Weitensfeld
Kranzelreiten um Jungfrau aus Fleisch und Blut
Mit drei Salutschüssen wurde am Pfingstmontag das traditionelle Kranzelreiten in Weitensfeld eröffnet. Diesmal musste der Laufsieger nicht die steinerne Jungfrau küssen.
Beim Kranzelreiten am gestrigen Pfingstmontag in Weitensfeld gab es nach 25 Jahren wieder eine Jungfrau aus Fleisch und Blut. Schülerin Marie-Sophie Tatschl (16) durfte am Ende den Kuss des Siegers in Empfang nehmen. Das Kranzelreiten wurde vor 400 Jahren erstmals urkundlich erwähnt. Es ging von einer Pestepidemie im Jahr 1567 aus. Damals überlebten die Pest nur drei Bürgersöhne und das Burgfräulein vom Schloss Thurnhof. Die drei überlebenden jungen Männer hielten um die Hand des Burgfräuleins an. Sie forderte die Bürgersöhne jedoch zu einem Wettlauf auf. Der Sieger bekam das Burgfräulein zur Frau. Seither wird alljährlich das Kranzelreiten ausgetragen.
Die drei Burschen
Gestern traten Peter Burhart, Alexander Ladstätter und Franz Sabitzer junior zum Lauf an. Die Jungfrau Marie-Sophie Tatschl verfolgte mit ihren Ehrentänzerinnen Elisa Walcher und Julia Holzer den Lauf. Der Sieger durfte im Anschluss die „Braut“ küssen und mit ihr den Gurktaler Walzer tanzen.
Zahlreiche Ehrengäste
Beim Kranzelreiten wurden gesichtet: Landeshauptmann Peter Kaiser, Landesrat Martin Gruber, Nationalratsabgeordneter Erwin Angerer, Nationalratsabgeordneter Klaus Köchl, zweiter Landtagspräsident Jakob Strauß, Bezirkshauptfrau Claudia Egger-Grillitsch, „Sängerfürst“ Richi Di Bernardo, Fußball-Nationalspieler Martin Hinteregger mit Freundin Michele und viele andere mehr.
- Sieger Franz Sabitzer junior wird auf den Marktplatz geleitet.
- Der Moment vor dem Kuss für den Sieger
- Ehrengäste: Nationalratsabgeordneter Klaus Köchl, Landesrat Martin Gruber und Landeshauptmann Peter Kaiser (von rechts)
- Fußball-Star Martin Hinteregger mit Freundin Michele
- Franz Sabitzer junior mit seiner „Braut“ Marie-Sophie Tatschl

