Partyband „Meilenstein“

„Heli“ schil­dert das Leid einer Bran­che

Trotz der von der Bundesregierung präsentierten Öffnungspläne ab 19. Mai bleibt Veranstaltern und Künstlern die Ungewissheit. „Wann dürfen wir endlich wieder loslegen?“, fragt sich auch „Meilenstein“-Bandleader Helmut „Heli“ Brunner. Der Griffner im emotionalen und ehrlichen Gespräch mit „KLiCK Kärnten“.

Meilenstein Helmut Brunner, kurz und bündig „Heli“ genannt, gründete im Jahr 2002 die Partyschlagerband „Meilenstein“.

© Meilenstein

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„Sol­len wir über­haupt noch wei­ter­ma­chen?“ Hel­mut „Heli“ Brun­ner aus Grif­fen, Sän­ger und Kopf der Band „Mei­len­stein“, gesteht im Gespräch mit „KLiCK Kärn­ten“, dass ihm die­ser Gedan­ke bereits durch den Kopf gegan­gen ist. Die Ant­wort fällt emo­tio­nal und ehr­lich aus: „Ich möch­te das, was ich ger­ne mache, end­lich wie­der machen dür­fen.“ Ein Satz, der für eine gesam­te Bran­che, die Unter­hal­tungs­bran­che, steht.

Pla­gen­de Unge­wiss­heit

Die Pan­de­mie legt die­se Bran­che kom­plett lahm. Dar­an änder­ten auch die am ver­gan­ge­nen Frei­tag von der Bun­des­re­gie­rung prä­sen­tier­ten Öff­nungs­plä­ne ab 19. Mai nichts. Ver­an­stal­ter und Künst­ler blei­ben unge­wiss zurück. „Wir wis­sen nicht, wann wir wie­der los­le­gen dür­fen – und unter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen“, bedau­ert Brun­ner.

Wer trägt die Zusatz­kos­ten?

Selbst wenn Ver­an­stal­ter annä­hernd in ihren All­tag zurück­keh­ren dür­fen, gibt es vie­le offe­ne Fra­gen – und Befürch­tun­gen. Brun­ner: „Wel­cher Ver­an­stal­ter wird sich im Som­mer stren­ge Auf­la­gen und Ver­ord­nun­gen antun?“ Als Bei­spiel nennt er das „Rein­tes­ten“. Wei­te­re Fra­gen, die unbe­ant­wor­tet sind: „Wer wird das kon­trol­lie­ren? Wer trägt dafür die Kos­ten?“

„Das ist mein Herz­blut!“

Es ist schwer in Zei­ten wie die­sen, opti­mis­tisch zu blei­ben. Am Bei­spiel von „Meilenstein“-Bandleader Brun­ner sind die Aus­wir­kun­gen der Pan­de­mie schnell zusam­men­ge­fasst: „Ich hat­te ein funk­tio­nie­ren­des Unter­neh­men. Jetzt bin ich qua­si arbeits­los – ohne Bezü­ge! Ich lebe von mei­nen Rück­la­gen.“ Aber auch das will Brun­ner nicht über­be­wer­ten, denn: „Ich möch­te eben nur das machen dür­fen, was ich ger­ne mache.“ Näm­lich mit sei­ner Band „Mei­len­stein“ musi­ka­lisch gute Lau­ne ver­brei­ten und für gute Stim­mung bei den Besu­chern sor­gen. Brun­ner: „Das ist mein Herz­blut!“

War­ten auf grü­nes Licht

Und dann kommt doch so etwas wie Opti­mis­mus auf. „Wir haben so vie­le treue Ver­an­stal­ter, bei denen wir bereits seit Jah­ren auf­tre­ten. Die sind imstan­de, eine Ver­an­stal­tung inner­halb kür­zes­ter Zeit zu orga­ni­sie­ren“, sagt Brun­ner. Hoff­nungs­vol­ler Nach­satz: „Sobald es grü­nes Licht gibt, wer­den wir wie­der auf Tour sein!“ Ein­zig: Die Bran­che braucht Gewiss­heit …

 

Zur Per­son

Hel­mut Brun­ner, kurz und bün­dig „Heli“ genannt, grün­de­te im Jahr 2002 die Par­ty­schla­ger­band „Mei­len­stein“. Der end­gül­ti­ge Durch­bruch gelang 2008 mit dem Hit „Chris­tin“. Brun­ner lebt mit Gat­tin Andrea sowie den Söh­nen Niklas (19) und Noah (12) in Grif­fen.

27.04.2021 05:58
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Meilenstein Helmut Brunner, kurz und bündig „Heli“ genannt, gründete im Jahr 2002 die Partyschlagerband „Meilenstein“.

© Meilenstein