Wirtschaftskammer
Vier neue Kommerzialräte
Gerhard Oswald, Karl-Heinz Sunitsch, Maximilian Stingl und Heinz Oskar Schwarzl erhielten gestern den Titel „Kommerzialrat“ von Jürgen Mandl, Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten, verliehen.
© WKK/Gert Eggenberger
Seit gestern hat Kärnten vier neue Kommerzialräte. Jürgen Mandl, Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten, durfte vier erfolgreiche Unternehmer ehren und auszeichnen.

Gerhard Oswald
1999 übernahm Gerhard Oswald das Familienunternehmen Oswald GmbH Gebäudetechnik und Anlagenbau in St. Andrä. Er entwickelte die Firma sukzessive vom traditionellen Installationsunternehmen zu einem hoch spezialisierten Fachbetrieb, der an besondere Vorgaben gebundene Installationen in Industriebetrieben und Krankenhäusern durchführt. Dies führte 2004 zur Gründung der OSIT Consulting & Engineering GmbH. Innerhalb kürzester Zeit erarbeitete sich Oswald mit seinem Wissen und der qualitativ hochwertigen Ausführung einen herausragenden Ruf und ist weit über das Lavanttal hinaus tätig. Dies bezieht sich auch auf seine Tätigkeit als Auditor nach dem Energieeffizienzgesetz für Gebäude, Prozesse und Transporte. Die Oswald GmbH mit elf Beschäftigten erzielte 2020 einen Umsatz von 1,2 Millionen Euro.
„Gerhard Oswald zeichnet sich nicht nur durch sein umfangreiches Wissen aus, sondern auch durch seine verbindliche Art, die ihm bei der Interessenvertretung der Unternehmerschaft in seinen Funktionen in der Wirtschaftskammer zugutekommt“, streute ihm Mandl bei der Überreichung des Dekrets Rosen.

Heinz Oskar Schwarzl
Ende der 80er Jahre startete Heinz Oskar Schwarzl mit einer Handelsagentur mit Schwerpunkt Planung und Vermittlung von Industrieanlagen für die Gießerei-Industrie. Die Gründung der Hos Technik Vertriebs- und Produktions GmbH erfolgte 1988 auf Grund einer Kooperation mit der Chemie Linz AG. Diese wollte eine Anlage nicht selbst errichten, sondern in Lohnfertigung betreiben. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit erlangte Schwarzl Kenntnis davon, dass gewisse Nischenprodukte für das Großunternehmen nicht attraktiv waren. So wurden in Zusammenarbeit mit den technischen Universitäten in Wien und Graz sowie der Montanuniversität in Leoben und hochqualifizierten Technikern sukzessiv Produkte entwickelt, die weltweit in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt werden. Die Hos Technik Vertriebs- und Produktions GmbH mit Sitz in St. Stefan beschäftigt 24 Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2020 einen Umsatz von 7,1 Millionen Euro.
„Durch seine innovativen und nachhaltigen Produkte genießt Heinz Oskar Schwarzl nicht nur in Österreich Anerkennung, sondern ist international ein Aushängeschild für besondere Qualität aus Österreich“, sagte Mandl bei der Übergabe der Auszeichnung.

Maximilian Stingl
1969 gründete Maximilian Stingl die Maschinenfabrik Stingl in Guttaring, die seit 1976 als GmbH geführt wird. Der Kernbereich der Maschinenfabrik ist die Produktion von Schnittholz-Sortieranlagen mit automatischer Paketierung. Sie zählt mittlerweile zu den bekanntesten europäischen Produzenten für die Sägeindustrie. Die Maschinenfabrik Stingl GmbH mit elf Beschäftigten erzielte im Jahr 2020 einen Umsatz von vier Millionen Euro. 1976 erfolgte die Gründung der Holzwerke Stingl, die 2001 um ein Leimholzwerk erweitert wurden. Der Exportanteil (hauptsächlich nach Italien, Schweiz und Spanien) lag im Jahr 2005 bereits bei 95 Prozent. 2004 übergab Stingl das Unternehmen an seine drei Kinder. Die letzte Gründung erfolgte 2017 mit der Handelsfirma BG Stingl GmbH. Diese erzielte im Jahr 2020 mit 28 Beschäftigten einen Umsatz von rund 350.000 Euro.
„Neben seiner erfolgreichen und innovativen Unternehmertätigkeit hat Maximilian Stingl vor allem als Mitglied des Fachgruppen-Ausschusses der Sägeindustrie Kärnten wesentliche Akzente für die Kärntner Klein- und Mittelbetriebe gesetzt“, hob Mandl beim Festakt hervor.

Karl-Heinz Sunitsch
Mit der 1991 gegründeten KHS Network Marketing GmbH in Eberstein zählt Karl-Heinz Sunitsch zu den Pionieren des Direktvertriebs in Kärnten. Er zog ein Netzwerk im Multi-Level-Marketing auf. Diese Struktur wurde sukzessive auf ganz Österreich und die angrenzenden Nachbarstaaten ausgedehnt. Das Unternehmen erzielte im Jahr 2020 einen Umsatz von 120.000 Euro. Sunitsch gilt als exzellenter Experte im Bereich des Direktvertriebs, der selbstständige Geschäftspartner in ganz Europa auf ihrem Erfolgsweg betreut. Sein Fachwissen gab er in vielen Seminaren und Schulungsveranstaltungen unter anderem als Referent am WIFI Kärnten und als Dozent und Lehrbeauftragter der Fachhochschule Worms weiter. In der Wirtschaftskammer ist er seit 1990 in verschiedenen Funktionen aktiv, ab 1992 im Ausschuss des Landesgremiums für Direktvertrieb in Kärnten, zu dessen Obmann er 2020 gewählt wurde. Auf seine Initiative wurde 1992 das Bundesgremium Direktvertrieb in der Wirtschaftskammer Österreich geschaffen.
„Karl-Heinz Sunitsch hat die Branche des Direktvertriebs in Österreich aktiv weiterentwickelt und zu der Seriosität dieses Vertriebswegs wesentlich beigetragen“, zollte ihm Mandl Respekt.

