Stephanie Steinwender

Bei ihr ent­ste­hen „Urban Sketching“-Bilder und Aqua­rel­le

Stephanie Steinwender (26) aus Moosburg zog 2015 nach Graz. Dort spaziert sie mit Zeichen- und Malutensilien durch die Stadt und hält unter anderem Gebäudearchitektonik fest. Ein „KLiCK Kärnten“-Gespräch über einen leidenschaftlichen Hang zur eigenen Kunst.

Bei ihr ent­ste­hen „Urban Sketching“-Bilder und Aqua­rel­le Die gebürtige Kärntnerin Stephanie Steinwender verbringt ihre Freizeit mit „Urban Sketching“ und dem Malen von Aquarellen.

© privat

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Einen lie­be­vol­len Hang zur Kunst lebt die 26-jäh­ri­ge Ste­pha­nie Stein­wen­der aus. Die gebür­ti­ge Kärnt­ne­rin aus Moos­burg absol­vier­te die HTL in Vil­lach und zog nach Abschluss ihrer Matu­ra in die stei­ri­sche Lan­des­haupt­stadt. Wäh­rend sie seit dem Jahr 2021 in Graz als Bau­tech­ni­ke­rin beschäf­tigt ist, wid­met sie sich vie­le Stun­den dem „Urban Sket­ching“ und dem Malen von Aqua­rel­len. „Meis­tens sind es die Aben­de und Wochen­en­den, wo für das Zeich­nen und Malen Zeit bleibt. Man hat nicht immer die Muse und auch lei­der nicht immer die Zeit dazu, weil ich einen Voll­zeit­job habe“, erklärt Stein­wen­der. Sie möch­te jun­gen Men­schen einen Rat­schlag mit­ge­ben: „Wenn man eine Lei­den­schaft für etwas hat und auch die Mög­lich­keit dazu, dann soll­te man ihr auch in Zukunft wei­ter nach­ge­hen, auch beruf­lich.“

Ers­te Berüh­run­gen mit der Archi­tek­tur

Bereits als Kind beschäf­tig­te sich die 26-Jäh­ri­ge mit dem Zeich­nen, ehe sie sich spä­ter an das Malen mit Aqua­rell­far­ben her­an­tas­te­te. „Durch die HTL-Aus­bil­dung in Vil­lach ist es vor allem das Zeich­nen von archi­tek­to­ni­schen Moti­ven aus­ge­wähl­ter Gebäu­de, was mir gefällt“, ver­rät Stein­wen­der, für die Archi­tek­tin ein Kind­heits­traum war. Erst in den ver­gan­ge­nen Jah­ren kam das Malen von Aqua­rel­len in ihrer Frei­zeit hin­zu, als sie in ihrem Eltern­haus in Kärn­ten einen Aqua­rell­kas­ten fand. „Ich habe gleich die Far­ben aus­pro­biert und bin dann auf den Geschmack gekom­men, auch dem Malen in mei­ner Frei­zeit nach­zu­ge­hen“, erin­nert sich Stein­wen­der. Und so fin­det man unter ande­rem auch Aqua­rell­bil­der auf ihrem Insta­gram-Account.

Ein bun­ter Insta­gram-Account

Wäh­rend des ers­ten Coro­na-Lock­downs im März 2020 fand die 26-Jäh­ri­ge mehr Zeit als gewöhn­lich und griff daher auch öfter zu den Zei­chen- und Mal­sa­chen. Das ver­band sie auch mit ihrem 2019 erstell­ten Insta­gram-Account, auf dem Bil­der von archi­tek­to­ni­schen Moti­ven, Gegen­stän­den, Land­schaf­ten und Stadt­sze­nen prä­sen­tiert wer­den. „Zur Zeit ist es weni­ger gewor­den, weil ich einer 40-Stun­den-Arbeit nach­ge­he. Aber es ist alles eine Ein­tei­lungs­sa­che“, sagt die Bau­tech­ni­ke­rin. Größ­ten­teils wer­den auch die besag­ten archi­tek­to­ni­schen Moti­ve bei ihr in Auf­trag gege­ben. „Dabei geht es mir nicht dar­um, mit mei­nen Bil­dern Geld zu machen“, erklärt Stein­wen­der, die sich auch schon an eini­gen Por­träts und Tier­bil­dern ver­such­te. Jedoch bleibt sie bei der Archi­tek­to­nik von Gebäu­den.

