Bruder Wolfgang
60. Geburtstag am Muttertag
Am heutigen Muttertag feiert der Feldkirchner Stadtpfarrer Bruder Wolfgang Gracher seinen 60. Geburtstag. Im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“ schildert der Geistliche seinen Werdegang.
Bereits gestern fand die Feier von Stadtpfarrer Bruder Wolfgang Gracher anlässlich seines heutigen 60. Geburtstags mit Angehörigen seiner sechs Pfarrgemeinden im Pfarrhof in Feldkirchen statt. Heute feiert er mit Familie und Angehörigen in seiner Geburtsstadt Friesach. Ursprünglich erlernte Gracher in Villach den Beruf des Kellners. „Ich werde oft gefragt, warum ich mich nach dem Lehrabschluss für den geistlichen Werdegang entschieden habe. Dazu kann ich nur sagen, es war ein langsames Werden“, erzählt Bruder Wolfgang.
Die Matura
Nach der Lehre holte Gracher 1988 in Horn (Niederösterreich) die Matura nach. Noch im gleichen Jahr trat er in den Orden der Salesianer Don Boscos ein. „Ordensgründer Don Bosco hat von 1815 bis 1888 in Turin gelebt und in der Zeit der Industrialisierung jungen Menschen eine Heimatschule geboten. Außerdem hat er den Jugendlichen Heimat, Kirche, Spiele und Schule zugleich vermittelt. Das hat mich angesprochen“, erklärt Bruder Wolfgang.
Das Studium
Von 1989 bis 1997 studierte der gebürtige Friesacher in Deutschland, in Wien und in Israel Sozialpädagogik und Theologie. Nach seiner Priesterweihe 1998 in Wien kam Bruder Wolfgang nach Klagenfurt, wo er bis 2005 als Kaplan, Jugendzentrumsleiter und Religionslehrer in der Pfarre St. Josef-Siebenhügel tätig war. 2007 wirkte der Sozialpädagoge ein Jahr seelsorglich an der Kathedrale in Istanbul (Türkei). Nach einigen Zwischenstationen (siehe unten) wurde Bruder Wolfgang zum Stadtpfarrer Feldkirchens bestellt. „Mit der Bestellung bin ich aus dem Salesianer-Orden zwar ausgetreten, im vergangenen Jahr aber wieder eingetreten. Ich bin einer von 45 Ordensbrüdern in Österreich“, sagt Bruder Wolfgang, ohne Genaueres preiszugeben.
Der Gesang
Die Pfarre Feldkirchen verfügt mit der „Arche“ über ein Jugendzentrum, das Michael Gröndl leitet. „Es gibt auch eine Nachmittagsbetreuung. Wir haben zudem einen Gebetskreis, eine Bibelrunde und ein Foodsharing-Projekt, bei dem kostenlos Lebensmittel an einkommensschwache Menschen ausgegeben werden“, verrät Bruder Wolfgang. In der Pfarre wird viel gesungen. „Wir haben einen Kinder- und Kirchen-Chor, den ‚Arche‘- und ‚Kayama‘-Chor sowie das ‚Nachklang‘-Terzett“, fasst Bruder Wolfgang zusammen. Stolz ist der Geistliche auch auf seine 15 Ministranten unter der Leitung von Otto Hoffmann und Werner Simonitti.
Der Werdegang
- 1962: Geburt in Friesach
- 1988: Matura in Horn (Niederösterreich)
- 1989 bis 1997: Sozialpädagogik- und Theologie-Studium in Deutschland, Wien und Israel
- 1998: Priesterweihe in Wien
- 1998 bis 2005: Kaplan in Klagenfurt, Jugendzentrumsleiter und Religionslehrer in der Pfarre St. Josef-Siebenhügel
- 2000 bis 2005: Geistlicher Assistent der katholischen Frauenbewegung Kärnten
- 2005 bis 2007: Kaplan und Religionslehrer in Oberösterreich
- 2007 bis 2008: Seelsorger an der Kathedrale in Istanbul
- 2008 bis 2015: Provisor von Völkermarkt, St. Georgen am Weinberg, St. Stefan bei Niedertrixen und St. Margarethen ob Töllerberg
- 2013: Dechant-Stellvertreter
- 2014 bis 2015: Dechant des Dekanats Völkermarkt
- 2016: Stadtpfarrer in Feldkirchen
- 2016: Provisor der Pfarren Radweg, St. Ulrich und Tiffen, ab 2020 auch Provisor in St. Gandolf und Friedlach sowie Dechant-Stellvertreter des Dekanats Feldkirchen