Rebecca Reichart

Bei ihr steht der Mensch im Mit­tel­punkt

Aus der Serie „Studentenleben“: Rebecca Reichart (20) aus Kühnsdorf studiert an der Fachhochschule in Klagenfurt und ist Rettungssanitäterin beim Roten Kreuz in Völkermarkt. Im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“ erzählt sie, warum sie sich täglich den Menschen widmet.

Bei ihr steht der Mensch im Mit­tel­punkt Rebecca Reichart aus Kühnsdorf stellt mit ihrem Ehrenamt beim Roten Kreuz in Völkermarkt und ihrem Studium der Gesundheits- und Krankenpflege stets den Menschen in den Mittelpunkt.

© privat

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Die Wochen der 20-jäh­ri­gen Rebec­ca Reich­art aus Kühns­dorf sind neben täg­li­chen Ter­mi­nen an der Fach­hoch­schu­le (FH) in Kla­gen­furt auch von regel­mä­ßi­gen, ehren­amt­li­chen Diens­ten als Ret­tungs­sa­ni­tä­te­rin beim Roten Kreuz in Völ­ker­markt geprägt. Als wäre ihr Stu­di­um der Gesund­heits- und Kran­ken­pfle­ge nicht schon for­dernd und ener­gie­rau­bend genug, stellt sie auch in ihrer Frei­zeit am Wochen­en­de mit gro­ßer Hin­ga­be die Men­schen bei ihrem uner­müd­li­chen Tun in den Mit­tel­punkt. Die 20-Jäh­ri­ge zeigt, wie ein inten­si­ves Stu­den­ten­le­ben in Kärn­ten aus­se­hen kann und dass Stu­die­ren gleich­zei­tig mit har­ter Arbeit ver­bun­den ist.

Von der HAK an die FH

Reich­art ist Absol­ven­tin der Han­dels­aka­de­mie (HAK) Völ­ker­markt. „Nach der Volks­schu­le und der Mit­tel­schu­le in Kühns­dorf bin ich in die HAK gekom­men und habe dort vori­ges Jahr mei­ne Matu­ra gemacht“, erzählt die Stu­den­tin. Gleich im Anschluss an ihre Schul­kar­rie­re begann sie das Stu­di­um der Gesund­heits- und Kran­ken­pfle­ge an der Fach­hoch­schu­le in Kla­gen­furt. „Dafür muss­te ich eine Auf­nah­me­prü­fung machen und anschlie­ßend ein Auf­nah­me­ge­spräch, das damals bei­des online statt­fand“, berich­tet Reich­art. Von Mon­tag bis Frei­tag pen­delt sie regel­mä­ßig mit Fahr­ge­mein­schaf­ten nach Kla­gen­furt: „Aber es kann auch vor­kom­men, dass ich an Sams­ta­gen in die FH muss.“

„Es ist hart“

Dass Stu­die­ren gera­de an der Fach­hoch­schu­le eine har­te Ange­le­gen­heit und kei­nes­falls zu unter­schät­zen ist, muss­te die 20-Jäh­ri­ge schon des Öfte­ren erle­ben. „Im ers­ten Semes­ter hat­te ich sogar fast jeden Sams­tag Unter­richt. Die FH ist schon hart, manch­mal auch über­for­dernd und es ist jede Men­ge zu ler­nen. Wenn man aber regel­mä­ßig mit­lernt und sich bemüht, dann ist es schon schaff­bar“, schil­dert Reich­art ihren Stu­di­en­all­tag. Wäh­rend der Lock­downs spiel­te sich das Stu­di­um größ­ten­teils vor dem Bild­schirm ab. „Pfle­ge­prak­ti­sche Übun­gen und Prü­fun­gen haben in Prä­senz statt­ge­fun­den, der Unter­richt jedoch wei­test­ge­hend online“, sagt sie rück­bli­ckend. Die Stu­den­tin fin­det Prä­senz­un­ter­richt noch immer am bes­ten: „Man muss nicht immer in den Bild­schirm schau­en und man sieht dann auch sei­ne Mit­stu­die­ren­den.“

„Es macht rich­tig viel Spaß“

Schon wäh­rend ihrer Schul­zeit enga­gier­te sich die nun­meh­ri­ge Stu­den­tin beim Roten Kreuz in Völ­ker­markt. Die Wur­zeln ihrer Lei­den­schaft lie­gen bereits meh­re­re Jah­re zurück, näm­lich beim Jugend-Rot-Kreuz. „Seit dem Jahr 2013 bin ich beim Roten Kreuz aktiv. Meh­re­re Jah­re war ich beim Jugend-Rot-Kreuz und habe dann ein­mal in den Ret­tungs­dienst hin­ein­ge­schnup­pert. Es war so toll, dass für mich fest­ge­stan­den ist: Ich mache die Aus­bil­dung zur Ret­tungs­sa­ni­tä­te­rin“, erin­nert sie sich zurück. Schnell merk­te Reich­art, dass ihr Hilfs­be­reit­schaft gegen­über ihren Mit­men­schen viel zurück­gibt. „Es macht viel Spaß und ist eine schö­ne Arbeit“, betont Reich­art. Sie ver­sucht, jeden Monat min­des­tens zwei Diens­te an Wochen­en­den zu machen. Ein Dienst dau­ert zwölf Stun­den. Wenn Men­schen ihre Arbeit zu schät­zen wis­sen und Pati­en­ten dan­ken­de Wor­te spre­chen – das sind ihre schöns­ten Momen­te beim Roten Kreuz.

Die Erfah­run­gen im Ret­tungs­dienst waren auch für ihre Stu­di­en­wahl aus­schlag­ge­bend. Aus ihrem Umfeld bekommt sie viel Dank­bar­keit für ihr Enga­ge­ment und auch dafür, dass sie sich für die Pfle­ge ent­schied. „Vie­le sagen mir, dass sie mei­ne Arbeit selbst nicht machen könn­ten. Wert­schät­zung, dass es über­haupt noch jemand machen will, wird mir auch oft ent­ge­gen­ge­bracht“, berich­tet Reich­art, die in Zukunft wei­ter­hin im Ret­tungs­dienst tätig sein möch­te.

Ein Fami­li­en­mensch

Nach Graz oder Wien für ein Stu­di­um zu zie­hen, kam für die jun­ge Ret­tungs­sa­ni­tä­te­rin über­haupt nicht in Fra­ge. „Ich bin ein abso­lu­ter Fami­li­en­mensch. Ich habe eine klei­ne Nich­te, die mir sehr viel bedeu­tet. Und auch mein Freund ist hier in Kärn­ten“, erzählt sie. In ihrer Frei­zeit trifft sie sich regel­mä­ßig mit ihren Freun­den, unter­nimmt sport­li­che Akti­vi­tä­ten wie Schwim­men und Wan­dern. Sie liebt es auch, viel von der Welt zu sehen. „Frei­zeit ist neben dem Stu­di­um für mich schon wich­tig und darf auf kei­nen Fall zu kurz kom­men. Da kann ich abschal­ten“, erklärt Reich­art.

27.05.2022 19:32 - Update am: 27.05.2022 19:33
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Bei ihr steht der Mensch im Mit­tel­punkt Rebecca Reichart aus Kühnsdorf stellt mit ihrem Ehrenamt beim Roten Kreuz in Völkermarkt und ihrem Studium der Gesundheits- und Krankenpflege stets den Menschen in den Mittelpunkt.

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