Verena Wagner

Kla­gen­fur­te­rin singt am Donau­in­sel­fest

Über 200 Musiker verschiedener Sparten bewarben sich beim „Rock the Island“-Contest. Im Genre „Pop“ gewann Verena Wagner aus Klagenfurt. Der Lohn: Sie tritt am Donauinselfest in Wien auf.

Kla­gen­fur­te­rin singt am Donau­in­sel­fest Die Klagenfurter Musikerin Verena Wagner gewann den „Rock the Island“-Contest im Genre „Pop“.

© Carina Antl

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Für Vere­na Wag­ner aus Kla­gen­furt wird ein Traum wahr: Die „Rock the Island“-Contest Gewin­ne­rin darf am 24. Juni 2022 am Donau­in­sel­fest in Wien die „Hit­ra­dio Ö3“-Festbühne rocken. Die 33-Jäh­ri­ge macht seit ihrer Kind­heit Musik. „Mein Weg danach war sehr bunt und kur­ven­reich, obwohl ich immer gewusst habe, dass ich auf die Büh­ne will und mich auf die­se Art aus­drü­cken muss“, erzählt Wag­ner im Gespräch mit „KLiCK Kärn­ten“. Mit 18 Jah­ren zog sie nach Wien, um dort Publi­zis­tik zu stu­die­ren. Das Stu­di­um schloss sie auch ab.

Als Musi­ke­rin selbst­stän­dig gemacht

Wäh­rend ihrer Stu­di­en­zeit grün­de­te Wag­ner ihre ers­te Band und nahm Schau­spiel­un­ter­richt. Im Jahr 2015 mach­te sie sich als Musi­ke­rin selbst­stän­dig. Wag­ner lebt von der Musik und soge­nann­ten „Kom­merz­jobs“: „So habe ich zum Bei­spiel auf Hoch­zei­ten, in Hotels und Cock­tail­bars wie der berühm­ten ‚Sky Bar‘ in Wien und Fir­men­fei­ern gesun­gen, das Unter­hal­tungs­busi­ness also von der Pike auf gelernt – lear­ning by doing. Das war mir aber nicht genug, ich woll­te mich auch unbe­dingt künst­le­risch aus­drü­cken. Dafür haben mir aber lan­ge der Mut, das Selbst­ver­trau­en und auch die Ant­wort auf die Fra­ge ‚Wie mache ich sowas über­haupt?‘ gefehlt.“

Album „Nir­gend­wo­hin“

Im Alter von 27 Jah­ren schrieb die Künst­le­rin dann ihren ers­ten Song. „Wind­radl“ ist zugleich ihr ers­ter Dia­lekt­song. „Ich habe mir alles selbst bei­gebracht, habe mir jeden klei­nen Schritt sehr hart erar­bei­tet und mana­ge mich bis heu­te selbst. Das heißt, ich mache die gan­ze Pro­mo­ti­on allei­ne und habe auch mein Album ‚Nir­gend­wo­hin‘ auf mei­nem eige­nen Musik­la­bel ‚Mira­mis Records‘ ver­öf­fent­licht und selbst finan­ziert“, ver­rät die Sän­ge­rin. Das Album erschien im Vor­jahr. Wag­ner nahm es gemein­sam mit ihrem Pro­du­zen­ten David Piri­bau­er, der über zwölf Jah­re in Los Ange­les als Musi­ker und Pro­du­zent arbei­te­te, im „Mush­room Stu­dio“ in Pin­ka­feld auf.

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Der Dia­lekt ist ein­fach „pas­siert“

Wag­ners singt im Dia­lekt. Das ist ihr ein­fach pas­siert: „Ich habe gemerkt, dass ich mich im Dia­lekt natür­lich sehr genau aus­drü­cken kann. Und vor allem: Ich hat­te sofort eine Visi­on, wer ich als Dia­lekt­sän­ge­rin sein könn­te. Ich hat­te sofort ein Bild vor Augen und woll­te einen Stil erschaf­fen, der mei­nen Dia­lekt mit inter­na­tio­na­lem und moder­nem Sound ver­bin­det.“ Die Anzahl an Dia­lekt­sän­ge­rin­nen ist in Öster­reich noch immer gering, beson­ders im moder­nen Pop-Bereich. „Ich fin­de die­se Nische sehr span­nend und her­aus­for­dernd. Es hat mich gereizt, was ich hier errei­chen könn­te. Ich schlie­ße aber Eng­lisch als Gesangs­spra­che nicht aus und habe auch zwei eng­li­sche Songs ver­öf­fent­licht“, schil­dert Wag­ner.

