Literatur-Preis

Hum­bert-Fink-Preis für Axel Kar­ner

Der aus Kärnten stammende Schriftsteller Axel Karner wurde im Musilhaus mit dem mit 12.000 Euro dotierten Humbert-Fink-Preis der Landeshauptstadt Klagenfurt ausgezeichnet.

Hum­bert-Fink-Preis für Axel Kar­ner Gratulieren dem Preisträger: Ruth Feistritzer, Gemeinderat Manfred Jantscher (Obmann Ausschuss für Bildung, Integration und Kultur), Bürgermeister Christian Scheider, Schriftsteller Axel Karner und Stadtrat Franz Petritz (von links)

© StadtKommunikation/Helge Bauer

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Axel Kar­ner ist der fünf­te aus Kärn­ten stam­men­de Schrift­stel­ler, der mit dem von der Lan­des­haupt­stadt Kla­gen­furt ver­ge­be­nen Hum­bert-Fink-Preis aus­ge­zeich­net wur­de. Der mit 12.000 Euro dotier­te Preis wird alle zwei Jah­re an Autoren, die in deut­scher und/oder slo­we­ni­scher Spra­che publi­zie­ren, ver­ge­ben. Bei der fei­er­li­chen Preis­ver­lei­hung im Musil­haus into­nier­te das Ensem­ble „Hor­tus Musi­cus“ Tex­te von Axel Kar­ner. Bürgermeister Chris­ti­an Schei­der sowie Stadt­rat und Kul­tur­re­fe­rent Franz Petritz überreichten die Urkun­de und gra­tu­lier­ten dem Preisträger zur Aus­zeich­nung.

Lite­ra­tur mehr als Unter­hal­tung

Über den jewei­li­gen Humbert-Fink-Preisträger ent­schei­det eine fach­kun­di­ge Jury, dies­mal bestehend aus Josef Wink­ler und Anto­nio Fian, die Kar­ner „auf­grund sei­ner kon­se­quen­ten lite­ra­ri­schen Arbeit, sei­ner Meis­ter­schaft in der sprach­li­chen Reduk­ti­on und sei­nes eigen­sin­ni­gen Behar­rens dar­auf, dass Lite­ra­tur mehr zu sein habe als blo­ße Unter­hal­tung“ für den Preis nomi­nier­ten.

Auch Tex­te im Kärnt­ner Dia­lekt

Die Juro­ren wie­sen auch dar­auf hin, dass Kar­ners Werk wegen der der Kon­zen­tra­ti­on des Lite­ra­tur­be­triebs auf Roma­ne bis­her zu wenig Präsenz erfährt: „Sei­ne oft maka­bren, den Blick in die Abgründe der mensch­li­chen Natur nie­mals scheu­en­den Tex­te sind nicht leicht kon­su­mier­bar, sie for­dern Auf­merk­sam­keit, Mit­ar­beit von den Lesen­den, wol­len entschlüsselt sein. Vie­le von ihnen sind im Kärntner Dia­lekt ver­fasst, aber wir haben es dabei nicht mit Mund­art­dich­tung in bloß regio­na­lem Sinn zu tun, son­dern mit hoch­ar­ti­fi­zi­el­len Sprach­ge­bil­den, die ihre Vor­bil­der in den dia­lek­ta­len Arbei­ten der Wie­ner Grup­pe um Art­mann und Ach­leit­ner haben und über die­se Vor­bil­der längst hin­aus­ge­hen.“

Zur Per­son

Axel Kar­ner wur­de 1955 in Zlan gebo­ren. Er lebt und arbei­tet in Wien. Er stu­dier­te evan­ge­li­sche Theo­lo­gie, Thea­ter­wis­sen­schaft, Psy­cho­lo­gie und Religionspädagogik. Von 1994 bis 2001 war er Redak­teur der Zeit­schrift „Das Wort“ (österreichische Zeit­schrift für evan­ge­li­schen Reli­gi­ons­un­ter­richt). Seit dem Jahr 1974 lebt er als Autor und Leh­rer für evan­ge­li­sche Reli­gi­on, sozia­les Ler­nen und dar­stel­len­des Spiel in Wien. Er ist Mit­glied des Inter­na­tio­na­len Dia­lekt­in­sti­tuts (IDI), der Österreichischen Dialektautoren/Archive (ÖDA), der Gra­zer Autoren­ver­samm­lung (GAV), des Lite­ra­tur­krei­ses „Podi­um“ und des Öster­rei­chi­schen Schrift­stel­ler­ver­bands.

14.06.2022 10:22
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Hum­bert-Fink-Preis für Axel Kar­ner Gratulieren dem Preisträger: Ruth Feistritzer, Gemeinderat Manfred Jantscher (Obmann Ausschuss für Bildung, Integration und Kultur), Bürgermeister Christian Scheider, Schriftsteller Axel Karner und Stadtrat Franz Petritz (von links)

© StadtKommunikation/Helge Bauer