Hier und da fin­det man auch Bil­der auf Kaf­fee­be­chern. Die Idee dafür ent­stand spon­tan und ent­wi­ckel­te sich mitt­ler­wei­le zu einer klei­nen Rei­he. „Weil ich immer die Stif­te, ein Skiz­zen­buch und mei­nen Aqua­rell­kas­ten in mei­ner Tasche habe, kann ich auch unter­wegs malen und zeich­nen. Und wenn ich wo bin und gera­de einen ‚Cof­fee to go‘-Becher bei mir habe, dann kön­nen auch Mini­skiz­zen dar­auf ent­ste­hen“, ver­rät Stein­wen­der.

Was ist „Urban Sket­ching“?

Wie ein roter Faden zieht sich ein bestimm­tes Kunst­hand­werk durch all ihre Bil­der. „Das nennt man ‚Urban Sket­ching‘ und wur­de von einem Jour­na­lis­ten 2007 ins Leben geru­fen“, erklärt sie im Gespräch mit „KLiCK Kärn­ten“. Dabei geht es dar­um, dass Men­schen an Ort und Stel­le eine wahr­ge­nom­me­ne All­tags­sze­ne in der Stadt zeich­ne­risch fest­hal­ten. „Man zeich­net, was man sieht und beschö­nigt dabei nichts. Wich­tig ist, dass die gesam­te Sze­ne abge­bil­det wird“, sagt Stein­wen­der, die jedoch auf ihren Bil­dern kei­ne ein­zel­nen Per­so­nen fest­hält. „Die Men­schen lie­gen nicht unbe­dingt in mei­nem Fokus. Das ist die künst­le­ri­sche Frei­heit, die ich mir neh­me“, schmun­zelt sie. Beim „Urban Sket­ching“ wird zuerst vor­ge­zeich­net, dann aqua­rel­liert und schließ­lich mit Tusche­stift nach­ge­ar­bei­tet. Statt­des­sen wird beim Aqua­rell-Malen nur leicht vor­skiz­ziert und dann mit Far­be und Pin­sel gear­bei­tet. Rund 300 Bil­der gehen bei ihr auf die­se Tech­ni­ken zurück. Auch in Kärn­ten sol­len in Zukunft „Urban Sketching“-Bilder ent­ste­hen.

Sie gibt Work­shops

In der Ver­gan­gen­heit bot Stein­wen­der auch per­sön­li­che Work­shops für Inter­es­sen­ten an, die das „Urban Sket­ching“ erler­nen möch­ten. „Bei die­sem gemein­sa­men Malen brin­ge ich das Mate­ri­al selbst für die Teil­neh­men­den mit und suche die Plät­ze aus. Ich füh­re sie zum Malen und Zeich­nen sozu­sa­gen hin“, erzählt die 26-Jäh­ri­ge. Die Work­shops dau­ern rund zwei­ein­halb Stun­den. Für Stein­wen­der ent­schleu­nigt das „Urban Sket­ching“: Man setzt sich ein­fach hin, nimmt die Umge­bung wahr und ver­sinkt gänz­lich in dem Pro­zess, an des­sem Ende das fer­ti­ge Bild steht. Sol­che Work­shops möch­te sie auch in Zukunft ver­an­stal­ten. „Dabei soll es kei­nen Anspruch auf Per­fek­ti­on wäh­rend des Zeich­nens geben. Es kann jeder zeich­nen, es braucht nur Übung, Gefühl und das rich­ti­ge Sehen“, sagt sie. Außer­dem ist das „Urban Sket­ching“ ein Aus­gleich zu einem stres­si­gen Berufs­le­ben.

Was sie für die Kunst­ar­beit braucht!

