Umfrage
Eine Stunde Gratis-Parken in Klagenfurt gefordert!
Eine Umfrage der Wirtschaftskammer Kärnten belegt, dass sich die Erhöhung der Parkgebühren negativ auf das Geschäft der Innenstadt-Betriebe auswirkt.
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Vor wenigen Wochen hob die Stadt Klagenfurt die Parkgebühren von 50 auf 90 Cent pro halber Stunde deutlich an. Eine von der Wirtschaftskammer Kärnten durchgeführte Umfrage belegt nun, dass dies zu Lasten der Unternehmen geht. „Wir haben die Innenstadt-Kaufleute zur Parksituation befragt. Die Ergebnisse senden deutliche Alarmsignale“, betont Franz Ahm, Obmann der Wirtschaftskammer-Bezirksstelle in Klagenfurt.
Unmut über erhöhte Gebühren
Knapp 80 Prozent der Unternehmer bewerten die Parksituation in der Klagenfurter Innenstadt für ihre Kunden als „weniger“ oder „überhaupt nicht gut“. Noch deutlicher kommt der Unmut bei der Frage zur Gebührenerhöhung zum Ausdruck: 88 Prozent finden die Erhöhung von 50 auf 90 Cent „eher nicht“ oder „sicher nicht angemessen“. „Wir wollten nicht nur ein Stimmungsbild zeichnen, sondern auch konkret wissen, ob die Betriebe Auswirkungen auf ihr Geschäft bemerken“, erklärt Ahm. 61 Prozent gaben an, dass sie wegen der erhöhten Parkgebühren bereits mit Umsatzeinbußen zu kämpfen haben. Von diesen 61 Prozent schätzen 44 Prozent, dass die Einbußen über 15 Prozent liegen. „Das ist eine dramatische Zahl! Es kann nicht sein, dass man auf dem Rücken der Unternehmen versucht, Budgetlöcher zu stopfen“, ärgert sich Ahm.
Persönliche Erfahrungen
In der Umfrage wurde auch nach persönlichen Erfahrungen mit der Parksituation gefragt. „Fast die Hälfte der Befragten hat einen Kommentar hinterlassen. Diese reichen von der Forderung der Gratis-Stunde über negative Rückmeldungen von Kunden bis hin zu Vorschlägen zur Attraktivierung“, berichtet Ahm. Gemeinsam mit Cornelia Hübner, Sprecherin der Innenstadt-Kaufleute, möchte Franz Ahm nun den politischen Entscheidungsträgern die Rückmeldungen der Betriebe präsentieren und auf die Dringlichkeit der Thematik hinweisen.
Erinnerung an Wahlkampf-Versprechen
Um die Auswirkungen der erhöhten Parkgebühren abzufedern, fordern Ahm und Hübner, das 30-minütige kostenlose Parken auf 60 Minuten anzuheben. „Das war übrigens ein Versprechen des Bürgermeisters im Wahlkampf“, erinnern die beiden. Der Vorschlag: Die Gratis-Stunde soll über den Parkautomaten oder über die Handy-App abgerechnet werden. Wer nur eine Stunde parken möchte, bekommt das Geld wieder ausgeworfen oder es wird nichts abgebucht. Bei längeren Parkzeiten wird die Gratis-Stunde automatisch eingerechnet und verringert so die Parkgebühren. „Wir sollten es Kunden, die auch aus anderen Bezirken oder anderen Ländern kommen, so einfach wie möglich machen und uns von der Parkuhr-Lösung trennen“, fordern Ahm und Hübner.
- Cornelia Hübner, Sprecherin der Innenstadt-Kaufleute, und Franz Ahm, Obmann der Wirtschaftskammer-Bezirksstelle in Klagenfurt, mit den Ergebnissen der Umfrage
- In Klagenfurt verdoppeln sich ab 1. September die Parkgebühren in Kurzparkzonen und Parkstraßen
- Cornelia Hübner und Franz Ahm
- Cornelia Hübner, Sprecherin der Innenstadt-Kaufleute, und Franz Ahm, Obmann der Wirtschaftskammer-Bezirksstelle in Klagenfurt, fordern eine Stunde kostenloses Parken.

