Gerhard „Willie“ Wurzer

Er „tsch­entscht“ nicht wegen sei­nes Spitz­na­mens

Als Kabarettist befindet sich der „Tschentsche“ Gerhard Wurzer momentan in der Zwangspause. Zeit für „KLiCK Kärnten“ nachzufragen, weshalb alle „Willie“ zu ihm sagen. Die lustige Geschichte hat mit Eigentoren im Fußball zu tun.

Gerhard Wurzer Gerhard „Willie“ Wurzer: „Ich habe schon früh gewusst, dass man etwas fürs Publikum machen muss, auch wenn man sich selbst dabei entwürdigt.“

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Er ist von Büh­nen und aus dem ORF-Quo­ten­hit „Nar­risch guat“ bekannt – und hört auf den Namen „Wil­lie“. Aller­dings: Er hört auf die­sen Namen, obwohl er nicht so heißt. Die Spra­che ist von Ger­hard Wur­zer, der als Kaba­ret­tist in der Rol­le des „Tsch­ent­sche“ sein Publi­kum zu Lach­stür­men hin­reißt. Doch wie kam es, dass er den Spitz­na­men „Wil­lie“ erhielt? „Das hat mit mei­ner Jugend­zeit zu tun. Obwohl man es mir nicht ansieht, habe ich ein­mal Fuß­ball gespielt“, erzählt der „fal­sche Wil­lie“ im Gespräch mit „KLiCK Kärn­ten“.

Zwei Eigen­to­re in einer Spiel­hälf­te

Die Geschich­te in der Kurz­fas­sung: Ger­hard brach­te in einem Jugend­spiel das Kunst­stück zustan­de, in nur einer Spiel­hälf­te gleich zwei Eigen­to­re zu erzie­len. „Angeb­lich hat der ehe­ma­li­ge Team­spie­ler Wil­ly Kreuz mal ein Eigen­tor geschos­sen, das einem mei­ner Schüs­se ins eige­ne Tor ähnel­te“, erin­nert sich Wur­zer. Fort­an rie­fen ihn sei­ne Mit­spie­ler zur Schmach nur noch „Wil­lie Wurz“ – in Anleh­nung an Wil­ly Kreuz.

Das Publi­kum unter­hal­ten

Geblie­ben ist bis heu­te der Spitz­na­me „Wil­lie“. „Nur mei­ne Ver­wand­ten nen­nen mich noch Ger­hard“, schmun­zelt Wur­zer. Die Moral von der Geschich­te? „Anschei­nend habe ich schon damals gewusst, dass man etwas fürs Publi­kum machen muss, auch wenn man sich selbst dabei ent­wür­digt“, lacht Wur­zer.

Dop­pelt betrof­fen

Stich­wort Publi­kum: Das fehlt Wur­zer in sei­nem Leben als Kaba­ret­tist aktu­ell am meis­ten. Von den Coro­na-Ver­ord­nun­gen der Bun­des­re­gie­rung ist er gleich dop­pelt betrof­fen: Als Humo­rist in sei­ner Frei­zeit und als Gas­tro­no­mie-Mit­ar­bei­ter in sei­ner Arbeits­zeit. Somit ist er gleich in zwei­fa­cher Ange­le­gen­heit zum Nichts­tun ver­ur­teilt.

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Gerhard Wurzer
So kennt das Publi­kum Ger­hard „Wil­lie“ Wur­zer. Näm­lich von der Büh­ne, hier als „Der Tsch­ent­sche mit sei­ner Hen­ri­et­te“ mit Andre­as „Anda“ Fischer an sei­ner Sei­te.
© Kowal

500 Auf­trit­te in acht Jah­ren

Wie er die unver­hofft gewon­ne­ne Zeit den­noch sinn­voll nutzt? „Ich samm­le Mate­ri­al und kre­iere Poin­ten“, ver­rät Wur­zer. Als „Tsch­ent­sche“ absol­vier­te er in den ver­gan­ge­nen acht Jah­ren rund 500 Auf­trit­te – von klei­nen Geburts­tags­fei­ern bis zu aus­ver­kauf­ten Sälen, ent­we­der allei­ne oder mit sei­nem Büh­nen­part­ner Andre­as „Anda“ Fischer. Im Dop­pel­pack lau­tet dann der Titel „Der Tsch­ent­sche mit sei­ner Hen­ri­et­te“. Fischer schlüpft dabei in eine Frau­en­rol­le. Selbst­ver­ständ­lich hat das Duo vie­le wei­te­re Num­mern im künst­le­ri­schen Reper­toire.

„Nar­risch gua­ter Som­mer“

Das nächs­te Mal steht Wur­zer gewiss Mit­te Mai auf der Büh­ne – und vor den Fern­seh­ka­me­ras. Und zwar bei den Auf­zeich­nun­gen zum „Nar­risch gua­ten Som­mer“ im ORF-Thea­ter im Lan­des­stu­dio in Kla­gen­furt. Ob (hof­fent­lich) mit oder ohne Publi­kum, steht noch nicht fest.

Bier­mu­se­um in Gut­ta­ring

Übri­gens: Ger­hard „Wil­lie“ Wur­zer wid­met sich in sei­ner Frei­zeit auch dem Bier. Womit nicht in ers­ter Linie der Genuss des Hop­fen­ge­tränks gemeint ist: Wur­zer hat zu Hau­se in Gut­ta­ring sein eige­nes Bier­mu­se­um ein­ge­rich­tet. In die­sem sind rund 15.000 Fla­schen und Dosen, knapp 4.000 Glä­ser und Krü­ge, 50.000 Bier­de­ckel und jede Men­ge „bie­ri­ges“ Wer­be­ma­te­ri­al aus­ge­stellt. Wie sich sei­ne Hob­bys schon bald kom­bi­nie­ren mögen? Ganz ein­fach: Wenn er nach einem gelun­ge­nen Auf­tritt dem Publi­kum im Anschluss mit einem Bier wie­der zupros­ten darf.

23.04.2021 17:02 - Update am: 24.04.2021 07:22
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Gerhard Wurzer Gerhard „Willie“ Wurzer: „Ich habe schon früh gewusst, dass man etwas fürs Publikum machen muss, auch wenn man sich selbst dabei entwürdigt.“

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