­ser-Inter­net­an­schluss hän­gen von der gewähl­ten Band­brei­te ab und star­ten bei etwa 35 Euro.

26.01.2022 19:55
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BIK und Kelag star­ten Glas­fa­ser-Groß­pro­jekt BIK-Geschäftsführer Peter Schark, Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig, Kelag-Vorstand Manfred Freitag und Alexander Bouvier, Sprecher der Bewertungskommission (von links)

© Gernot Gleiss