Bunt, viel­fäl­tig und leben­dig

Bis jetzt ver­öf­fent­lich­te sie elf Songs. Neun davon sind am Album „Nir­gend­wo­hin“ zu fin­den. „Sko­pe­los“ ist ein eng­li­scher Song, den Wag­ner letz­tes Jahr für ihre Schwes­ter zu deren Hoch­zeit schrieb. „Gehst du mit mir“ ist ein Duett mit der Kla­gen­fur­ter Band „SINN“. „Den Song haben wir erst vor kur­zem her­aus­ge­bracht“, berich­tet Wag­ner. Im Vor­jahr schaff­te sie es mit allen Sin­gle-Ver­öf­fent­li­chun­gen auf Anhieb in die Rota­ti­on der öster­rei­chi­schen Lan­des­stu­di­os. Ihr Song „Heast du mi“ stieg sogar bin in die Top 30 der Aus­tro-Pop-Charts ein und wur­de regel­mä­ßig auf Ö3 gespielt. Bunt, viel­fäl­tig, leben­dig – so las­sen sich der Lebens­weg und auch der Stil ihrer Musik wohl am Bes­ten beschrei­ben.

Die größ­ten Erfol­ge

Wag­ner konn­te schon eini­ge Erfol­ge ver­bu­chen. Mit eini­gen Bei­spie­len blickt sie auf ihre noch jun­ge Kar­rie­re zurück: „Ein Höhe­punkt war sicher, als mei­ne Songs zum ers­ten Mal auf Ö3 gespielt wur­den. Ein wei­te­res High­light war das Video zu mei­nem Bal­kon-Kon­zert, als der ers­te Lock­down aus­ge­ru­fen wur­de. Ich habe mich damals ans Fens­ter­brett gesetzt und mei­nen Song ‚Nir­gend­wo­hin‘, der gera­de zu dem Zeit­punkt erschie­nen war, für mei­ne Nach­barn gesun­gen. Das Video ist auf Face­book viral gegan­gen und ist auf über 140.000 Auf­ru­fe gekom­men.“

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Seit ihrem ers­ten Release mit dem Song „Wind­radl“ ist die Pop- und Rock-Künst­le­rin Vere­na Wag­ner end­gül­tig in der öster­rei­chi­schen Musik­land­schaft ange­kom­men.
© Cari­na Antl

Größ­ter Auf­tritt steht bevor

Als größ­ten bis­he­ri­gen Erfolg sieht sie nun aber den Sieg beim „Rock the Island“-Contest und ihren bevor­ste­hen­den Auf­tritt am Donau­in­sel­fest. Die Besu­cher erwar­tet eine ener­gie­ge­la­de­ne und kraft­vol­le Show mit kom­plet­ter Band­be­set­zung. „Dar­auf freue ich mich extrem, weil mei­ne Songs auch auf eine kom­plet­te Band­be­set­zung aus­ge­rich­tet sind und wir dort schön laut sein dür­fen. Es wird eine coo­le Rock- und Pop-Show“, freut sich Wag­ner bereits auf ihren bis­lang größ­ten Auf­tritt. Ihr größ­ter Traum? „Ein­mal eine aus­ver­kauf­te Tour zu spie­len – in den schöns­ten und größ­ten deutsch­spra­chi­gen Thea­tern.“

Die Song-Ideen

Wann schreibt Wag­ner ihre Songs und greift zur Gitar­re? Woher nimmt sie ihre Ideen? „Dafür gibt es kei­nen Plan. Mei­ne Ideen kom­men in unter­schied­li­chen Situa­tio­nen. Meis­tens schrei­be ich dann kur­ze Wort­fet­zen in mei­ne Noti­zen-App ins Han­dy oder neh­me ein kur­zes Sprach­me­mo auf. Beim Auto­fah­ren fal­len mir zum Bei­spiel immer vie­le Song-Ideen ein. Inspi­ra­ti­on bekom­me ich aus dem täg­li­chen Leben, aus Situa­tio­nen mit Men­schen, aus Gesprä­che und aus mei­ner eige­nen inne­ren Emo­ti­ons­welt“, fasst Wag­ner zusam­men.

„Sei dir dein eige­nes Vor­bild“

Auch Vor­bil­der sind für die Sän­ge­rin wich­tig. Sie setzt es sich zum Ziel, dass sie selbst ihr größ­tes Vor­bild ist. Das ist nicht immer ein­fach: „Vor­bil­der sind wich­tig, wenn sie dich moti­vie­ren und du dadurch wirk­lich in Akti­on kommst. Ich habe aber auch fest­ge­stellt, dass es sehr oft eher in einem Ver­gleich aus­ar­tet – das ist dann hem­mend und blo­ckie­rend. Der Ver­gleich mit ande­ren Künst­lern lähmt dich und lässt dich dann oft dei­ne eige­nen Stär­ken ver­ges­sen“, begrün­det Wag­ner. Des­halb lebt sie nach dem Mot­to: „Sei dir dein eige­nes Vor­bild, dein eige­ner Maß­stab, dann wirst du ers­tens glück­li­cher und zwei­tens auch erfolg­rei­cher!“

 

 

11.05.2022 05:50 - Update am: 11.05.2022 06:11
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Kla­gen­fur­te­rin singt am Donau­in­sel­fest Die Klagenfurter Musikerin Verena Wagner gewann den „Rock the Island“-Contest im Genre „Pop“.

© Carina Antl