Sigismund Moerisch
„Lieserschlucht-Radweg nicht verzögern“
Die Tourismus-Branche in der Region Millstätter See warnt vor weiteren Verzögerungen beim Bau der Radverbindung zwischen Spittal und Seeboden. Tourismus-Sprecher Sigismund Moerisch kritisiert in einer Aussendung Spittals Bürgermeister Gerhard Köfer. Der wiederum reagiert ebenso mit kritischen Worten.
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Seit Jahrzehnten wurde die Errichtung eines Radwegs durch die Lieserschlucht diskutiert, im Jahr 2019 wurde sie endlich in Angriff genommen. Nun meldet sich Sigismund Moerisch, Fachgruppenobmann der Hotellerie in der Wirtschaftskammer Kärnten und Vorsitzender des Aufsichtsrats der neuen Tourismusregion Millstätter See-Bad Kleinkirchheim-Nockberge, in einer Aussendung zu Wort. „Dieser lange geplante Lückenschluss des bestehenden Radwegenetzes hat aus Sicht der Tourismuswirtschaft in der Region höchste Priorität. Für Störmanöver auf kommunalpolitischer Ebene gibt es keinerlei Verständnis“, geht Moerisch auf Medienberichte ein, wonach die Stadt Spittal sich gegen die Pläne des Landes Kärnten querlegen soll. Er stellt klar: „Die Errichtung des Radwegs darf keinesfalls in Frage gestellt oder weiter verzögert werden.“
„Unangebrachte Aussagen“
Spittals Bürgermeister Gerhard Köfer (Team Kärnten) reagiert auf „auf die unangebrachten Aussagen“: „ÖVP-Wirtschaftskammer-Funktionär Sigismund Moerisch scheint überhaupt nicht verstanden zu haben, worum es uns als Vertreter der Stadt Spittal geht. Nämlich darum, dass es nicht sein kann, dass der gesamte Verkehr im Falle der Sprengung in der Hochsaison über mehr als fünf Monate über den Fratres umgeleitet und damit Spittal eine wichtige Verkehrsverbindung geraubt wird.“ Köfer betont: „Wir als Vertreter der Stadt stehen bedingungslos hinter dem Projekt Lieserschlucht-Radweg, für das ich in meiner Zeit als Straßenbaureferent der Landesregierung sogar den Grundstein gelegt und die wichtige Finanzierungsvereinbarung mit den Gemeinden ausverhandelt habe. Ohne diese Bemühungen gäbe es jetzt überhaupt kein Projekt.“
Parteipolitisches Spielchen vorgeworfen
Der Bürgermeister findet es bedenklich, dass Moerisch die Wirtschaftskammer für kleingeistige parteipolitische Spielchen missbraucht: „Wir wollen, dass gebaut wird und das wichtige Projekt endlich zur Umsetzung gelangt. Was wir allerdings nicht wollen, ist, dass plötzlich längst verworfene Pläne unkoordiniert aufs Tapet gebracht werden, von der die Partner des Vorhabens aus der Zeitung erfahren müssen.“
Wichtiges Projekt für den Tourismus
Der Lückenschluss des Radwegs zwischen Spittal und Seeboden gilt jedenfalls als eines der wichtigsten Radwege-Projekte in Kärnten. Moerisch, selbst Hotelier am Millstätter See: „Am Millstätter Radweg sind pro Tag bis zu tausend Radfahrer unterwegs. Hier ist eine zeitgemäße und radgerechte Verbindung für das touristische Angebot der Region unumgänglich.“
