Jugend-Rot-Kreuz
Erste Hilfe ist in Kärnten eine Herzenssache
Das Jugend-Rot-Kreuz setzt das Projekt „Herzenssache“ an Kärntner Volksschulen um. Schüler der Volksschule 8 in Klagenfurt zeigten ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse.
© Rotes Kreuz/Eggenberger
In Kärnten widmet sich das Jugend-Rot-Kreuz Kindern bereits im Volksschulalter. In Erste-Hilfe-Schulungen erlernen Volksschüler auch lebensrettende Sofortmaßnahmen. Ein Vorgehen, das laut Peter Ambrozy, Präsident des Roten Kreuzes in Kärnten, österreichweit einzigartig ist. Ambrozy stellte das Projekt „Herzenssache“ anlässlich eines Pressetermins in der Volksschule 8 (Dr.-Karl-Renner-Schule) in Klagenfurt vor. An seiner Seite: Bildungsdirektorin Isabella Penz, Peter Begusch, Landesleiter des Jugend-Rot-Kreuzes Kärnten, und Direktorin Angela Hensel. Dabei demonstrierten 50 Volksschüler, wie gut sie die Erste Hilfe bereits beherrschen.
Bereits über 70 Pädagogen geschult
„Kinder können Leben retten, vorausgesetzt sie sind entsprechend geschult und haben keine Scheu davor, ihr erlerntes Wissen anzuwenden“, betont Ambrozy. Im Laufe der Schulzeit wird jeder Schüler der teilnehmenden Schulen durch regelmäßiges Training mit den Erste-Hilfe-Maßnahmen vertraut gemacht. Konkret sind mindestens zwei Unterrichtsstunden pro Schuljahr für das Einüben der lebensrettenden Handlungen vorgesehen, im Idealfall von der ersten bis zur vierten Klasse. Die Anleitung dieser Einheiten erfolgt durch ausgebildete Lehrpersonen der jeweiligen Schule. Das Jugend-Rot-Kreuz schult zuvor die Lehrer, damit diese dann selbstständig mit den Schülern üben können. Bereits über 70 Pädagogen wurden auf diese Funktion hin ausgebildet.
24 Schulen mit knapp 3.000 Schülern
Die bisherige Bilanz: Das Projekt „Herzenssache“ wurde mittlerweile in 24 Schulen mit knapp 3.000 Schülern umgesetzt. „Wir setzen auf die Vorbildwirkung der bisherigen Teilnehmer und freuen uns über jede weitere Schule, die in dieses Projekt einsteigt“, sagt Ambrozy. Dass es Handlungsbedarf gibt, zeigen Umfrageergebnisse zur Ersten Hilfe aus den vergangenen Jahren: Demnach haben 65 Prozent der befragten Personen Angst davor, überhaupt Erste Hilfe zu leisten. Das Projekt soll dazu beigetragen, bereits im Kindesalter den Mut zum Eingreifen von Erster Hilfe zu steigern.

