Land Kärnten
Ein Medienzentrum für den Blackout-Fall
Das Land Kärnten stellte diese Woche das Medienzentrum für den Blackout-Fall vor. Es befindet sich auf dem Gelände des Landesfeuerwehrverbands in Klagenfurt.
© LPD Kärnten/Helge Bauer
Sollte ein Blackout, ein großflächiger und längerfristiger Stromausfall, eintreten, wird auch die Kommunikation massiv eingeschränkt. Diese ist in einer Krisensituation jedoch umso wichtiger, insbesondere zur Information der Bevölkerung. Im Ernstfall fährt das Land Kärnten in Auftrag von Landesrat und Katastrophenschutz-Referenten Daniel Fellner daher ein notstromversorgtes Medienzentrum auf dem Gelände des Landesfeuerwehrverbands in der Rosenegger Straße 20 in Klagenfurt hoch.
Notstrom und Internet
„Gerade im Blackout-Fall sind einfache Lösungen und kurze Wege wichtig. Um die Medien bestmöglich und regelmäßig zu informieren, wollen wir das Medienzentrum in der Nähe des ebenfalls am Gelände tagenden Landeskrisenstabs einrichten“, sagte Markus Hudobnik, Katastrophenschutz-Beauftragter des Landes Kärnten, bei der Präsentation des Medienzentrums. „Es soll neben der Notstromversorgung auch, soweit es im Blackout-Fall möglich ist, über eine Internetverbindung verfügen“, ergänzte Gerd Kurath, Leiter des Landespressediensts. Neben einem Raum für die redaktionellen Tätigkeiten ist noch ein zweiter für Pressekonferenzen und Interview-Möglichkeiten geplant. Zudem sollen den Journalisten im Fall des Falles Verpflegung und Sanitäreinrichtungen zur Verfügung stehen.
Leuchttürme als Anlaufstellen
Sollte tatsächlich ein Blackout eintreten, geht eine schon vorformulierte Erstinformation automatisch über die Landesalarm- und Warnzentrale (LAWZ) an wesentliche Stellen und Personen sowie an die Medien. Diese wird auch über den ORF im Rahmen des gesetzlichen Auftrags verbreitet. Die Bevölkerung wird außerdem per Zivilschutzwarnung auf die Situation aufmerksam gemacht. Sofort treten die Krisenstäbe unaufgefordert zusammen und über die Stabsfunktion 5 (S 5) beginnt die Medienarbeit. In den Gemeinden werden die Rüsthäuser besetzt und die sogenannten Leuchttürme als Anlaufstellen für Notfälle in Betrieb genommen. Die Kommunikation ist jedenfalls über den analogen Feuerwehrfunk gewährleistet.

