Martina Klementin
Vom Radio auf die Bühne
Die Villacherin Martina Klementin gehört zur Moderatoren-Elite Kärntens. Wie es dazu kam, erzählt sie im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“.
© Peter Just
Martina Klementin fühlt sich auf allen Bühnen wohl, sie gehört zu den bekanntesten Moderatoren Kärntens. Sie besticht durch ihre Sprache, Wortwitz und perfekte Vorbereitung. Die Bilanz Klementins kann sich sehen und hören lassen: In den vergangenen 20 Jahren absolvierte die Villacherin über 1.200 Moderationen, rund 4.000 Radio-Moderationen und zahlreiche TV-Auftritte. „Leider ist in den vergangenen zwei Jahren die Bilanz nach unten gefahren“, berichtet Klementin im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“. Vor der Pandemie standen bis zu 150 Auftritte im Jahr auf dem Programm.
Der Werdegang
Als junge Dame besuchte Klementin die HTL für Hochbau, wo sie auch die Matura ablegte. „Eigentlich wollte ich Architektin werden. Damals hatte ich allerdings einen Deutsch-Professor, der mich in Richtung Sprache förderte. In den Jahren 1998 und 1999 kam mir die Privatradio-Welle gerade recht. Damals dachte ich mir, warum soll ich nicht in diese Richtung gehen und nahm einen Job bei ‚Radio Villach‘ an. Danach ging ich zu ‚Radio Wörthersee‘ und in Folge zur ‚Antenne Kärnten‘. Wir haben uns dann aber wie in einer Ehe auseinandergelebt“, erzählt Klementin von ihrem Radio-Abschied.
Die Vorbereitungen
Klementin hat in Kärnten als Moderatorin einen klingenden Namen. „Ich mache meinen Job sehr gerne. Die Menschen merken, dass ich mit Leib und Seele dabei bin. Großen Wert lege ich auf die gründliche Vorbereitung jeder Veranstaltung“, sagt Klementin. Es gibt jedoch Termine, die sie nie annehmen würde. Politische Wahlkampf-Veranstaltungen wird man vergeblich in ihrem Terminkalender suchen.
Die schönsten Termine
„Eine außergewöhnliche Moderation war bei der Feuerwehr-Olympiade in Villach. An der Eröffnungsfeier nahm auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen teil, das war schon etwas Besonderes. Danach machte ich für die Hauptfeuerwache bei einer Action-Einlage auch eine Moderation, die für mich außergewöhnlich war“, erinnert sich Klementin. Solche Aufträge sind für die Villacherin immer spannend, weshalb sie diese auch gerne annimmt. „Für mich sind es sehr abwechslungsreiche Termine: Ich habe immer mit anderen Menschen und anderen Themen zu tun und lerne selbst viel dazu. Ich habe mit Dingen zu tun, mit denen ich sonst nicht in Berührung kommen würde“, schildert Klementin.
Pleiten, Pech und Pannen
Auf der Bühne passieren auch ihre mal kleine Versprecher. „Es kommt schon mal vor, dass ich einen Versprecher habe und einen Fehler mache. Das versuche ich erst gar nicht zu überspielen, sondern stehe zu meinen Hoppalas. Damit bleibe ich authentisch. Den Besuchern gefällt die Ehrlichkeit und ich bleibe damit in Erinnerung“, betont Klementin.
Die Hoffnung
Dieser Tage feiert die erfolgreiche Moderatorin den 28. „Kennenlerntag“ mit ihrem Mann Kai, mit dem sie seit 13 Jahren verheiratet ist. Zu ihren Hobbys zählen Sport und Instagram. „Da kann ich viel mit Videos machen und den Leuten wertvolle Tipps für das Leben vermitteln. Ansonsten hoffe ich, dass es bald wieder Veranstaltungen geben wird, denn sie sind die Grundlage für mein berufliches Weiterkommen“, begründet Klementin.
