Öffnungsschritte
Aufatmen in Kärntens Tourismus
Ab 5. März 2022 gehören Sperrstunde und Kontrollen der Vergangenheit an. Josef Petritsch, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeit-Wirtschaft in der Wirtschaftskammer Kärnten, fordert dennoch die Verlängerung von Kurzarbeit und Härtefallfonds bis Ende Juni.
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Die heute von der Bundesregierung angekündigten Lockerungsmaßnahmen sorgen für ein Aufatmen in Kärntens Tourismus. „Nach zwei Jahren der Einschränkungen und Frustration freuen wir uns jetzt wieder auf ein bisschen Normalität“, sagt Josef Petritsch, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Kärnten.
Fördermaßnahmen verlängern
Er schränkt jedoch ein, dass sich die Branche von den ersten Tagen und Wochen nicht zu viel erwartet. „Es ist zu befürchten, dass das Geschäft schleppend anläuft. Die Erfahrung der vergangenen Lockdowns und Corona-Maßnahmen hat uns gezeigt, dass Gäste nicht auf Knopfdruck auf Öffnungen reagieren. Wir rechnen auch jetzt mit verhaltenen Reaktionen“, begründet Petritsch. Er schlägt deshalb vor, die Fördermaßnahmen für die Startphase zu verlängern. Konkret fordert er ein Ausweiten von Kurzarbeit und Härtefallfonds bis Ende des zweiten Quartals. „Viele Betriebe brauchen jetzt noch eine Anlaufzeit. Außerdem wissen wir nicht, wie unsere Gäste auf die Öffnungen reagieren. Ohne Unterstützung wird ein reibungsloser Neustart jedenfalls enorm schwierig“, betont Petritsch.
Lohnsteuerfreie Mitarbeiterbeteiligung
Die aktuell größte Herausforderung ist die Rückgewinnung der Mitarbeiter, wofür diese Förderungen dringend benötigt werden. „Es gibt kaum einen Betrieb, der aktuell nicht auf der Suche nach Mitarbeitern ist“, verrät der Spartenobmann. Einen Vorschlag, den die Wirtschaftskammer bereits anregte, ist die Einführung einer lohnsteuerfreien Mitarbeiterbeteiligung („KLiCK Kärnten“ berichtete). „Damit könnte man gleichzeitig die Motivation als auch das Zugehörigkeitsgefühl zu einem Betrieb massiv erhöhen“, erläutert Petritsch.
Dringend gefordert wird außerdem die Verlängerung des fünfprozentigen Mehrwertsteuersatzes. Bis Ende 2021 sorgte diese Maßnahme für wichtige Impulse und einen Investitionsschub. „Genau diesen Turbo brauchen wir auch jetzt für einen erfolgreichen Start“, schildert Petritsch.

