Zertifikat
Das Krankenhaus Spittal vereint Beruf und Familie
Landesrätin Sara Schaar überbrachte dem Krankenhaus Spittal eine Förderung über tausend Euro als Zuschuss für das Re-Audit im Rahmen von „Beruf und Familie“.
© Büro LR Schaar
Im Rahmen des österreichweiten Audits „Beruf und Familie“ arbeiten Unternehmen an einer nachhaltigen Implementierung von familienfreundlichen Maßnahmen im Betrieb. „Weil Familienpolitik in Kärnten einen sehr hohen Stellenwert hat, unterstützt das Land Kärnten Betriebe, die sich durch die Auditierung besonders für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf einsetzen, auch finanziell“, sagt Landesrätin Sara Schaar, Familienreferentin des Landes Kärnten. Je nach Anzahl der Beschäftigten ist eine Förderhöhe von bis zu 2.500 Euro möglich. Für die bereits dritte Zertifizierung gibt es von Schaar für das Krankenhaus Spittal einen Zuschuss von tausend Euro. Sie überreichte Audit-Beauftragte Reingard Tripp-Wandaller und Geschäftsführerin Andrea Samonigg-Mahrer die finanzielle Unterstützung symbolisch.
Über 560 Mitarbeiter
Das Krankenhaus Spittal mit seinen über 560 Mitarbeitenden trägt das Zertifikat „Beruf und Familie“ seit dem Jahr 2014 und ist eine von zwei zertifizierten Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen in Kärnten. Kollegen aller Berufsgruppen erarbeiten regelmäßig Maßnahmen, um die Vereinbarkeit weiter zu verbessern. Das Motto des Krankenhauses lautet: „Weil der Mensch zählt:“ „Es wird also nicht nur für die rund 60.000 Patienten jährlich gelebt, sondern auch für die Mitarbeitenden“, betont Schaar. Durch das erneut erlangte Zertifikat wird das familiäre Betriebsklima auch nach außen hin sichtbar.
Familienfreundliche Maßnahmen
Audit-Beauftragte Tripp-Wandaller berichtet von zahlreichen Maßnahmen, die das Krankenhaus besonders familienfreundlich machen: flexible Arbeitszeit- und Wiedereinstiegsmodelle, Kinderbetreuung, Führung in Teilzeit, Väterkarenz, Papamonat, Pflegekarenz, Altersteilzeit, vergünstigte Mittagsmenüs für Beschäftigte, Aus- und Weiterbildungsangebote, private und berufliche Krisenintervention, Willkommensgeschenke, den Krankenhaus-Chor sowie Sport- und Kulturangebote. „Angebote, die auf individuelle Bedürfnisse eingehen, werden zunehmend wichtiger. So evaluieren wir die psychische Belastung am Arbeitsplatz und thematisieren Aspekte wie Achtsamkeit, Belastbarkeit und Resilienz in Seminaren“, erklärt Tripp-Wandaller.
Hohe Rückkehr-Quote
Dass sich dieses Engagement bezahlt macht, zeigt sich deutlich. „Unsere familienfreundlichen Angebote werden sehr stark genutzt, besonders die Eltern‑, Pflege- und Altersteilzeit. Nach der Karenz verzeichnen wir eine fast geschlossene Rückkehr und sind sehr stolz auf unseren hohen Frauenanteil in Führungspositionen“, bilanziert Samonigg-Mahrer.