Ukraine-Hilfe
BORG-Schüler bastelten für friedvolle Zukunft
Schüler des BORG Klagenfurt fertigten und verkauften Schlüsselanhänger: 13.700 Euro kamen so für die Ukraine-Hilfe der Caritas Kärnten zusammen.
© Caritas/Johannes Leitner
„Wir spürten nach Kriegsausbruch in der Ukraine in unserer Schule eine große Verunsicherung, ja fast Ängstlichkeit. Aber rasch machte die Ohnmacht, dem ausgesetzt zu sein, dem Gedanken des Helfens Platz. Denn das Leid der Menschen berührt unsere Herzen sehr“, sagt Thomas Sablatnig, Religionslehrer am BORG Klagenfurt. Er organisierte, kräftig unterstützt von Direktor Michael Seher und Kunsterzieherin Elisabeth Philipp, mit einem kleinen, engagierten Team eine große Hilfsaktion zugunsten der Ukraine-Hilfe der Caritas Kärnten. Ganz nach dem Motto: Gemeinsam bauen wir Stein für Stein an der friedlichen Zukunft für die Ukraine.
Schlüsselanhänger für den Frieden
Schüler fertigten im Unterricht Schlüsselanhänger mit Friedenssymbolen in Form von kleinen Bausteinen, die im Spendenbüro im Foyer der Schule in den Pausen zu erwerben waren. Die Produktionskosten übernahm das Unternehmen Gesa Transporttechnik. Die Schüler selbst spendeten von ihrem Taschengeld fünf Euro und spannten mit dem Verkauf der Schlüsselanhänger an Eltern, Verwandte, Bekannte und Freunde ein wirksames Netz der Nächstenliebe. Ingesamt kamen 13.700 Euro zusammen. Denn: Neben dem Lehrerkollegium des BORG unterstützten auch Schüler des Verbundmodells Praxismittelschule/BRG und Studierende der Bundes-Bildungsanstalt und des Kollegs für Elementarpädagogik sowie das Flairhotel am Wörthersee die Spendenaktion.
Jeder Anhänger hilft
Bei der heutigen Spendenübergabe dankte Caritas-Direktor Ernst Sandriesser den Schülern und Lehrern sowie allen Unterstützern für das starke Zeichen der Solidarität, für ihren Einsatz gegen den Krieg und für ein Leben in Frieden. „Wenn viele einen Beitrag leisten, entsteht Großes. Jeder Anhänger, der von den Schülern hergestellt wurde, hilft Menschen in und aus der Ukraine“, betonte Sandriesser. Von den aktuell 2.000 Ukrainern in Kärnten ist der größte Teil privat untergebracht, darunter überwiegend Frauen, kleine Kinder und ältere Menschen. „Diese versorgen wir dank der Spende der Schüler mit Kleidung, Lebensmitteln, Babyartikeln, Spielsachen und Schulsachen. Das Motto der Caritas und das Motto des BORG Klagenfurt passen perfekt zusammen: Not sehen und handeln. Und: Wer will, der kann“, erläuterte Sandriesser.
Schüler melden sich zu Wort
Maximilian Wachernig, Mitglied des Projekt-Teams und Schüler der 5B-Klasse, freut sich über die Erfahrung, wie viel im Teamwork zu erreichen ist: „Nur durch die Mithilfe unserer Schüler konnten wir diesen erstaunlichen Spendenbeitrag erreichen. Dafür möchte ich mich bei allen bedanken.“ Und Petra Pirker, ebenso Projekt-Teammitglied und Schülerin der 6A-Klasse, entdeckte, dass „kleine Gesten sehr viel wert sind“ und wünscht sich von Herzen, „dass der Krieg in der Ukraine ein Ende nimmt“.