Hät­te man Stein­wen­der frü­her gefragt, was sie für die Kunst­ar­beit braucht, dann hät­te sie wohl mit der Far­be Gelb geant­wor­tet. „Ich mag heu­te alle Far­ben. Für das Aqua­rell-Malen habe ich jedoch die Lieb­lings­far­be ‚Indi­go-Blau‘. Mit die­ser Far­be kann man super Effek­te erzie­len, Schat­ten malen und es ist auch eine Alter­na­ti­ve zu Schwarz“, meint die 26-Jäh­ri­ge über­zeugt. Sie braucht für das Zeich­nen und Malen Ruhe und das Wis­sen, dass sie nicht zu einem Ter­min muss. Musik benö­tigt Stein­wen­der nicht unbe­dingt, der Kaf­fee ist hin­ge­gen ein net­tes Plus. „Wich­tig ist, dass man den Was­ser­be­cher für die Far­be weit weg von der Kaf­fee­tas­se stellt“, lacht sie. Farb­kon­tras­te, Wahl der ein­zel­nen Far­ben, hel­le und dunk­le Kon­tras­te und der gewähl­te Fokus des Künst­lers machen für Stein­wen­der ein gutes Aqua­rell­bild aus.

Ers­te Erfah­run­gen

Ihr ers­tes „Urban Sketching“-Bild fer­ti­ge sie im April 2021 bei einem Tref­fen mit einer befreun­de­ten Archi­tek­tur-Stu­den­tin an. „Damals woll­ten wir es ein­fach mal aus­pro­bie­ren. Wir sind gemein­sam am Gra­zer Haupt­platz vor dem Rat­haus geses­sen und ich habe eine ers­te Skiz­ze ange­fer­tigt“, erzählt sie. Auch Erfah­run­gen im Rah­men einer Aus­stel­lung vor einem Jahr sam­mel­te sie bereits. „Ich war mit einer Bil­der­map­pe in der Stadt unter­wegs und bin mit einer Gale­ris­tin ins Gespräch gekom­men. Dann habe ich die Mög­lich­keit bekom­men, zum The­ma ‚Sty­ri­an Art‘ in einer Gale­rie aus­zu­stel­len“, blickt Stein­wen­der zurück. Sie mie­te­te für einen Monat lang eine Wand in der Gale­rie und stell­te aus­ge­wähl­te Bil­der von ihr aus. „So bin ich vie­len Men­schen begeg­net und mit Künst­lern ins Gespräch gekom­men“, sagt sie.

Eige­nes Ate­lier als Lebens­traum

Der wohl größ­te Wunsch der jun­gen Künst­le­rin ist ein eige­nes Ate­lier für ihre Kunst­ar­beit. „Wäh­rend sich das Ate­lier in der Stadt befin­den soll, wür­de ich ger­ne außer­halb der Stadt woh­nen“, blickt sie in die Zukunft. In ihrem Zim­mer der gemein­sa­men Woh­nung mit ihrem Freund, der als Gitar­rist in einem ande­ren Kunst­be­reich wirkt, rich­te­te Stein­wen­der eine Male­cke ein. In einem Regal befin­den sich sämt­li­che Uten­si­li­en. Immer bes­se­re Bil­der anzu­fer­ti­gen und die Suche nach Ent­span­nung beim frei­en Malen sind nur zwei Moti­va­tio­nen, war­um sie sich der Kunst wid­met. „Einer­seits kom­me ich bei der Kunst­ar­beit zur Ruhe und ande­rer­seits lie­be ich den gan­zen Pro­zess – von der Suche nach einem geeig­ne­ten Motiv, dem Skiz­zie­ren bis hin zum fer­ti­gen Bild“, schil­dert Stein­wen­der ihre Beweg­grün­de.

Social Media

Auf Insta­gram nimmt die 26-jäh­ri­ge Ste­pha­nie Stein­wen­der ihre Fol­lower mit in ihre eige­ne Kunst­welt, wo es vor allem um „Urban Sket­ching“ und das Malen von Aqua­rel­len geht.

 

28.08.2022 10:50
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Bei ihr ent­ste­hen „Urban Sketching“-Bilder und Aqua­rel­le Die gebürtige Kärntnerin Stephanie Steinwender verbringt ihre Freizeit mit „Urban Sketching“ und dem Malen von Aquarellen.

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