Tourismus-Fachkräfte
Initiative “Get a Job” wird fortgeführt
Auch 2021 sollen Jugendliche für eine Ausbildung im Tourismus begeistert werden. Workshops finden dazu an Schulen statt.
Der Fachkräftemangel macht sich in vielen Branchen bemerkbar, vor allem auch im Tourismus. Durch die Corona-Krise wechselten noch dazu viele Fachkräfte die Branche. “Zusätzlich sind viele Junge derzeit unsicher, eine Berufsausbildung im Tourismus zu beginnen. Wenn der Branche langfristig aber die Fachkräfte fehlen, wird das immer mehr zu einer Belastung für die Betriebe und bremst die touristische Entwicklung. Denn die Hotels können so weniger Gäste aufnehmen und das Qualitätsniveau nicht weiter ausbauen”, erklärt Tourismus-Landesrat Sebastian Schuschnig das Problem.
Neue Runde für “Get a Job”
Das Tourismus-Referat will gegensteuern, zum Beispiel mit der Fortführung der Fachkräfte-Offensive “Get a Job – Deine Chance im Tourismus”. Dabei geht es darum, Schülern gemeinsam mit Tourismus-Betrieben die Karriere-Chancen im Tourismus praxisorientiert zu vermitteln. Schuschnig: “Es braucht eine Image-Offensive für die Jobchancen im Tourismus, bei den Jugendlichen, aber auch bei den Lehrern und den Eltern, die wichtige Meinungsbildner sind.”
Workshops sollen Interesse wecken
“Get a Job” ist eine gemeinsame Initiative mit der Wirtschaftskammer Kärnten. 2020 wurden 31 dreistündige Workshops an 19 Schulen mit etwa 550 Teilnehmern aus 31 Schulklassen digital abgehalten. Der Verein BEN (Berufseingliederung und Nachwuchskräfte-Förderung) führt die Workshops durch, das Tourismus-Referat fördert das mit etwa 20.000 Euro. Gedacht sind die Workshops auch für Neue Mittelschulen, Landwirtschaftliche Fachschulen und Polytechnische Schulen.
6.154 Schüler erreicht
Laut Feedback könne sich jeder Dritte eine Ausbildung im Tourismus vorstellen. Zehn von momentan 19 Partnerbetrieben haben eine oder mehrere Lehrstellen-Bewerbungen von einem der teilnehmenden Jugendlichen erhalten.
Die Initiative gibt es seit dem Jahr 2011. Seitdem wurden 6.154 Schüler und 424 Lehrer erreicht, ca. 60 Partnerbetriebe ermöglichten rund 300 reale Begegnungen zwischen Lehrlingen und Ausbildungsstätte.