Politik

Spe­ku­la­tio­nen auf der Schlep­pe-Alm einen Rie­gel vor­schie­ben

Landesrat Daniel Fellner spricht sich deutlich gegen eine Verbauung des Naherholungsgebiets in der Landeshauptstadt aus. Auch Stadträtin Corinna Smrecnik stellt klar: „Es besteht hier keine Baulandwidmung.“

Spe­ku­la­tio­nen auf der Schlep­pe-Alm einen Rie­gel vor­schie­ben Dieses Foto vom 22. Jänner 1998 zeigt: Die Schleppe-Alm erfreute sich großer Beliebtheit.

© StadtKommunikation/Eggenberger

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Nach einem Dorn­rös­chen-Schlaf rückt die Kla­gen­fur­ter Schlep­pe-Alm wie­der in den Mit­tel­punkt diver­ser Begehr­lich­kei­ten. Zuletzt wur­de ein „Ski­ge­biet mit Wohn­bau“ kol­por­tiert. Lan­des­rat und Raum­ord­nungs­re­fe­rent Dani­el Fell­ner (SPÖ) bezieht dazu klar Stel­lung und spricht sich gegen eine Ver­bau­ung aus: „Eine Ver­bau­ung der Schlep­pe-Alm durch Wohn­bau ist weder wün­schens­wert noch ziel­füh­rend, weil die gesam­te Regi­on als Land­schafts­schutz­ge­biet aus­ge­wie­sen ist und der Nah­erho­lung und Frei­zeit­nut­zung der Kla­gen­fur­ter dient.“ Jede Umwid­mung in die­ser Regi­on muss den Zie­len und Grund­sät­zen des neu­en Raum­ord­nungs­ge­set­zes, das mit Jah­res­be­ginn 2022 in Kraft trat, stand­hal­ten.

Natür­li­che Res­sour­cen sichern

Nach dem neu­en Raum­ord­nungs­ge­setz sind ins­be­son­de­re Gebie­te mit öko­lo­gi­schen Funk­tio­nen und natür­li­chen Res­sour­cen zu sichern. Bereits das Stadt­ent­wick­lungs­kon­zept der Lan­des­haupt­stadt sieht dies­be­züg­lich kon­kre­te Schwer­punkt-Set­zun­gen für die Schlep­pe-Alm vor, wie etwa die Schaf­fung eines Frei­raum­ver­bund­sys­tems, die Erhal­tung des dor­ti­gen Wild­kor­ri­dors, die Siche­rung des Nah­erho­lungs­ge­biets und die beson­de­re Berück­sich­ti­gung des Land­schafts- und Natur­schut­zes.

Phan­ta­sien von Inves­to­ren

„Wir kön­nen Feh­ler, die in der Ver­gan­gen­heit pas­siert sind, nicht wie­der gut machen. Aber wir kön­nen mit den Mit­teln, die uns das neue Raum­ord­nungs­ge­setz zur Ver­fü­gung stellt, Ver­hüt­te­lungs-Phan­ta­sien von Inves­to­ren an beson­ders begehr­ten und des­we­gen gewinn­brin­gen­den Plät­zen einen Rie­gel vor­schie­ben. Das ist im Sin­ne der Erhal­tung der Schön­heit und der Natur unse­res Lan­des sowie der nach­kom­men­den Gene­ra­tio­nen das Gebot der Stun­de“, stellt Fell­ner klar.

Sport‑, Frei­zeit- und Nah­erho­lungs­ge­biet

Dem pflich­tet Stadt­rä­tin Corin­na Smrec­nik, Stadt- und Raum­pla­nungs­re­fe­ren­tin der Lan­des­haupt­stadt Kla­gen­furt bei: „Das besag­te Are­al ist Land­schafts­schutz­ge­biet. Es als sol­ches zu erhal­ten, ist obers­te Prämisse. Es besteht hier kei­ne Bau­land­wid­mung und die­se wird es von der Stadt Kla­gen­furt auch nicht geben.“ Sehr wohl soll das Are­al wei­ter­hin als Sport‑, Frei­zeit- und Nah­erho­lungs­ge­biet nutz­bar sein. „Eine sanf­te Bespie­lung zum Woh­le der Bevölkerung ist vor­stell­bar und wünschenswert“, ergänzt Stadt­rat und Sport­re­fe­rent Franz Petritz.

„Im Bereich des Ski­lifts auf der Schlep­pe-Alm gibt es eine Grünland- und Sport-Wid­mung. Das gilt es auf­recht zu hal­ten und den Men­schen die Gegend zur Erho­lung und für Frei­zeit- und Sportmöglichkeiten zu erhal­ten“, beton­ten Smrec­nik und Petritz.

Reak­ti­on FPÖ Kla­gen­furt

Die FPÖ Kla­gen­furt wer­tet die Stel­lung­nah­me von Lan­des­rat Fell­ner als Absa­ge für eine Ent­wick­lung der Schlep­pe-Alm. „Das kön­nen wir so nicht hin­neh­men“, teilt Andre­as Sko­ri­anz, Klub­ob­mann der Frei­heit­li­chen im Gemein­de­rat, in einer Aus­sendung mit. Kon­kret fragt er: „Wo waren die Lan­des-Auf­pas­ser bei der wil­den Ver­bau­ung der Schlep­pe­kur­ve? Wo waren die Land­schafts­schüt­zer bei der Tro­cken­le­gung des Schlep­pe-Tei­ches? Eine scho­nen­de sinn­vol­le Wei­ter­ent­wick­lung muss in die­sem Bereich mög­lich sein. Eine ver­nünf­ti­ge Nut­zung der Schlep­pe-Alm steht nicht im Wider­spruch zum Nah­erho­lungs­ge­biet.“

01.02.2022 11:22 - Update am: 01.02.2022 11:56
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Spe­ku­la­tio­nen auf der Schlep­pe-Alm einen Rie­gel vor­schie­ben Dieses Foto vom 22. Jänner 1998 zeigt: Die Schleppe-Alm erfreute sich großer Beliebtheit.

© StadtKommunikation/Eggenberger