Bildung
Praxisorientierte Technik in der Schule in St. Peter
Der Bildungscampus in St. Peter in Klagenfurt gilt als Musterbeispiel für praxisorientierte Technik in der Schule. Davon überzeugte sich Vizebürgermeister und Bildungsreferent Philipp Liesnig persönlich.
© StadtKommunikation/Hude
Aus den Mittelschulen 6 und 10 in St. Peter entstand ein Bildungscampus mit einer gemeinsamen Direktion und umfangreichen Schwerpunkten. Als einzige Mittelschule bekommen die Schüler bereits ab der ersten Klasse einen technischen Schwerpunkt geboten. Dabei lernen die Kinder bereits in jungen Jahren Planungsprogramme wie „AutoCAD“ und „TinkerCAD“ am Computer kennen und entwerfen Werke, die anschließend im Werkunterricht in die Umsetzung gebracht oder im 3D-Druck ausgefertigt werden.
Botschaften in Zeitkapsel
Anlässlich der Sanierung des Kirchturms der Stadtpfarrkirche St. Egid hatten die Schüler der sechsten bis achten Schulstufe die Möglichkeit, eine Botschaft für kommende Generationen in die Zeitkapsel des Turms zu legen. Die Schüler vermaßen die Kirche, planten mit diversen Planungsprogrammen am Computer ein 3D-Modell und entwarfen es im 3D-Drucker. In der Modellkirche befindet sich ein USB-Stick, auf dem Botschaften der Schüler gespeichert sind.
Grundlage für weitere Entwicklung
„Die Mittelschule St. Peter ist ein Musterbeispiel für praxisorientierte Technik in der Schule. Allein der Technik-Schwerpunkt ist eine optimale Grundlage für die weitere schulische oder berufliche Entwicklung junger Menschen“, sagte Vizebürgermeister und Bildungsreferent Philipp Liesnig bei einem Besuch der Schule. Mit dieser Ausbildung haben Schüler, die nach der Mittelschule die HTL besuchen möchten, eine hervorragende Basis, ebenso für technische Lehrberufe.
Die Schwerpunkte im Überblick
Neben dem Technik-Schwerpunkt mit Coding, Robotik, Planungsarbeit am PC und Umsetzung in der Werkstatt gibt es in der Mittelschule St. Peter einen Sprachen-Schwerpunkt mit Slowenisch, Bosnisch, Serbisch, Kroatisch, Italienisch sowie Englisch (Conversation) und einen Kreativ-Schwerpunkt. „Darüber hinaus führen wir als einzige Mittelschule einer Montessoriklasse in der Sekundarstufe eins“, verrät Direktorin Karoline Kurnig-Gruber. Zudem wird intensiv mit der Volksschule St. Peter kooperiert. „So können die Jüngsten von Mittelschülern lernen, mit ihnen an Projekten arbeiten und somit auch gleich die Vorzüge der Mittelschule kennenlernen“, berichtet die Direktorin.
Wissenswert
Anmeldungen für die städtischen Mittelschulen sind noch bis Ende Februar möglich. Die Schwerpunkte und Besonderheiten aller städtischen Mittelschulen sind hier zu finden.