Christin Valentin-Saffran
Vom Pop-up-Store zum etablierten Kindermoden-Geschäft
Die „Zwergenstadt“ in Klagenfurt entwickelte ihr Geschäftsmodell von Second-Hand-Mode für Kinder zu qualitativ hochwertiger Baby- und Kindermode. Wie das gelang, erzählt Inhaberin Christin Valentin-Saffran im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“.
© privat
Seit Mitte Jänner kann man sich auf der Webseite des Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds wieder für die Nutzung eines Pop-up-Stores in verschiedenen Kärntner Städten bewerben. Christin Valentin-Saffran tat das im Jahr 2018 mit ihrer „Zwergenstadt“ in Klagenfurt.
Perfekt zum Ausprobieren
Schon 2013 gründete die heute dreifache Mama ihr Unternehmen „Zwergenstadt“. 2018 reichte sie die Bewerbung für die Pop-up-Store-Ausschreibung in Klagenfurt ein und wurde prompt gewählt. Valentin-Saffran ergriff die Chance, in der Landeshauptstadt Fuß zu fassen und ging mit dem Motto „Man kann’s probieren“ in das Abenteuer. Der damalige Standort wurde ihr vorgegeben und so startete die „Zwergenstadt“ in der Bahnhofstraße als Second-Hand-Geschäft für Kindermode. Von diesem Zeitpunkt an wurde das Konzept mehrfach geändert. Dazulernen und reflektieren, gehört für die Unternehmerin dazu.
Das Konzept Pop-up-Store
Mit einem Pop-up-Store zu starten, war für Valentin-Saffran eine „geniale Möglichkeit, im sicheren Rahmen sein Projekt zu testen“. Der KWF und die jeweilige Stadt oder Gemeinde stellen dem Förderwerber eine Geschäftsfläche zur Verfügung, die für einen gewissen Zeitraum genutzt werden kann. 2018 waren es insgesamt drei Monate. Das Ziel ist die Belebung der Stadt mit Betriebsansiedelungen und auch die Chance für Jungunternehmer und Start-ups, ihre Geschäftsidee direkt an den Kunden zu testen. Für Valentin-Saffran war der Pop-up-Store ein „Wachrütteln“. Schnell lernte sie ihre Kunden kennen und adaptierte ihr Geschäftsmodell von Second-Hand-Mode für Kinder zu qualitativ hochwertiger Baby- und Kindermode.
Herausforderungen und Erkenntnisse
„Der neue Tagesrhythmus war für die Familie eine große Umstellung“, erzählt Valentin-Saffran im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“. Alleine die Öffnungszeiten zu bespielen und für die Wünsche der Kunden offen zu sein, bedeutet ein gut aufgestelltes Familiensystem im Background und ein gutes Zusammenspiel zwischen den Eltern. Eine wichtige Erkenntnis hatte die Unternehmerin in puncto Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 9 Uhr bis 14 Uhr ist die „Zwergenstadt“ in der 8.-Mai-Straße 6 geöffnet, aber auch außerhalb der Geschäftszeiten ist Valentin-Saffran erreichbar und ermöglicht sowohl online als auch zu vereinbarten Zeiten die Abholung der Waren. Wichtig ist es, „mit den Kunden zu kommunizieren und in Kontakt bleiben“.
Der Sprung ins kalte Wasser
Auch wenn im Pop-up-Store viel ausprobiert werden kann, ist der erste Mietvertrag danach ein neuerlicher Sprung ins kalte Wasser: Das Finanzielle und fixe Mietdauer geben dem Unternehmen dann noch einmal einen Start ohne Schutzpolster. Für Valentin-Saffran war der Pop-up-Store eine gute Gelegenheit. Sie bleibt dabei, dass „einfach machen, immer wieder reflektieren und trotz aller Wünsche der Kunden immer versuchen, bei sich selbst zu bleiben“, das richtige Rezept für den Erfolg ist.
Bis 31. März 2022 kann man sich für das diesjährige Pop-up-Store-Projekt bewerben und sein Geschäftsmodell in den Städten Klagenfurt, Villach, Feldkirchen, Hermagor, Spittal, Gmünd und Wolfsberg ausprobieren.
- Pop-up-Store-Ausschreibung: Im Jahr 2018 ergriff Christin Valentin-Saffran die Chance, mit ihrer „Zwergenstadt“ in der Landeshauptstadt Fuß zu fassen.
- Christin Valentin-Saffran ist Unternehmerin und dreifache Mama.
