Stephan Heiner

Der Mann am Kon­tra­bass

Vor rund zehn Jahren übersiedelte Stephan Heiner (32) von Steindorf nach Wien, um musikalisch durchzustarten. Wie es ihm dabei geht, erzählt er im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“.

Der Mann am Kon­tra­bass Stephan Heiner mit seinem Lieblingsinstrument, dem Kontrabass

© Gorgy Walid

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Ste­phan Hei­ner kam im Jahr 1989 in Wien zur Welt. „Schon nach kur­zer Zeit ist mei­ne Fami­lie nach Stein­dorf am Ossia­cher See gezo­gen, wo ich eine herr­li­che Kind­heit erle­ben durf­te“, erin­nert sich der Musi­ker. Er war von klein auf musik­in­ter­es­siert. Der ers­te Ver­such, mit zwölf Jah­ren das Gitar­ren­spiel zu erler­nen, ende­te (noch) in einem Fias­ko: „Der Ver­such wur­de durch eine ‚net­te‘ Gitar­ren-Leh­re­rin zunich­te­ge­macht, die gegen­über mei­ner Eltern gemeint hat: Der Bua hat anfoch ka Talent, las­sen sie es sein, das kost’ nur Geld! Das war für mich ein Schock.“

„Die Mül­lio­nä­re“

Damit ver­ging Hei­ner (vor­erst) die Lust auf Musik. Erst im 15. Lebens­jahr wur­de sie von drei Herr­schaf­ten wie­der geweckt. „Die Kärnt­ner Kult­band ‚Die Mül­lio­nä­re‘ hat in der Nach­bar­schaft geprobt und mich unter ihre Fit­ti­che genom­men. Ich war fort­an der ‚Müll­bersch‘. Ich war bei jedem Gig mit vol­ler Begeis­te­rung dabei und woll­te natür­lich auch gei­gen“, erzählt Hei­ner von den Anfän­gen.

„Exit“ die ers­te eige­ne Band

Im Jahr 2005 grün­de­te der Stein­dor­fer dann mit „Exit“ sei­ne eige­ne Band. „Damals waren wir die drei glor­rei­chen Vier, weil es zu viert los­ge­gan­gen ist. Sehr schnell haben wir uns aber in ein Trio ver­wan­delt. Wir waren viel unter­wegs, ein­mal hat es uns sogar nach Nor­we­gen ver­schla­gen. Für drei jun­ge Bur­schen vom See waren das tol­le Erfah­run­gen“, blickt Hei­ner ger­ne auf den Start in die Musik­sze­ne zurück.

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Der Stein­dor­fer Ste­phan Hei­ner macht in Wien Kar­rie­re.
© Gor­gy Walid

Kon­tra­bass als Mar­ken­zei­chen

Der talen­tier­te Musi­ker wirk­te bald bei meh­re­ren Bands als Bas­sist und Sän­ger mit: „Deni­se Voci & Band“ (aus der spä­ter „Strike“ wur­de), „Under Acou­stic“, „John Ten­nes­ee & the Bour­bon Brot­hers“, „VF West“, „Under­dog“ oder „Dan­ny & the bad Rats“, um nur eini­ge zu nen­nen. Sein Mar­ken­zei­chen war rasch der Kon­tra­bass. Übri­gens, Hei­ner brach­te sich alle Instru­men­te selbst bei, ganz ohne Musik­leh­rer.

Auf nach Wien

2013 ver­schlug es Hei­ner wie­der in sei­ne Geburts­stadt Wien. „In Wien kann man öfter auf­tre­ten und spie­len, das gan­ze Jahr über und nicht nur in der Sai­son. Die meis­ten guten Musi­ker leben und arbei­ten in der Bun­des­haupt­stadt. Hier lebe ich haupt­be­ruf­lich als Musi­ker mit mei­ner Lebens­ge­fähr­tin Cor­ne­lia“, berich­tet der Musi­ker. Der­zeit ist Hei­ner am Kon­tra­bass in der Band von und mit Andy Lee Lang auf Tour. „Auch beim zwei­ten Album von Sei­ler & Speer durf­te ich im Chor mit­sin­gen und war mit ihnen als Tour-Sup­port quer durch Öster­reich und Deutsch­land unter­wegs“, ver­rät Hei­ner vol­ler Stolz.

Eige­nes Album

Der­zeit arbei­tet er an einem neu­en Album, des­sen Titel noch nicht fest­steht. „Es wer­den alles eige­ne Songs in öster­rei­chi­scher Mund­art sein“, sagt Hei­ner. Sämt­li­che Titel stam­men aus sei­ner Feder. Im Vor­jahr pro­du­zier­te der Stein­dor­fer auch ein Album für die Vil­la­cher Band „Super­glue­art“.

Die Lie­be zur Hei­mat

Sei­ne Kärnt­ner Hei­mat, in der er über 20 Jah­re leb­te, ver­gisst er nie. Hei­ner spielt unver­än­dert in der Kärnt­ner For­ma­ti­on „Strike“, bekannt für ihre schla­ger­freie Zone, an der Sei­te von Mar­kus Wut­te und Georg Ross­mann. „Außer­dem bin ich auch als Solist unter­wegs. Im Som­mer habe ich eini­ge Ter­mi­ne in Kärn­ten, etwa bei der Bike-Week und ande­ren Gele­gen­hei­ten“, schil­dert Hei­ner. In Wien kann man den Musi­ker auch oft mit sei­nem Duo-Part­ner „Börns Fun­ky Fin­gers“ ali­as Bern­hard Fell­ner sehen und hören.

16.04.2022 18:50 - Update am: 17.04.2022 11:58
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Der Mann am Kon­tra­bass Stephan Heiner mit seinem Lieblingsinstrument, dem Kontrabass

© Gorgy Walid