Zweinitz

Abge­sagt, lei­der kein Kugel­schla­gen im Gurk­tal!

Im Zweinitz wird eigentlich der österliche Brauch des Kugelschlagens gepflegt. Organisator Roland Köstenberger erzählt im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“, weshalb es heuer am Ostersonntag leider wieder kein Kugelschlagen gibt.

Abge­sagt, lei­der kein Kugel­schla­gen im Gurk­tal! Roland Köstenberger, Vizebürgermeister Gerhard Aicher, Bürgermeister Franz Sabitzer und Unternehmer Josef Horn (von links)

© Kugelschlagerverein

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Das Kugel­schla­gen in Zwe­i­nitz im Gurk­tal ist ein uralter Brauch, der aus der Kel­ten-Zeit stam­men dür­fe und eigent­lich am Oster­sonn­tag statt­fin­det. Aber: Auch heu­er gibt es lei­der kein Kugel­schla­gen. „Wir vom Kugel­schla­ger­ver­ein sehen uns außer­stan­de, die Brauch­tums­ver­an­stal­tung durch­zu­füh­ren. Wir sind nicht in der Lage, ein von der Behör­de gefor­der­tes und der­ma­ßen umfang­rei­ches Coro­na-Prä­ven­ti­ons­kon­zept vor­zu­le­gen und durch­zu­füh­ren. Als Obmann wäre ich für alles haft­bar. Das ist mir zu gefähr­lich“, erklärt Roland Kös­ten­ber­ger im Gespräch mit „KLiCK Kärn­ten“. Soll­ten pri­va­te Per­so­nen den­noch die Kugel schla­gen, hat das natür­lich nichts mit dem Ver­ein zu tun.

Das Kugel­schla­gen

Über den Ursprung der Brauch­tums­ver­an­stal­tung exis­tie­ren kei­ne genau­en Auf­zeich­nun­gen. „Auf jeden Fall ist der öster­li­che Brauch schon eini­ge Jahr­hun­der­te alt. 1994 wur­de der Kugel­schla­ger­ver­ein Zwe­i­nitz gegrün­det. Der­zeit haben wir 250 Mit­glie­der, 120 davon sind akti­ve Kugel­schla­ger“, ver­rät Kös­ten­ber­ger.

Der Schlä­ger

Das vier­kan­ti­ge Sport­ge­rät (Schlä­ger) wird Kolm genannt und aus einem Stück Hart­holz geschnit­ten. „Im Kolm wird ein Stiel, der aus einem klei­nen, lang­sam gewach­se­nen Fich­ten­bäum­chen geschnitzt wird, mon­tiert. Aus einem Wur­zel­stück drech­seln die Hob­by­bast­ler die Spiel­ku­gel in einer Grö­ße zwi­schen drei und fünf Zen­ti­me­tern. Beim Wett­kampf tre­ten zwei Grup­pen zu je zwei Per­so­nen gegen­ein­an­der an. Dabei wer­den Mulle ver­ge­ben. Ein Mulle geht an den­je­ni­gen, der die Kugel nicht so weit wie sein Geg­ner geschla­gen hat – oder die Kugel ver­lässt das vor­ge­ge­be­ne Spiel­feld“, erklärt Kös­ten­ber­ger. Das Gelän­de erstreckt sich über Wie­sen und Wege. Lei­der heißt es nun wie­der war­ten, bis die Holz­ku­gel hof­fent­lich im Jahr 2023 wie­der abge­schla­gen wer­den kann.

 

Wis­sens­wert

Kugel­schla­ger­ver­ein Zwe­i­nitz

  • Obmann: Roland Kös­ten­ber­ger
  • Obmann-Stell­ver­tre­ter: Ger­hard Aicher
  • Kas­sier: Alex­an­der Höf­fe­rer
  • Kas­sier-Stell­ver­tre­ter: Alex­an­der Krass­nit­zer
  • Schrift­füh­rer: Andre­as Krall
  • Schrift­füh­rer-Stell­ver­tre­ter: Manu­el Wis­si­ak
  • Kas­sen­prü­fer: Chris­ti­an Bin­ter und Tobi­as Schit­ten­kopf
04.04.2022 19:21
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Abge­sagt, lei­der kein Kugel­schla­gen im Gurk­tal! Roland Köstenberger, Vizebürgermeister Gerhard Aicher, Bürgermeister Franz Sabitzer und Unternehmer Josef Horn (von links)

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