Melanie Suette

„Jeder soll­te mehr lesen“

„Schlaflieder ans Leiden“ heißt das neue Buch der Griffnerin Melanie Suette (23). Ein „KLiCK Kärnten“-Gespräch über die Faszination der Sprache und des Schreibens einer jungen Autorin.

„Jeder soll­te mehr lesen“ Die 23-jährige Melanie Suette aus Griffen ist in ihrer Freizeit schriftstellerisch tätig.

© privat

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Die 23-jäh­ri­ge Mela­nie Suet­te macht es Peter Hand­ke mit Hei­mat­ur­lau­ben gleich. „Ich freue mich immer auf Urlaub daheim. Ich ver­su­che immer wie­der, Kärn­ten-Wochen­en­den ein­zu­le­gen, auch wenn ich nicht mehr zurück­zie­hen wer­de“, erklärt die Griff­ne­rin, sie seit vier Jah­ren in Graz lebt. Sie stu­diert Medi­zin und macht ihren Mas­ter in Psy­cho­lo­gie. Einen Bache­lor-Abschluss in Bio­lo­gie hat sie bereits vor­zu­wei­sen. „Über Umwe­ge hat sich der Wunsch, Ärz­tin zu wer­den, erge­ben“, lacht Suet­te, die ihre Matu­ra an der HAK Völ­ker­markt ableg­te und neben ihrem Stu­di­um in einer Ortho­pä­die-Pra­xis arbei­tet.

Zwölf Kurz­ge­schich­ten

Das mit dem Schrei­ben ent­wi­ckel­te sich bei Suet­te bereits früh und wur­de von Jahr zu Jahr zu einem immer grö­ße­ren Hob­by. Ein Beweis dafür ist der erst kürz­lich erschie­ne­ne Band „Schlaf­lie­der ans Lei­den“, der zwölf Kurz­ge­schich­ten ent­hält. „Die Geschich­ten sind in den letz­ten vier bis sechs Jah­ren ent­stan­den. Sie behan­deln düs­te­re The­men, die ein jedes Leben kennt“, erklärt sie den Inhalt, der auf per­sön­li­chen Lebens­er­fah­run­gen und Erleb­nis­sen fußt. Die­se erle­ben im Buch eine künst­le­ri­sche Ver­ar­bei­tung. Auch wei­te­re, jedoch unver­öf­fent­lich­te Bücher sind durch ihre Hand ent­stan­den. „Der­zeit schrei­be ich an mei­nem fünf­ten Buch, das eher unter Fan­ta­sy ein­zu­ord­nen ist und das ich ger­ne ver­öf­fent­li­chen möch­te. Eine Dys­to­pie, eine Novel­le zum The­ma Tod und auch ein Young-Adult-Buch sind schon ent­stan­den“, ver­rät Suet­te, für die Men­schen die größ­te Inspi­ra­ti­on sind.

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Das Buch von Mela­nie Suet­te trägt den Titel „Schlaf­lie­der ans Lei­den“ und ent­hält düs­te­re Geschich­ten.
© pri­vat

Die Fas­zi­na­ti­on am Schrei­ben

Dabei fasst die Autorin das Schrei­ben als eine Kunst auf, ins­be­son­de­re was Kurz­ge­schich­ten betrifft. „Bei mir besteht kein Drang zum Schrei­ben, son­dern es ist ein rich­ti­ges Hob­by. Es macht viel Spaß und es ist auch schön, wenn ich Sachen sprach­lich aus­schmü­cken kann. Ande­re gehen ins Fit­ness­stu­dio und füh­len sich danach bes­ser, gleich ist es bei mir mit dem Schrei­ben“, sagt die Griff­ne­rin, die sich mit ihren Tex­ten künst­le­risch aus­le­ben möch­te. Mit sprach­li­cher Aus­for­mung von Sät­zen, die län­ge­re Zei­len für sich bean­spru­chen, Ver­schach­te­lun­gen auf­wei­sen und immer gefühl­voll ver­su­chen, bewe­gen­de Emo­tio­nen und Berüh­run­gen zu trans­por­tie­ren, ver­sucht sie ihrer Kunst gerecht zu wer­den.

Beruf­li­ches Schrei­ben nicht geplant

Im Gespräch mit „KLiCK Kärn­ten“ erzählt die jun­ge Griff­ne­rin, dass sie dem beruf­li­chen Schrei­ben vor län­ge­rer Zeit Raum gab, es aber wie­der sein ließ. „Ich habe zwar ver­sucht, Bücher für die­sen Zweck zu schrei­ben, dabei sind aber Zwei­fel bei mir auf­ge­taucht. Ich hat­te Angst, dass ich durch die­sen Weg die Freu­de am Schrei­ben ver­lie­re“, begrün­det Suet­te. Sie freut sich dar­über, dass ihr neu­es Buch die Außen­welt errei­chen konn­te. „Alle paar Mona­te muss eine Kurz­ge­schich­te raus“, schmun­zelt die Medi­zin­stu­den­tin, der es leicht­fällt, ihre Gedan­ken zu Papier zu brin­gen.

Erfol­ge bei Schreib­wett­be­wer­ben

Ihre inne­re Trieb­fe­der ist die Mög­lich­keit, mit dem Schrei­ben Din­ge gut dar­stel­len zu kön­nen. „Man weiß, was einen stört, und mir gelingt es durch das sprach­li­che Umwe­ben, es los­zu­wer­den. Dadurch schaf­fe ich Kon­tras­te und gren­ze es ab“, erklärt Suet­te, die wäh­rend ihrer Schul­zeit den drit­ten Platz beim Juni­or-Bach­mann-Wett­be­werb und den zwei­ten Platz beim Schreib­wett­be­werb „Wie­der holen Hand­ke“ beleg­te. Auch an ande­ren Wett­be­wer­ben betei­lig­te sie sich erfolg­reich. „Jeder soll­te lesen! Das müs­sen auch viel mehr Men­schen machen“, ist Suet­te über­zeugt.

18.09.2022 16:50
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„Jeder soll­te mehr lesen“ Die 23-jährige Melanie Suette aus Griffen ist in ihrer Freizeit schriftstellerisch tätig.

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