Sigismund Moerisch

„Lie­ser­schlucht-Rad­weg nicht ver­zö­gern“

Die Tourismus-Branche in der Region Millstätter See warnt vor weiteren Verzögerungen beim Bau der Radverbindung zwischen Spittal und Seeboden. Tourismus-Sprecher Sigismund Moerisch kritisiert in einer Aussendung Spittals Bürgermeister Gerhard Köfer. Der wiederum reagiert ebenso mit kritischen Worten.

Radweg Der Lückenschluss des Radwegs zwischen Spittal und Seeboden gilt als eines der wichtigsten Radwege-Projekte in Kärnten.

© Pixabay/MichaelGaida

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Seit Jahr­zehn­ten wur­de die Errich­tung eines Rad­wegs durch die Lie­ser­schlucht dis­ku­tiert, im Jahr 2019 wur­de sie end­lich in Angriff genom­men. Nun mel­det sich Sigis­mund Moe­risch, Fach­grup­pen­ob­mann der Hotel­le­rie in der Wirt­schafts­kam­mer Kärn­ten und Vor­sit­zen­der des Auf­sichts­rats der neu­en Tou­ris­mus­re­gi­on Mill­stät­ter See-Bad Klein­kirch­heim-Nock­ber­ge, in einer Aus­sendung zu Wort. „Die­ser lan­ge geplan­te Lücken­schluss des bestehen­den Rad­we­ge­net­zes hat aus Sicht der Tou­ris­mus­wirt­schaft in der Regi­on höchs­te Prio­ri­tät. Für Stör­ma­nö­ver auf kom­mu­nal­po­li­ti­scher Ebe­ne gibt es kei­ner­lei Ver­ständ­nis“, geht Moe­risch auf Medi­en­be­rich­te ein, wonach die Stadt Spit­tal sich gegen die Plä­ne des Lan­des Kärn­ten quer­le­gen soll. Er stellt klar: „Die Errich­tung des Rad­wegs darf kei­nes­falls in Fra­ge gestellt oder wei­ter ver­zö­gert wer­den.“

„Unan­ge­brach­te Aus­sa­gen“

Spit­tals Bür­ger­meis­ter Ger­hard Köfer (Team Kärn­ten) reagiert auf „auf die unan­ge­brach­ten Aus­sa­gen“: „ÖVP-Wirt­schafts­kam­mer-Funk­tio­när Sigis­mund Moe­risch scheint über­haupt nicht ver­stan­den zu haben, wor­um es uns als Ver­tre­ter der Stadt Spit­tal geht. Nämlich dar­um, dass es nicht sein kann, dass der gesam­te Ver­kehr im Fal­le der Spren­gung in der Hoch­sai­son über mehr als fünf Mona­te über den Fra­tres umge­lei­tet und damit Spit­tal eine wich­ti­ge Ver­kehrs­ver­bin­dung geraubt wird.“ Köfer betont: „Wir als Ver­tre­ter der Stadt ste­hen bedin­gungs­los hin­ter dem Pro­jekt Lie­ser­schlucht-Rad­weg, für das ich in mei­ner Zeit als Stra­ßen­bau­re­fe­rent der Lan­des­re­gie­rung sogar den Grund­stein gelegt und die wich­ti­ge Finan­zie­rungs­ver­ein­ba­rung mit den Gemein­den aus­ver­han­delt habe. Ohne die­se Bemü­hun­gen gäbe es jetzt über­haupt kein Pro­jekt.“

Par­tei­po­li­ti­sches Spiel­chen vor­ge­wor­fen

Der Bür­ger­meis­ter fin­det es bedenk­lich, dass Moe­risch die Wirt­schafts­kam­mer für klein­geis­ti­ge par­tei­po­li­ti­sche Spiel­chen miss­braucht: „Wir wol­len, dass gebaut wird und das wich­ti­ge Pro­jekt end­lich zur Umset­zung gelangt. Was wir aller­dings nicht wol­len, ist, dass plötz­lich längst ver­wor­fe­ne Plä­ne unko­or­di­niert aufs Tapet gebracht wer­den, von der die Part­ner des Vor­ha­bens aus der Zei­tung erfah­ren müs­sen.“

Wich­ti­ges Pro­jekt für den Tou­ris­mus

Der Lücken­schluss des Rad­wegs zwi­schen Spit­tal und See­bo­den gilt jeden­falls als eines der wich­tigs­ten Rad­we­ge-Pro­jek­te in Kärn­ten. Moe­risch, selbst Hote­lier am Mill­stät­ter See: „Am Mill­stät­ter Rad­weg sind pro Tag bis zu tau­send Rad­fah­rer unter­wegs. Hier ist eine zeit­ge­mä­ße und rad­ge­rech­te Ver­bin­dung für das tou­ris­ti­sche Ange­bot der Regi­on unum­gäng­lich.“

14.02.2022 07:21 - Update am: 14.02.2022 07:23
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Radweg Der Lückenschluss des Radwegs zwischen Spittal und Seeboden gilt als eines der wichtigsten Radwege-Projekte in Kärnten.

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