Victoria Stubinger

Von der Zahn­arzt­hel­fe­rin zur Bäue­rin

Ursprünglich lebte Victoria Stubinger als Zahnarzthelferin „von der Hand im Mund“, bis sie ihrem Traummann begegnete. Wie die Powerfrau ihr Leben als Bäuerin meistert, erzählt sie im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“.

Von der Zahn­arzt­hel­fe­rin zur Bäue­rin Victoria Stubinger ist seit acht Jahren mit dem Musiker, Land- und Gastwirt Valentin Stubinger junior verheiratet.

© privat

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Vic­to­ria Stu­bin­ger erlern­te ursprüng­lich den Beruf der Zahn­arzt­hel­fe­rin. Doch anstatt in frem­de Mün­der zu schau­en, küm­mert sie sich seit rund acht Jah­ren um das Wohl­be­fin­den der Gäs­te in der Jau­sen­sta­ti­on Stu­bin­ger in Buggl in Bach in der Gemein­de St. Urban. Dort ist sie Wir­tin, Bäue­rin, Direkt­ver­mark­te­r­in und Mut­ter von drei Kin­dern. Im Gespräch mit „KLiCK Kärn­ten“ berich­tet sie, wie sie all die­se Full­time-Jobs meis­tert.

Leh­re in Düs­sel­dorf

Stu­bin­ger wuchs auf einem Bau­ern­hof mit Gast­wirt­schaft und Frem­den­pen­si­on in Alt-Ossi­ach auf. „Nach der Matu­ra am BRG Feld­kir­chen habe ich kurz stu­diert. Dann hat mich das Groß­stadt­le­ben gereizt. Mein Stief­va­ter, ein gebür­ti­ger Düs­sel­dor­fer, hat Kon­tak­te in sei­ne Hei­mat­stadt geknüpft und mir dort ermög­licht, den Beruf der zahn­me­di­zi­ni­schen Fach­an­ge­stell­ten in einer Kin­der­zahn­arzt-Pra­xis zu erler­nen“, erin­nert sich Stu­bin­ger. Nach der Aus­bil­dung zog es sie wie­der nach Kärn­ten zurück. „Heim­weh war mit ein Grund, war­um ich wie­der in Alt-Ossi­ach gelan­det bin. Am 1. Okto­ber 2008 hat mich mei­ne Mama mit einem gro­ßen ‚Will­kom­men zu Hause‘-Plakat emp­fan­gen. Danach habe ich in einer Kie­fer­chir­ur­gie-Pra­xis in Vil­lach Arbeit gefun­den“, erzählt die Bäue­rin.

Das Ken­nen­ler­nen

Am 16. Juli 2011 lern­te sie am Stadt­fest in Feld­kir­chen ihre heu­ti­gen Ehe­mann Valen­tin Stu­bin­ger juni­or ken­nen. „Wir haben damals kei­ne Tele­fon­num­mern aus­ge­tauscht. Vol­te hat mich eini­ge Zeit auf Face­book gesucht und gefun­den. Er hat mich ange­schrie­ben und zum Däm­mer­schop­pen in Buggl in Bach ein­ge­la­den. Ich habe bis zu die­sem Zeit­punkt nicht gewusst, was ein Däm­mer­schop­pen ist“, gesteht Stu­bin­ger. Also fuhr sie zum legen­dä­ren Däm­mer­schop­pen zur Jau­sen­sta­ti­on Stu­bin­ger auf 1.096 Metern See­hö­he, beglei­tet von Sän­ge­rin Tama­ra Kapel­ler. „Sie erin­nert sich heu­te noch: Als der jun­ge Vol­te auf die Büh­ne gegan­gen ist, sind ihm angeb­lich die Her­zerln in mei­nen Augen zuge­flo­gen“, schmun­zelt Stu­bin­ger.

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Selbst­ge­ba­cke­nes Brot von der Direkt­ver­mark­te­r­in
© pri­vat

Die Hoch­zeits­glo­cken

Drei Jah­re spä­ter läu­te­ten bereits die Hoch­zeits­glo­cken: Am 8. Juni 2014, an ihrem 30. Geburts­tag, wur­de gehei­ra­tet. „Für mich war es erfreu­lich, dass ich sehr gut in der Groß­fa­mi­lie Stu­bin­ger auf­ge­nom­men wor­den bin. Wenn der Vol­te mit der Musik unter­wegs ist, hel­fen mei­ne Schwie­ger­el­tern, die gesam­te Fami­lie und zahl­rei­che Freun­de am Hof und im Gast­haus mit. Ohne die­se Unter­stüt­zun­gen wäre vie­les nicht mög­lich“, betont die Gast­wir­tin. Neben der Arbeit am Hof und im Gast­haus hat Stu­bin­ger mit den drei Kin­dern Mat­hil­da (8), Valen­tin (6) und Cäci­lia (2) genug zu tun. „Wir haben immer drei Kin­der gewollt, somit ist die Fami­li­en­pla­nung abge­schlos­sen“, sagt die drei­fa­che Mut­ter. So ganz neben­bei leg­te Stu­bin­ger nach der Geburt von Mat­hil­da die Kon­zes­si­ons­prü­fung für Gas­tro­no­mie ab. Den Wech­sel vom See auf den Berg bereu­te die Power­frau nie.

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In der Jau­sen­sta­ti­on gibt es natür­lich auch eine zünf­ti­ge Jau­se.
© pri­vat

Wei­te­res Stand­bein

Gast­haus, Bau­ern­hof und Fami­lie sind Vic­to­ria Stu­bin­ger nicht genug. Sie macht sich auch als Direkt­ver­mark­te­r­in einen Namen. Selbst­pro­du­zier­ter Glund­ner Käse, But­ter, Top­fen, Bau­ern­brot und ande­re Pro­duk­te sind längst mehr als ein Geheim­tipp. Ist sie nicht damit beschäf­tigt, sind die Kin­der zur Schu­le, in den Kin­der­gar­ten und auch Musik­schu­le zu brin­gen. „Die Kin­der sind wie der Papa musi­ka­lisch: Mat­hil­de spielt Trom­pe­te, Valen­tin das Tenor­horn und ich die ers­te Gei­ge“, lacht die Bäue­rin.

Die Frei­zeit

Neben den übli­chen Arbei­ten kommt im Som­mer auch der legen­dä­re „Buggl Däm­mer­schop­pen“ mit hun­der­ten Gäs­ten hin­zu. Aus­span­nen ist in die­ser Zeit Fehl­an­zei­ge. „Wenn die Kin­der in der Schu­le und im Kin­der­gar­ten sind, gön­nen wir uns jetzt im Win­ter gele­gent­lich eine Ski­wan­de­rung auf die Simon­hö­he. Ganz ger­ne tref­fe ich mich hin und wie­der mit mei­ner Freun­din zu einem Mädels­abend. Nach der Som­mer-Sai­son ist dann ein zehn­tä­gi­ger Fami­li­en­ur­laub ange­sagt. Das ist ganz wich­tig für die Kin­der und auch für uns“, schil­dert Stu­bin­ger.

29.01.2022 07:05 - Update am: 29.01.2022 07:26
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Von der Zahn­arzt­hel­fe­rin zur Bäue­rin Victoria Stubinger ist seit acht Jahren mit dem Musiker, Land- und Gastwirt Valentin Stubinger junior verheiratet.

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