Für die Abschlussarbeit
Isabella Gitschthaler gewinnt Förderpreis
Der Bernhard-Glawogger-Förderpreis 2021 geht heuer ans Krankenhaus der Barmherzigen Brüder. Isabella Gitschthaler (29) aus Villach gewinnt den Preis für ihre wissenschaftliche Erkenntnisse an der onkologischen Abteilung im St. Veiter Ordenskrankenhaus.
© Barmherzige Brüder
Bereits zum 16. Mal schrieb die Pflegefachgesellschaft AHOP (Arbeitsgemeinschaft hämatologischer und onkologischer Pflegepersonen in Österreich) den Bernhard-Glawogger- Förderpreis aus. Der Preis würdigt herausragende und innovative Projekte, Arbeiten oder Initiativen im Bereich der hämatologischen und onkologischen Pflege.
Fachjury überzeugt
Heuer darf sich eine Mitarbeiterin des Krankenhauses der Bamherzigen Brüder in St. Veit über diese Auszeichnung freuen: Die diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin Isabella Gitschthaler gewinnt den Förderpreis in der Kategorie „Abschlussarbeiten“. Die wissenschaftliche Arbeit verfasste die nunmehrige stellvertretende Pflegedienstleiterin im Rahmen ihrer Zusatzausbildung zur „Akademischen Expertin für Cancer Nurse“. Der Titel ihrer Arbeit, der die Fachjury überzeugte, lautet „Implementierung von onkologischen Pflegekonsilien an der Onkologie der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan“.
Was ist ein onkologisches Pflegekonsil?
Inhaltlich widmete sich die studierte Pflegewissenschaftlerin folgenden Fragestellungen: Was ist ein onkologisches Pflegekonsil? Welche Effekte haben Pflegekonsile auf Patienten und wie können Pflegekonsile im Krankenhaus implementiert werden? Für die Betreuung und Pflege der an Krebs erkrankten Patienten stehen im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in St. Veit speziell geschulte Fachpflegekräfte zur Verfügung. Diese haben zusätzlich zu ihrer Gesundheits- und Krankenpflege-Ausbildung Weiterbildungen absolviert.
Karriere im Krankenhaus
Die Ausbildung zur „Cancer Nurse“ stand für die die 29-jährige Villacherin Gitschthaler in Innsbruck auf dem Programm. Zuvor schloss die Förderpreis-Gewinnerin das Bachelorstudium Pflegewissenschaft sowie das Masterstudium Pflegewissenschaft mit Schwerpunkt Pflegemanagement ab. Seit 2017 ist die diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin im Krankenhaus in St. Veit beschäftigt, seit 2020 als Stellvertreterin der Pflegedirektorin und als Ausbildungsverantwortliche im Bereich der Pflege.
Kontinuierliche pflegerische Begleitung
Die Onkologie liegt Gitschthaler besonders am Herzen. Patienten erhalten im Rahmen ihrer Behandlung ein onkologisches Pflegekonsil. In einem Beratungsgespräch werden die aktuelle Situation sowie eventuelle Probleme thematisiert und die Betroffenen individuell in der weiteren Therapie und Versorgung aus pflegerischer Sicht unterstützt. „Hier geht es um Fragen wie den Umgang mit Chemotherapie, den Nebenwirkungen wie Erbrechen, Übelkeit, Erschöpfung und Schleimhaut-Veränderungen“, zählt Gitschthaler auf. Die Behandlung onkologischer Erkrankungen ist sehr komplex und kann auch mit schwierigen Begleiterscheinungen verbunden sein. „Deshalb ist eine kontinuierliche pflegerische Begleitung von großer Bedeutung“, betont Gitschthaler.

Wissenschaftliche Forschung umgesetzt
Besonders zum Zeitpunkt der Diagnosemitteilung erhalten die Patienten eine Vielzahl an Informationen. „Aufgrund dessen findet das onkologische Pflegekonsil immer zu Beginn der Therapie statt. Doch auch im weiteren Verlauf der Behandlung haben die Erkrankten jederzeit die Möglichkeit, ein onkologisches Pflegekonsil zu erhalten“, erklärt Gitschthaler. Ihre wissenschaftliche Forschung zum onkologischen Pflegekonsil wurde am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in St. Veit erfolgreich in die Praxis umgesetzt. „Es freut mich, dass meine wissenschaftliche Arbeit nun das Grundgerüst für die onkologischen Pflegekonsile an unserem Krankenhaus ist“, berichtet die Autorin stolz.