Julian Grabmayer

Ein jun­ger und begeis­ter­ter Aus­tro­pop-Musi­ker

Julian Grabmayer (25) erzählt im „KLiCK Kärnten“-Gespräch von seinem Musikerdasein und vom Moment, als Hitradio Ö3 seinen Song spielte. Er ist auch am Bleiburger Wiesenmarkt am 4. September 2022 zu hören.

Ein jun­ger und begeis­ter­ter Aus­tro­pop-Musi­ker Der gebürtige Steirer Julian Grabmayer unterrichtet zweimal in der Woche im „Modern Music College“ in Wolfsberg.

© Michael Fiedler

"KLICK Kärnten" auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle festlegen
Anzeige

Der gebür­ti­ge Stei­rer aus Rei­chen­dorf im Bezirk Weiz unter­rich­tet zwei­mal in der Woche im „Modern Music Col­lege“ in Wolfs­berg. Auch dar­über hin­aus ist er mit Kärn­ten ver­bun­den. „Mei­ne Groß­el­tern hat­ten die Pöl­lin­ger Hüt­te auf der Sau­al­pe und dort ver­brach­te ich jeden Som­mer mei­ne Feri­en. Ich ver­su­che min­des­tens ein­mal im Jahr nach Kärn­ten zum Wan­dern mit mei­nem Opa zu kom­men, der gebür­tig aus Kraig kommt“, erzählt der 25-jäh­ri­ge Juli­an Grab­may­er. Sei­ne selbst­ge­schrie­ben Songs wie „Graz Ost Aus­fahrt“ oder „Hoch in mein‘ Him­mel“ sind auf Radio Kärn­ten, Radio Stei­er­mark und mitt­ler­wei­le sogar auf Hit­ra­dio Ö3 zu hören. Auch am Blei­bur­ger Wie­sen­markt (2. bis 5. Sep­tem­ber 2022) sind Grab­may­er und sei­ne Band ver­tre­ten. Der­zeit arbei­tet der Stei­rer an einem Song über Freund­schaft und Erin­ne­rung, der im Okto­ber erschei­nen soll. „Aber auch an Songs für 2023 wird schon flei­ßig gear­bei­tet“, ver­rät Grab­may­er, des­sen neu­es­ter Titel „Schmäh’ & Gschichtn“ heißt.

Grab­may­er als Aus­tro­pop-Musi­ker

Sei­ne ers­ten Tex­te schrieb der HTL-Absol­vent mit 13 oder 14 Jah­ren. „In der Schu­le beka­men wir auch nach Unter­richts­zeit den Pro­be­raum für unse­re dama­li­ge Band zur Ver­fü­gung gestellt. Dort konn­ten wir eini­ges aus­pro­bie­ren“, erin­nert sich Grab­may­er. Heu­te ist der begeis­ter­te Aus­tro­pop-Künst­ler seit dem Jahr 2017 haupt­be­ruf­lich Musi­ker. Als er von Rei­chen­dorf nach Graz zog, begann er in der Innen­stadt mit der Stra­ßen­mu­sik, inzwi­schen zuneh­mend nicht mehr allein, son­dern mit Band. War­um gera­de Aus­tro­pop im Dia­lekt? „Ich habe mit den Lie­dern von STS und Co. Gitar­re ler­nen ange­fan­gen. Das war sozu­sa­gen die ers­te Berüh­rung damit“, erklärt Grab­may­er, der für sei­ne Musik­pro­duk­ti­on nach Wien ins Stu­dio fährt. Auch in Rei­chen­dorf hat er ein eige­nes Musik­stu­dio ein­ge­rich­tet.

So ent­ste­hen sei­ne Tex­te

Grab­may­er schreibt über The­men, die ihn selbst beschäf­ti­gen. Er macht sich dazu im All­tag ger­ne Noti­zen am Han­dy, ehe er sich hin­setzt und den Song­text schreibt. „Ich las­se die Tex­te dann ger­ne auch län­ge­re Zeit lie­gen“, gibt Grab­may­er, der Kla­vier, Gitar­re, stei­ri­sche Har­mo­ni­ka, Schlag­zeug, E‑Bass und auch Mund­har­mo­ni­ka spie­len kann, einen Ein­blick. Von sei­ner musi­ka­li­schen Bega­bung konn­ten sich auch Zuhö­rer bei sei­nen „Gar­ten-Open-Airs“ wäh­rend der Coro­na-Pan­de­mie über­zeu­gen. „Im ers­ten Lock­down ver­an­stal­te­te ich klei­ne Open-Airs, die ich dann auf Face­book und Insta­gram live über­tra­gen habe. Auch bei den Nach­barn kam es gut an“, schmun­zelt der Stei­rer. Am liebs­ten hört er selbst­ver­ständ­lich Aus­tro­pop – von Rain­hard Fend­rich, „STS“, Wolf­gang Ambros, „Volks­hil­fe“, Georg Dan­zer, aber auch Coun­try-Musik.

Momen­te sei­ner Musi­ker­kar­rie­re

Sei­ne cools­ten Momen­te erlebt Grab­may­er nicht nur auf der Büh­ne, als er etwa gemein­sam mit Musi­ker­kol­le­gen als Vor­band bei einem „Edmund“-Konzert vor 2.000 Men­schen auf­trat, son­dern auch auf der Stra­ße. „Wir haben in der Gra­zer Her­ren­gas­se das Lied ‚I hab di leben g’sehn‘ von STS gespielt, als ein jun­ges Mäd­chen ver­weint auf mich zukam. Sie erzähl­te mir, dass die­ses Lied auch am Begräb­nis ihrer Freun­din gespielt wur­de“, erzählt der Musi­ker, der auch für Trau­un­gen buch­bar ist. Dadurch kommt Grab­may­er mit vie­len Leu­ten ins Gespräch. Ein Auf­tritt mit Andre­as Gaba­lier zählt eben­so zu sei­nen schöns­ten Momen­ten.

Hit­ra­dio Ö3 und Rat­schlag für jun­ge Musi­ker

Als er sein Lied „Graz Ost Aus­fahrt“ das ers­te Mal auf Hit­ra­dio Ö3 hör­te, war er gera­de in Wolfs­berg im „Modern Music Col­lege“. „Es war voll cool. Seit­dem bekom­me ich jeden Tag über Whats­App Vide­os, wie Leu­te den Radio abfil­men, in dem gera­de mein Song läuft“, freut sich Gra­bymay­er, der nun öfters als zuvor auf sei­ne Aus­tro­pop-Musik ange­spro­chen wird. Seit län­ge­rer Zeit sind sei­ne Lie­der auch auf Radio Kärn­ten regel­mä­ßig zu hören. „Nächs­tes Jahr wol­len wir auch ein wenig außer­halb der Stei­er­mark bei Auf­trit­ten Fuß fas­sen“, blickt Grab­may­er in die Zukunft. Er legt jun­gen Musi­kern ans Herz, so viel wie mög­lich zu spie­len: „Und es ein­fach zu machen.“

 

13.08.2022 18:50 - Update am: 13.08.2022 18:56
Anzeige
Ein jun­ger und begeis­ter­ter Aus­tro­pop-Musi­ker Der gebürtige Steirer Julian Grabmayer unterrichtet zweimal in der Woche im „Modern Music College“ in Wolfsberg.

© Michael Fiedler