„Volte“ Stubinger
Ein „Urviech“ wird 70!
Er ist der Inbegriff humorvoller Volksmusik: Valentin „Volte“ Stubinger. Im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“ erzählt der Vollblutmusiker aus seinem Leben.
Seit Jahrzehnten, genauer gesagt seit dem Jahr 1969, unterhält der ehemalige Gast- und Landwirt Valentin „Volte“ Stubinger aus Buggl in Bach in der Gemeinde St. Urban das Publikum in Österreich, Deutschland und Holland. „Ich hatte auch Fernsehauftritte in der ehemaligen DDR. Der spannendste Auftritt war aber bei der Eröffnung der Skihalle in Dubai“, erzählt Stubinger im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“.
Die Familie
Stubinger kam am 9. April 1952 als eines von acht Kindern auf dem Bauernhof seiner Eltern zur Welt. Sein Vorname Valentin hat in der Familie Stubinger Tradition. „Die Voltes gibt es auf unserem Hof schon seit fünf Generationen. Der Jüngste davon ist mein sechsjähriger Enkel Valentin. Alle waren und sind Musiker und haben entweder mit dem Tenorhorn oder mit der Trompete begonnen. Wir sind eine Musikerfamilie“, betont „Volte“. Die Hausmusik und die Bauernkapelle Buggl gehen auf das Jahr 1908 zurück. Auch Bruder Engelbert „Bert“ Stubinger ist ein Vollblutmusiker und Chef einiger Musikgruppen wie den „Karawanken“, den „Party Adeligen“ und der Band „Die Tiger“.
Hoferbe Valentin junior steht mit seiner Formation „Die Malzbratla“ auf den Bühnen. Die Schwestern Erna, Gisela, Anneliese, Marianne, Luise und Erika spielen kein Instrument. Seit dem Jahr 1970 führen die Stubingers ihre Jausenstation auf 1.096 Metern Seehöhe, seit 1986 ist der Betrieb ein Gasthaus.
Der Beginn
Der talentierte Sänger und Musiker begann seine Laufbahn 1969 mit den „St. Ulricher Buam“. Später kamen die „Original Fidelen Glantaler“, das „Kärntner Quintett“, „Die Turracher Buam mit Volte“, das „Turracher Lachkur-Ohrkessda“, „Volte und die Turracher“, „Volte und die Weltpartie“, das „Rosen Quintett“ sowie das „Skilehrer-Trio“ mit Heinz Berger und Walter Regenfelder hinzu. „Mit Heinz musiziere ich bereits 40 Jahre zusammen. Heuer feiern wir auch 40 Jahre Dämmerschoppen bei der Jausenstation Stubinger“, berichtet „Volte“, der von Landeshauptmann Peter Kaiser 2017 mit dem Ehrenzeichen des Landes Kärnten ausgezeichnet wurde. Mit den ehemaligen Musikerkollegen vom „Kärntner Quintett“ (Gerd Robatsch, Albert Jöbstl, Franz Neubauer und Manfred Rader) spielt Stubinger nun in seiner Freizeit den Oberkrainer-Sound. „Das machen wir nur für uns, um an alte Zeiten anzuknüpfen“, verrät das „Urviech“.
Der Hof
Bauernhof und Gasthaus übergab der Musiker längst an seinen Nachfolger Valentin junior und dessen Gattin Victoria. „Ich bin sehr glücklich, dass sie so gut mit uns harmonieren und die Betriebe gut führen. Mit Mathilda, Valentin und Cäcilia haben sie uns drei Enkelkinder geschenkt“, freut sich der Jubilar. „Volte“ selbst ist seit 40 Jahren mit seiner Frau Maria verheiratet. „Insgesamt sind wir 50 Jahre beisammen. Ohne meine Maria wäre es für mich nicht möglich gewesen, meine Musikleidenschaft auszuleben“, streut Stubinger seiner Gattin Blumen.
Autor und Komponist
„Volte“ steht nicht nur auf Bühne, er schrieb auch einige Lieder. Zu den bekanntesten Titeln gehören „Wir kommen aus dem Glantal“ und „Beim Kreuz dort oben auf dem Berg“.
- Valentin „Volte“ Stubinger mit seiner Gattin Maria
- Erinnerungsfoto: Mutter Aloisia Stubinger inmitten ihrer acht Kinder, Enkelsohn Valentin junior und dem damaligen Landeshauptmann Gerhard Dörfler
- Das „Skilehrer-Trio“: „Volte“ mit Heinz Berger und Walter Regenfelder (von links)
- „Volte“ auf der Bühne, wie er leibt und lebt.
