Pilotprojekt
„Bewegung ist KLASSE“ in Klagenfurt
In sieben Volksschulen startete die neue Bewegungsinitiative „Bewegung ist KLASSE“. Dabei wird, unabhängig von den Turnstunden, täglich Bewegung in den Unterricht eingebaut.
© StadtKommunikation/Glinik
Kinder bewegen sich immer weniger und weisen bereits früh gesundheitliche Probleme wegen mangelnder Bewegung auf. Die Auswirkungen der Pandemie verschärften die Situation zusätzlich. In Klagenfurt wirkt seit Februar das Pilotprojekt „Bewegung ist KLASSE“ dieser Entwicklung entgegen. Das Projekt ist eine Initiative von Tatjana Kampus (Präventionsstelle der Stadt Klagenfurt) und Hannes Wolf (Fachinspektor für Bewegung und Sport in der Bildungsdirektion Kärnten).
Spaß an Bewegung
Derzeit nehmen sieben Volksschulklassen, davon vier direkt aus Klagenfurt, daran teil. „Als Gesundheits- und Sportreferent liegt mir die Gesundheit unserer Kinder natürlich am Herzen. Lehrer und Schüler haben gemeinsam Spaß an der Bewegung, bleiben so fit und gesund“, betont Stadtrat Franz Petritz. Die Übungen passen perfekt in den Schulalltag. „Sie lassen sich überall durchführen, egal ob im Klassenzimmer, in der Aula oder im Schulhof“, erklärt Initiator Wolf. „Es braucht dazu ‚nur‘ engagierte Lehrer, passende Schuhe und Kleidung, ein paar Springseile, Jonglierbälle und Reifen“, ergänzt Initiatorin Tatjana Kampus.
Der tägliche Kilometer
Im Fokus des Projekts steht der tägliche Kilometer: Jeden Tag wird einen Kilometer gegangen, spaziert oder gelaufen, kombiniert mit Übungen. „Bewegungsmangel bei Kindern ist ein langjähriges Problem. Eine Untersuchung vor der Corona-Pandemie und nach dem ersten Lockdown hat gezeigt, dass jedes vierte Volksschulkind erste gesundheitliche Schäden durch zu wenig Bewegung aufweist. Die Studie wurde im Raum Klagenfurt an zwölf Volksschulen durchgeführt“, informiert Birgit Trattler, Leiterin der Abteilung Gesundheit, Jugend und Familie.
Ein besseres Körpergefühlt
Die Volksschule I am Kreuzbergl ist eine jener Schulen, die seit Februar an dem Projekt teilnimmt. „Wir setzen auch auf Nachhaltigkeit. Leider fehlt bei vielen Kindern zu Hause das Bewegungsangebot. Haben die Kinder Spaß daran, erzählen sie ihren Eltern davon und Bewegung und Sport werden wieder mehr gelebt“, berichtet Direktor Martin Dumpelnik. Isabella Penz, Bildungsdirektorin des Landes Kärnten, bekräftigt: „Gelernt wird ja hauptsächlich im Sitzen. Kinder brauchen ein besseres Körpergefühl, das hat auch positive Auswirkungen auf ihre Lernfähigkeit.“


