Im Spiegelsaal

Kai­ser emp­fing Slo­we­ni­ens Außen­mi­nis­ter

Anže Logar, Außenminister der Republik Slowenien, war heute in Klagenfurt zu Gast. Landeshauptmann Peter Kaiser traf sich mit ihm zu einem Arbeitsgespräch im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung.

Landeshauptmann Peter Kaiser Landeshauptmann Peter Kaiser (links) empfing Anže Logar, Außenminister der Republik Slowenien, heute in der Landesregierung.

© LPD Kärnten/Jannach

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Hoher Besuch heu­te in der Kärnt­ner Lan­des­re­gie­rung in Kla­gen­furt: Lan­des­haupt­mann Peter Kai­ser emp­fing Anže Logar, Außen­mi­nis­ter der Repu­blik Slo­we­ni­en, im Spie­gel­saal der Lan­des­re­gie­rung. Eben­falls anwe­send waren Kse­ni­ja Škril­ec, Bot­schaf­te­rin der Repu­blik Slo­we­ni­en in Öster­reich, Anton Novak, Gene­ral­kon­sul der Repu­blik Slo­we­ni­en, und Bot­schaf­ter Miha­el Zupančič, Lei­ter des Minis­ter­ka­bi­netts.

Wich­ti­ge Ver­kehrs­pro­jek­te

„Wir haben über wich­ti­ge gemein­sa­me Pro­jek­te gespro­chen und wur­den zudem von slo­we­ni­scher Sei­te über die Schwer­punk­te ihrer EU-Vor­sitz­füh­rung infor­miert. Unse­re engen Bezie­hun­gen zei­gen sich in den vie­len grenz­über­schrei­ten­den Vor­ha­ben“, sprach Kai­ser bei­spiels­wei­se wich­ti­ge Ver­kehrs­pro­jek­te an. So ist etwa die Ver­kehrs­frei­ga­be der Neu­bau­röh­re des Kara­wan­ken­tun­nels für Mit­te 2025 geplant. Aktu­ell wird auch der Kara­wan­ken-Eisen­bahn­tun­nel saniert. Ab Juli 2021 wird der regio­na­le Zug­ver­kehr wie­der auf­ge­nom­men.

Dia­log­fo­rum auf slo­we­ni­scher Sei­te

Bei­de, Kai­ser und Logar, hoben auch die sich wei­ter ver­bes­sern­den Bezie­hun­gen in Fra­gen der Volks­grup­pen-Poli­tik her­vor. Der Lan­des­haupt­mann begrüß­te die Ein­set­zung eines Dia­log­fo­rums auf slo­we­ni­scher Sei­te, in dem die Anlie­gen der deutsch­spra­chi­gen Alt­ös­ter­rei­cher und Ver­bes­se­rungs­mög­lich­kei­ten bespro­chen wer­den. Kai­ser erneu­er­te sei­ne Besorg­nis in Bezug auf das Atom­kraft­werk Krš­ko und die geplan­te Ver­län­ge­rung der Lauf­zeit. Mit der Ein­for­de­rung einer grenz­über­schrei­ten­den Umwelt­ver­träg­lich­keits­prü­fung ist zumin­dest ein wich­ti­ger Schritt gesetzt wor­den, teilt der Lan­des­pres­se­dienst in einer Aus­sendung mit.

Außen­han­del und Dienst­leis­tung

Außen­mi­nis­ter Logar unter­strich den regen Außen­han­del und die gute Dienst­leis­tungs­bi­lanz der bei­den Part­ner­staa­ten Öster­reich und Slo­we­ni­en. „Slo­we­ni­en und Kärn­ten haben eine Außen­han­dels­bi­lanz von 600 Mil­lio­nen Euro. 20.000 Slo­we­nen arbei­ten in Kärn­ten und der Stei­er­mark. Es ist uns daher ein gro­ßes Anlie­gen, den Ver­kehr zwi­schen den bei­den Län­dern auf­recht zu erhal­ten“, sag­te Logar.

Reak­ti­on der FPÖ

Ent­täuscht von den Ergeb­nis­sen des Arbeits­be­su­ches des slo­we­ni­schen Außen­mi­nis­ters ist FPÖ-Lan­des­par­tei­chef und Klub­ob­mann Ger­not Darm­ann. „Offen­sicht­lich sind Slo­we­ni­en die berech­tig­ten Anlie­gen Kärn­tens im Hin­blick auf die ticken­de Zeit­bom­be AKW Krš­ko und die Rech­te der Alt­ös­ter­rei­cher in Slo­we­ni­en egal, denn sonst hät­te der slo­we­ni­sche Außen­mi­nis­ter die­se The­men in sei­nem State­ment vor den Medi­en nicht ver­schwie­gen.“ Das Atom­kraft­werk Krš­ko ist, so Darm­ann, das am stärks­ten erd­be­ben­ge­fähr­de­te Atom­kraft­werk Euro­pas. „Das Ein­zi­ge, was hilft, ist die Still­le­gung und die For­cie­rung erneu­er­ba­rer Ener­gie­for­men in Slo­we­ni­en. Davon will Slo­we­ni­en aber offen­sicht­lich wei­ter nichts hören“, bedau­ert Darm­ann.

Dass Slo­we­ni­en ein „Dia­log­fo­rum“ für die Anlie­gen der Alt­ös­ter­rei­cher ein­setzt, ist posi­tiv, aber als Ergeb­nis müs­se es end­lich eine Ver­an­ke­rung der deutsch­spra­chi­gen Min­der­heit in der Ver­fas­sung und eine aus­rei­chen­de finan­zi­el­le Unter­stüt­zung geben, betont Darm­ann.

 

07.05.2021 15:19
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Landeshauptmann Peter Kaiser Landeshauptmann Peter Kaiser (links) empfing Anže Logar, Außenminister der Republik Slowenien, heute in der Landesregierung.

© LPD Kärnten/Jannach