Aufgestellt
Zwei „Bänke gegen Gewalt“ in Viktring
Seit gestern befinden sich in Viktring zwei Parkbänke mit der eindringlichen Botschaft „Hier ist kein Platz für Gewalt an Mädchen und Frauen“.
© StadtKommunikation/Glinik
In der Corona-Pandemie nahmen auch Fälle häuslicher Gewalt zu. Häusliche Gewalt ist noch immer ein Tabuthema, das nahezu unsichtbar ist und dennoch im sozialen Nahraum stattfindet. Im Rahmen des Projekts „StoP! Stadtteile ohne Partnergewalt“ wurde nun eine weitere Aktion ins Leben gerufen, um darauf aufmerksam zu machen. Teilnehmer der Berufsorientierungsmaßnahme „spACe“ gestalteten zu diesem Thema zwei Parkbänke, die nun in Viktring aufgestellt sind. Sie sollen Passanten und die Öffentlichkeit für das Thema „Partnergewalt“ sensibilisieren und dazu anregen, bei Gewalt an Frauen und Kindern nicht wegzusehen, sondern aktiv zu werden.
Gesellschaftliches Problem gemeinsam lösen
Hinter dieser Aktion stehen Stadträtin und Frauenreferentin Corinna Smrecnik sowie das Büro für Frauen, Chancengleichheit und Generationen der Stadt Klagenfurt. „Viel zu viele Mädchen und Frauen leiden auch heutzutage an patriarchalen Strukturen und erfahren immer wieder diverse Formen der Unterdrückung und der Gewalt. Wir müssen diese Strukturen durchbrechen. Gewalt an Frauen ist ein gesellschaftliches Problem, das wir nur gemeinsam lösen können“, betont Smrecnik. Die „Bank gegen Gewalt“ verschafft dem Thema die nötige öffentliche Aufmerksamkeit.
Sichtbar und charmant
Unterstützt wurde die Aktion von der Abteilung Stadtgarten, die für die Pflege und Erhaltung des Parks in Viktring an der Koschatpromenade verantwortlich ist. „Damit setzen wir eine wichtige, sichtbare Maßnahme, weil wir täglich massiv mit diesem Thema konfrontiert sind. Es ist zudem eine charmante Art, um die Öffentlichkeit aufmerksam zu machen“, sagt der zuständige Referent Stadtrat Max Habenicht.
Wissenswert
„StoP: Stadtteile ohne Partnergewalt“: Das Projekt zur Gewaltprävention, eine Kooperation des Frauenreferats der Stadt Klagenfurt mit dem Verein „EqualiZ“, startete im Herbst im Stadtteil Viktring. Das Ziel ist es, Menschen, insbesondere Nachbarn, für Themen wie (häusliche) Gewalt und Partnergewalt zu sensibilisieren sowie Zusammenhalt und Zivilcourage in der Gesellschaft zu stärken. Als Nachbarschaftsprojekt wird darüber aufgeklärt, was jeder tun kann, um Gewalt an Frauen und Kindern, Partnergewalt und Femizide zu verhindern.
© StadtKommunikation/Glinik