Elke Maria Schwab

„Ich muss­te zum Thea­ter“

Die Lavanttalerin Elke Maria Schwab führt für die Theatergruppe „Theaterleben“ Regie bei der Komödie „Dinner für Spinner“. „KLiCK Kärnten“ sprach mit ihr über ihr Theaterleben.

„Ich muss­te zum Thea­ter“ Elke Maria Schwab ist hauptberuflich stellvertretende künstlerische Leiterin am Theater an der Rott in Niederbayern.

© Sebastian C. Hoffmann

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KLiCK Kärn­ten: Der Name Schwab wird hier­zu­lan­de mit Thea­ter und Come­dy in Ver­bin­dung gebracht.

Elke Maria Schwab: Ja, ich bin als Kind mit dem Thea­ter auf­ge­wach­sen. Durch die Thea­ter­grup­pe „Kul­tur aktiv“ mei­ner Eltern bin ich stän­dig in Berüh­rung mit dem Thea­ter gekom­men. Spä­ter gab es für mich kei­ne Alter­na­ti­ve, ich muss­te zum Thea­ter.

Wel­che Aus­bil­dung haben Sie absol­viert?

Ich habe an der Uni­ver­si­tät Wien Thea­ter­wis­sen­schaft, Thea­ter­film- und Medi­en­wis­sen­schaft und Ita­lie­nisch stu­diert. Und ich habe par­al­lel zum wis­sen­schaft­li­chen Stu­di­um eine prak­ti­sche Aus­bil­dung im Bereich Schau­spiel, Regie, Tan­zen und Kin­der­thea­ter gemacht. Mei­ne Dok­tor­ar­beit habe ich dann 2017 geschrie­ben.

Wie ging es dann wei­ter?

Nach dem Stu­di­um hat­te ich das Glück, am Thea­ter in der Josef­stadt in Wien Prak­ti­ka im Bereich Regie und Dra­ma­tur­gie zu machen. Danach war ich fast zehn Jah­re lang Regie­as­sis­ten­tin. Ich durf­te mit so gro­ßen Thea­ter­leu­ten wie Hel­mut Loh­ner und Otto Schenk arbei­ten. Ich glau­be sagen zu dür­fen, dass ich dort das Komö­di­en-Hand­werk erlernt habe. An der Josef­stadt durf­te ich auch insze­nie­ren, zuerst auf der Stu­di­en­büh­ne und dann in den Kam­mer­spie­len. In der Zeit von 2009 bis 2013 war ich als Frei­schaf­fen­de unter­wegs. Da habe ich als Regis­seu­rin und Dra­ma­tur­gin gear­bei­tet und in die­ser Zeit auch viel unter­rich­tet. Unter ande­rem waren Pro­duk­tio­nen mit Mare­sa Hör­bi­ger und Karl­heinz Hackl dabei.

Wohin ging es dann?

Ich bin gemein­sam mit mei­nem Mann Uwe Lohr, mit dem ich seit zehn Jah­ren ver­hei­ra­tet bin, ins nie­der­bay­ri­sche Eggen­fel­den gezo­gen. Da arbei­ten wir bei­de im Thea­ter an der Rott, im ein­zi­gen deut­schen Land­kreis­thea­ter, einem Mehr­spar­ten­haus. Mein Mann ist dort seit 2015 Inten­dant und ich bin stell­ver­tre­ten­de künst­le­ri­sche Lei­te­rin.

Wie schaf­fen Sie es, neben dem Thea­ter an der Rott auch in St. Andrä zu arbei­ten?

Die fami­liä­re Bin­dung und der thea­tra­le Zusam­men­halt. Im Vor­jahr wäre es noch ein­fa­cher gewe­sen, lei­der kam uns Coro­na dazwi­schen. Heu­er ist das Pen­deln zwi­schen Eggen­fel­den und St. Andrä um eini­ges schwe­rer, denn wir haben im Thea­ter an der Rott neben eini­gen ande­ren Pro­duk­tio­nen auch die Wie­der­auf­nah­me der „Grä­fin Mari­za“ auf dem Pro­gramm.

„Thea­ter­le­ben“ ist ein semi­pro­fes­sio­nel­les Thea­ter.

Ja, im Stück „Din­ner für Spin­ner“ spie­len Pro­fis und Ama­teu­re mit sehr viel Erfah­rung. Es ist ein sehr pro­fes­sio­nel­les Ensem­ble. Ich gehe in mei­ner Arbeit sehr auf die Per­sön­lich­kei­ten und Fähig­kei­ten der ein­zel­nen Schau­spie­ler ein.

Was bedeu­tet das Thea­ter für Sie?

Thea­ter ist eine Lei­den­schaft. Man muss nur auf­pas­sen, dass die­ses Feu­er nicht ver­brennt.

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Verein „Theater leben“
Regie und Dra­ma­tur­gie lie­gen in den Hän­den von Elke Maria Schwab.
© kope

Beset­zung & Ter­mi­ne

  • Peter Bau­mann, ein Ver­le­ger: Alex­an­der Schwab
  • Chris­ti­ne Bau­mann, sei­ne Frau: Nico­le Rade­sch­nig
  • Frank Pigon, Finanz­be­am­ter: Radu Vul­pe
  • Jus­tus Wei­land, ein Schrift­stel­ler: Ste­fan Ofner
  • Mar­le­ne, Peters Ex-Freun­din: San­dra Pas­cal
  • Herr Schnei­der, Finanz­kon­trol­leur: Peter Kowal
  • Regie: Elke Maria Schwab
  • Die Ter­mi­ne: 9. Juli (Pre­mie­re) sowie 14. Juli bis 6. August, jeweils von Mitt­woch bis Frei­tag, um 20 Uhr
  • Kar­ten­vor­ver­kauf: Ö‑Ticket
11.05.2021 19:00 - Update am: 12.05.2021 07:46
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„Ich muss­te zum Thea­ter“ Elke Maria Schwab ist hauptberuflich stellvertretende künstlerische Leiterin am Theater an der Rott in Niederbayern.

© Sebastian C. Hoffmann