Museum des Nötscher Kreises
Ein Leben für die Kunst in Nötsch
Das Museum des Nötscher Kreises hat nach der Winterpause wieder seine Pforten geöffnet. Die aktuelle Ausstellung „Karl und Elfriede Stark – Leben für die Kunst“ ist einem Künstler-Ehepaar gewidmet, das eng mit dem Nötscher Kreis verbunden war.
© LPD Kärnten/Oskar Höher
Das Museum des Nötscher Kreises kehrt aus der Winterpause zurück. Es widmet die aktuelle Ausstellung „Karl und Elfriede Stark – Leben für die Kunst“ einem Künstler-Ehepaar, das mit den Vertretern des Nötscher Kreises eng verbunden war. Bei der offiziellen Eröffnung am heutigen Sonntag auch auch Landeshauptmann und Kulturreferent Peter Kaiseranwesend.
Kunst und Kultur als Identität
Kaiser sagte, dass es für ihn immer ein „kleines Heimkommen“ ist, weil er in diesem Museum so viele schöne Momente erlebt hatte. Durch die Einschränkungen in der Corona-Pandemie hat der Austausch mit Kunst und Kultur schon sehr gefehlt. Dem Museum ist es eindrucksvoll gelungen, den Nötscher Kreis weit über die Grenzen Österreichs hinaus sichtbar zu machen, sagte Kaiser. „Nötsch, Gmünd, Bleiburg und Millstatt sind Kärntner Gemeinden, die auf ganz besondere Art und Weise durch Kunst und Kultur den Menschen ihrer Region eine Identität geben“, meinte er. Beeindruckt zeigte sich Kaiser auch von der aktuellen Ausstellung und den Werken von Karl und Elfriede Stark. Für Hausherrin Hermine Wiegele hatte der Landeshauptmann einen Blumengruß dabei.
Sohn Wolfgang Stark anwesend
Durch die Ausstellung führte Kuratorin Sigrid Diewald. Persönliche Worte für die Familie sprach der Sohn von Karl und Elfriede Stark, Wolfgang Stark, der am heutigen Tag Geburtstag hat. „Nötsch war die künstlerische Heimat für meinen Vater, er hat sich hier zu Hause gefühlt“, sagte er. Begrüßt wurden die Besucher vom Nötscher Bürgermeister Alfred Altersberger.
Das Künstler-Ehepaar Stark
Karl Stark wurde 1921 im steirischen Glojach geboren und starb 2011 in Klosterneuburg. Er zählt zu den Hauptvertretern des österreichischen Expressionismus. Als junger Student der Akademie der bildenden Künste in Wien hatte er Anton Kolig noch persönlich kennengelernt. Seine Frau Elfriede teilte die Leidenschaft für die Kunst, übte sie auch selbst aus, bis eine 1953 einsetzende Sehbehinderung zehn Jahre später zu ihrer Erblindung führte. Danach widmete sie sich der Literatur. Kärnten wurde neben Wien zum zweiten Lebensmittelpunkt des Ehepaars. In Radlach im Oberen Drautal besaß es ein Haus.
Das Museum
Das Museum des Nötscher Kreises ist den in der Region geborenen Malern Sebastian Isepp (1884 – 1954) und Franz Wiegele (1887 – 1944) sowie den nach Nötsch zugezogenen Künstlern Anton Kolig (1886 – 1950) und Anton Mahringer (1902 – 1974) gewidmet. Der von ihnen gebildete Nötscher Kreis prägte vor allem die Kunst der Zwischenkriegszeit. Das Museum ist im Geburtshaus Wiegeles untergebracht.
