Villach
Anlaufstelle für sexualisierte Gewalt am Kirchtag
Die Stadt Villach installiert in der Kirchtagswoche eine Anlaufstelle für sexualisierte Gewalt und hängt Plakate der Kampagne „Nein heißt Nein!“ aus.
Seit Jahren thematisiert die Stadt Villach Gewalt gegen Frauen auf unterschiedlichsten Ebenen und zu unterschiedlichen Anlässen. „Es ist unsere Überzeugung, die Gesellschaft permanent zu sensibilisieren und Aufklärungsarbeit zu leisten. Nur dann kann sich etwas ändern“, betont Vizebürgermeisterin und Frauenreferentin Gerda Sandriesser. Die Stadt unterstützt verschiedene Aktivitäten, nimmt an Kampagnen, wie etwa jener des Frauenhauses Villach teil, und setzt auch selbst Akzente, um Gewalt gegen Frauen zu enttabuisieren.
Alkohol senkt die Hemmschwelle
Eine dieser Maßnahmen ist die von der Stadt initiierte Anlaufstelle für sexualisierte Gewalt während der Kirchtagswoche. „Oft geraten Täter durch die große Menschenansammlung leichter in Versuchung, eine Frau verbal oder körperlich zu belästigen, weil sie in der Anonymität verschwinden können. Zusätzlich senkt Alkohol in der Regel die Hemmschwelle“, erklären Sandriesser und Frauenbeauftragte Alisa Herzog.
Anlaufstelle in Khevenhüllerschule
Deshalb gibt es heuer am Villacher Kirchtag wieder die Anlaufstelle in der Khevenhüllerschule. „Im Falle eines Übergriffs ist freilich die Polizei die erste Anlaufstelle. Wir stehen mit unserem Angebot zusätzlich mit professionellen Beraterinnen zur Verfügung und geben betroffenen Frauen einen geschützten Raum, um über die erlebte Grenzüberschreitung zu sprechen“, sagt Sandriesser. Unterstützt wird die Aktion mit der Plakatkampagne „Nein heißt Nein!“, die in sämtlichen WC-Containern auf dem gesamten Kirchtagsgelände ausgehängt wird. „Es ist auch für Villachs Gastronomen möglich, so ein Plakat zu bekommen“, kündigt Frauenbeauftragte Herzog an.
Frauenbüro (E‑Mail): frauen@villach.at
