Oksana Riedler

„Zu schwach, um zu flie­hen“

Die gebürtige Ukrainerin Oksana Riedler zittert in Villach um das Leben ihrer Eltern in der viertgrößten Stadt der Ukraine. Im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“ erzählt sie von ihren Ängsten.

„Zu schwach, um zu flie­hen“ Oksana Riedler in friedlichen Zeiten

© privat

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Die Indus­trie­stadt Dni­pro mit rund einer Mil­li­on Ein­woh­nern liegt im Zen­trum der Ukrai­ne und ist die Hei­mat­stadt von Oksa­na Ried­ler. Die Pen­sio­nis­tin lebt seit dem Jahr 2015 in Öster­reich und hei­ra­te­te vor sechs Jah­ren den Nie­der­ös­ter­rei­cher Johann Ried­ler. „Vor zwei Jah­ren sind wir nach Vil­lach gezo­gen, wo wir uns sehr wohl füh­len“, erzählt die Wahl-Vil­la­che­rin im Gespräch mit „KLiCK Kärn­ten“.

Die Angst

„Zuletzt war ich im Okto­ber in der Ukrai­ne. Damals konn­te noch nie­mand ahnen, wel­che Kata­stro­phe über unse­re Hei­mat her­ein­bre­chen wird“, sagt Ried­ler. Sie tele­fo­niert jeden Tag mit ihren Eltern in Dni­pro. Ihre Mut­ter ist 82, ihr Vater 85 Jah­re alt. „Noch leben sie ohne gro­ße Pro­ble­me und Sor­gen. Mei­ne Mut­ter sagt, sie ist lei­der zu schwach, um zu flie­hen. Sie hat Pro­ble­me mit dem Blut­druck und will des­halb in der Ukrai­ne blei­ben. Mein Vater wür­de ger­ne kämp­fen. Er hat gro­ßen Natio­nal­stolz, aber er kann nicht mehr so gut gehen“, schil­dert Ried­ler.

Die Unter­stüt­zung

Sie selbst hilft mit ihrem Mann in den Sam­mel­la­gern für Hilfs­gü­ter in Kla­gen­furt. „Im Moment koche ich für mei­ne geflüch­te­ten Lands­leu­te Borschtsch. Das ist ein Natio­nal­ge­richt in der Ukrai­ne. Mehr ist momen­tan nicht mög­lich. Ich hof­fe, dass die­ser Wahn­sinn bald ein Ende hat“, betont Ried­ler.

11.03.2022 18:55
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„Zu schwach, um zu flie­hen“ Oksana Riedler in friedlichen Zeiten

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