Sittersdorf
Ein Rosé von der Scheunenwand
„Vino Hren“: Seit 13 Jahren baut die Familie Hren in Weinberg in der Gemeinde Sittersdorf biologischen Wein an. Was es sich damit auf sich hat, erzählt Winzerin Aleksandra Szymanowicz-Hren im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“.
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Im Jauntal wurde bereits im neunten Jahrhundert Wein angebaut. Am bekanntesten war der Sittersdorfer „Rötel“, dem auch Heilwirkung nachgesagt wurde. Seit einigen Jahrzehnten erlebt der Weinbau in der Gemeinde Sittersdorf seine Renaissance. Dafür sorgt als Winzer auch das Ehepaar Aleksandra Szymanowicz-Hren und Andreas Hren. Den Weinbau „Vino Hren“ gibt es am Weinberg in der Gemeinde Sittersdorf seit dem Jahr 2009. „In unserem einen Hektar großen Weingarten werden ausschließlich PIWI-Sorten angebaut. Die PIWI-Rebsorten weisen eine hohe Widerstandsfähigkeit auf. Dadurch haben wir auch einen biologischen Weinbau“, erzählt die Winzerin.
Die Rebsorten
Acht Weinsorten werden von der Familie Hren gelesen. „Wir haben drei Weiß‑, zwei Rosé- und drei Rotweine. Am meisten getrunken wird bei uns der Weißwein ‚Solaris‘. Diese Sorte kommt ursprünglich aus Freiburg in Deutschland. Wir machen daraus einen halbtrockenen und lieblichen Wein. Unser Rosé entstammt einer alten Kärntner Sorte, einem Direktträger, der nicht veredelt ist. Man kennt diese Sorte, weil sie sehr oft an alten Scheunen wächst“, erklärt Andreas Hren.
Alter Weinkeller
Die Weinverkostungen finden im 200 Jahre alten Weinkeller statt. „Dort starten wir auch die Führungen durch den Weingarten“, berichtet Szymanowicz-Hren. Der Wein wird hauptsächlich ab Hof verkauft, zusätzlich in Bad Eisenkappel in der „Werkstatt im Hof“, im „Geschäft“ in St. Michael ob Bleiburg und am Biomarkt in Völkermarkt.
Das Weinjahr
In einem guten Jahr werden bei „Vino Hren“ 2.500 Liter gekeltert. Das sind über 3.000 Flaschen Wein. Das gilt allerdings nur in einem ertragreichen Jahr. „Im heurigen Jahr schaut es gut. Wenn es im restlichen August nicht viel regnet, dann können wir auf ein ertragreiches Jahr hoffen“, gibt sich Andreas Hren optimistisch.
Die Familie
Er heiratete Gattin Aleksandra vor zehn Jahren. Mit Leon (5) und Jakob (6 Monate) haben sie gemeinsam zwei Söhne. Aleksandra brachte viel Wissen um den Wein in die Familie mit. „Mein Vater war Wein-Importeur in Krakau. Ich selbst habe in meiner Studienzeit in den Sommerferien auf einem Weingut in Rheinland-Pfalz gearbeitet“, verrät die gebürtige Polin.
Camper willkommen!
Am Hof „Vino Hren“ gibt es auch einen Stellplatz für Camper. Sie können hier eine Nacht verbringen und den Weinbaubetrieb besichtigen.


