Jahresbericht 2021

428 Feu­er­weh­ren für die täg­li­che Sicher­heit

Die Kärntner Feuerwehren leisteten im Jahr 2021 insgesamt 1,6 Millionen ehrenamtliche Stunden und retteten 655 Menschen das Leben.

428 Feu­er­weh­ren für die täg­li­che Sicher­heit Landesrat Daniel Fellner (Mitte), Landesfeuerwehrkommandant Rudolf Rubin (rechts) und dessen Stellvertreter Dietmar Hirm

© LFKDO Kärnten/Sticker

"KLICK Kärnten" auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle festlegen
Anzeige

Die Kärnt­ner Feu­er­weh­ren ver­zeich­ne­ten 2021 rund 17.200 Ein­sät­ze. „Die 428 Feu­er­weh­ren leis­te­ten mit ihren 24.500 Kame­ra­den 1,6 Mil­lio­nen ehren­amt­li­che Stun­den und ret­te­ten 655 Men­schen­le­ben, bei 5.300 Brand- und 11.886 tech­ni­schen Ein­sät­zen“, berich­tet Lan­des­rat und Feu­er­wehr­re­fe­rent Dani­el Fell­ner. Mit mehr als fünf Mil­lio­nen Euro sind, so Fell­ner, allein die geleis­te­ten 225.000 Ein­satz­stun­den, bei einem Stun­den­satz von 24 Euro, eine unbe­zahl­ba­re Sicher­heits­ga­ran­tie für die Bevöl­ke­rung in Kärn­ten. Zwei Arbeits­wo­chen inves­tier­te in Sum­me jedes ein­zel­ne Mit­glied einer Kärnt­ner Feu­er­wehr in vor­beu­gen­de Maß­nah­men zur Gefah­ren­ab­wehr.

Stun­den­lan­ge Hil­fe­leis­tun­gen

Wäh­rend Salz­burg und die Stei­er­mark mit hef­ti­gen Unwet­ter­fol­gen zu kämp­fen hat­ten, blieb Kärn­ten im Vor­jahr von sol­chen wei­test­ge­hend ver­schont. Die Kärnt­ner Feu­er­weh­ren waren viel­mehr mit wet­ter­be­ding­ten Hil­fe­leis­tun­gen wie Sturmein­sät­ze, Hoch­was­ser und Pump­ar­bei­ten nach Stark­re­gen-Ereig­nis­sen beschäf­tigt, die stun­den­lang andau­er­ten.

Wiss­be­gie­ri­ge Feu­er­wehr­ka­me­ra­den

Trotz der Pan­de­mie und vie­ler Ein­sät­ze konn­te die Nach­wuchs­ar­beit der Kärnt­ner Feu­er­weh­ren im ver­gan­ge­nen Jahr wei­ter for­ciert und aus­ge­baut wer­den. Somit stel­len sich bereits über 1.500 jun­ge Men­schen in den Dienst der guten Sache. Dass die Ten­denz stei­gend ist, zei­gen auch acht neu gegrün­de­te Jugend­grup­pen. Auch die Zah­len der Aus- und Wei­ter­bil­dung las­sen sich zei­gen: In Sum­me besuch­ten 5.485 Per­so­nen eine der mehr als 150 mög­li­chen Wei­ter­bil­dungs­ver­an­stal­tun­gen in den Bezir­ken oder in der Lan­des­feu­er­wehr­schu­le.

Aus­wir­kun­gen der Pan­de­mie

„Die pan­de­mie­be­ding­te Grat­wan­de­rung zwi­schen pro­fes­sio­nel­ler Ein­satz­be­wäl­ti­gung und ein­satz­re­le­van­ten und not­wen­di­gen Schutz­maß­nah­men for­der­te unse­re Ein­satz­kräf­te 2021 enorm. Die Kame­rad­schaft und die dar­aus resul­tie­ren­den gesell­schaft­li­chen Zusam­men­künf­te bei Fest­ver­an­stal­tun­gen, Jubi­lä­ums­fei­er­lich­kei­ten und Leis­tungs­be­wer­ben muss­te auch 2021 unter der Pan­de­mie lei­den“, sagt Lan­des­feu­er­wehr­kom­man­dant Rudolf Robin.

Ein moder­nes Feu­er­wehr­ge­setz

Als obers­tes Ziel gilt die Auf­recht­erhal­tung der Ein­satz­qua­li­tät und der Kom­pe­ten­zen der Kame­ra­den. Dazu trägt auch das neue Kärnt­ner Feu­er­wehr­ge­setz ent­schei­dend bei, wie Fell­ner erklärt: „Das von Feu­er­weh­ren für Feu­er­weh­ren erar­bei­te­te Gesetz ist hoch­mo­dern und gewähr­leis­tet bes­te Bedin­gun­gen für unse­re Feu­er­wehr­leu­te.“

Neu­an­schaf­fun­gen für die Feu­er­weh­ren

Dar­über hin­aus leis­ten Neu­an­schaf­fun­gen einen wich­ti­gen Bei­trag. 3,7 Mil­lio­nen Euro wur­den als För­de­rung für den Ankauf von Ein­satz­be­klei­dung und Aus­rüs­tung aus­be­zahlt. Eben­falls erhielt jede Feu­er­wehr ein Basi­s­equip­ment für die Wald- und Vege­ta­ti­ons­brand­be­kämp­fung, das zu hun­dert Pro­zent von Bund, Land und vom Kärnt­ner Lan­des­feu­er­wehr­ver­band finan­ziert wur­de. Auch ein 1.200 lan­ger mobi­ler Hoch­was­ser­schutz wur­de vom Land ange­kauft, um Ein­sät­ze bei Hoch­was­ser­er­eig­nis­sen zu unter­stüt­zen.

25.02.2022 14:17 - Update am: 26.02.2022 04:06
Anzeige
428 Feu­er­weh­ren für die täg­li­che Sicher­heit Landesrat Daniel Fellner (Mitte), Landesfeuerwehrkommandant Rudolf Rubin (rechts) und dessen Stellvertreter Dietmar Hirm

© LFKDO Kärnten/Sticker