Nino Weld

Wenn es um Graf­fi­ti geht, fällt sein Name

Mit Nino Weld (27) alias „GRIME“ hat Villach einen Graffitikünstler, der bereits viele Flächen mit seinen selbst entworfenen Bildern gestaltete. „KLiCK Kärnten“ sprach mit dem Villacher über seine Begeisterung für Graffiti.

Wenn es um Graf­fi­ti geht, fällt sein Name Der Villacher Nino Weld (27) hat sich als „GRIME“ einen Namen in der österreichischen Graffitiszene gemacht.

© privat

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Ein­zel­ne Graf­fi­ti­bil­der erge­ben in den Stra­ßen und auf Gebäu­den von Vil­lach in Sum­me ein ein­zig­ar­ti­ges Gesamt­kunst­werk eines Künst­lers. Die­ses lässt eine fei­ne Lei­den­schaft, begeis­ter­te Krea­ti­vi­tät und eine außer­ge­wöhn­li­che Hin­ga­be für Kunst­ar­beit erken­nen. Hin­ter die­sen Graf­fi­ti­bil­dern steckt der 27-Jäh­ri­ge Nino Weld, ein Aus­nah­me­künst­ler, der sich in der öster­rei­chi­schen Graf­fi­ti­sze­ne als „GRIME“ einen Namen machen konn­te. „Durch Graf­fi­ti wird das Stadt­bild ver­schö­nert, wer­den graue Flä­che mini­miert und Städ­te im All­ge­mei­nen ein­la­den­der gestal­tet“, ist „GRIME“ über­zeugt. Vil­lach als Magnet für Stra­ßen­kunst wei­ter­zu­ent­wi­ckeln und die Graf­fi­ti­sze­ne aus­zu­bau­en, sind sei­ne Zie­le.

Künst­ler zu sein, war nicht geplant

„GRIME“ besuch­te das CHS Vil­lach für künst­le­ri­sche Gestal­tung. „Von klein auf habe ich ger­ne gezeich­net, auch wäh­rend der gesam­ten Schul­zeit. In der Haupt­schu­le hat das mit dem Graf­fi­ti-Sprü­hen dann begon­nen“, erin­nert er sich. Auf einen Künst­ler­be­ruf zuzu­steu­ern, war nicht geplant. „Vor ein paar Jah­ren habe ich mit mei­nen Freun­den einen Road­trip durch Euro­pa gemacht, nach­dem ich mei­ne Arbeit gekün­digt habe“, ver­rät der 27-Jäh­ri­ge. Schon vor der Rei­se war ihm klar, als Künst­ler Fuß zu fas­sen. „Wäh­rend der Arbeit habe ich mir schon gedacht, dass ein Tape­ten­wech­sel her muss“, sagt „GRIME“.

Aus­stel­lun­gen und „Zot­zy“

Nun ist „GRIME“ seit dem 2019 als Künst­ler gemel­det und erle­digt Auf­trags­ar­bei­ten, die Flä­chen von meh­re­ren 100 Qua­drat­me­tern in Vil­lach betref­fen. Blickt der Künst­ler zurück, dann war es bis zum heu­ti­gen Tag ein lan­ger Weg. In der Ver­gan­gen­heit ver­an­stal­te­te er eine Solo­aus­stel­lung im Amt­hof in Feld­kir­chen, betei­lig­te sich an der Aus­stel­lung „Umla­ckiert“ in der Kla­gen­fur­ter Stadt­ga­le­rie und prä­sen­tier­te Wer­ke in der Solo­aus­stel­lung „Noc­turnal Crea­tures and their Colors“ in der Pört­scha­cher Gale­rie „ZuGäng­li­che­Kunst“. Für die­se Aus­stel­lung ent­wi­ckel­te er im Herbst 2021 „Zot­zy“, eine Ana­lo­gie zu einer Fle­der­maus. „Die Bedeu­tung liegt dar­in, dass auch wir Graf­fi­ti-Sprü­her oft als Nacht­ge­schöp­fe gese­hen wer­den“, meint „GRIME“.

Sei­ne Fas­zi­na­ti­on

Die Bil­der für sei­ne Graf­fi­tis ent­wi­ckelt „GRIME“ per­sön­lich. „Die Ideen kom­men ein­fach und dann wer­den sie aufs Papier gebracht. Bei Auf­trags­ar­bei­ten kann es aber schon ein­mal zu Blo­cka­den kom­men, wo kein Strich passt“, erklärt er. Aber das Über­win­den von Blo­cka­den gehört im Kunst­feld dazu und man bleibt letz­ten Endes trotz­dem dabei. Sei­ne Fas­zi­na­ti­on liegt nicht nur in der Mög­lich­keit, gro­ße Bil­der in kur­zer Zeit mit einem Werk­zeug zu ent­wer­fen, das eigent­lich für Lackie­run­gen ver­wen­det wird, son­dern es ist ins­be­son­de­re die Selbst­ver­wirk­li­chung und etwas von sich selbst zu hin­ter­las­sen. „So hin­ter­las­se ich gro­ße Bil­der. Die Men­schen freu­en sich dar­über, dass ein neu­es Bild ent­stan­den ist. Das gibt mir ein gutes Gefühl“, lacht „GRIME“.

Was bedeu­tet „GRIME“?

In der Graf­fi­ti­sze­ne ist Weld unter dem Namen „GRIME“, was auf Deutsch so viel wie „dre­ckig“, „grin­dig“ oder gar „grau­sig“ bedeu­tet, bekannt. „Graf­fi­ti wird oft als Ver­schmut­zung und Dreck abge­tan. Mei­ne Arbeit soll das Gegen­teil bewei­sen und auch dazu bei­tra­gen, Graf­fi­ti als eine Kunst ver­stärkt hoch­zu­hal­ten“, sagt „GRIME“, des­sen Graf­fi­ti­ent­wür­fe sei­ne Freun­din Lea Her­mann („KLiCK Kärn­ten“ berich­te­te) als Ers­te zu sehen bekommt.

Graf­fi­ti­kurs für Schü­ler

Noch in den Kin­der­schu­hen steckt eine Idee, die „GRIME“ in Vil­lach eta­blie­ren möch­te. „Schü­ler sol­len die Mög­lich­keit bekom­men, in einem Graf­fi­ti­kurs die Geschich­te von Graf­fi­ti, des­sen Tech­ni­ken und die Arbeit als Künst­ler ken­nen­zu­ler­nen. Dabei kön­nen die Kin­der auch selbst zur Sprüh­do­se grei­fen“, wünscht er sich. Wäh­rend ande­re Kin­der bei­spiels­wei­se zum Fuß­ball­trai­ning gehen, möch­te der 27-Jäh­ri­ge die Türen zu einem Kunst-Frei­fach für Schü­ler öff­nen.

Social Media und Ko-Fi

 

08.10.2022 07:20
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Wenn es um Graf­fi­ti geht, fällt sein Name Der Villacher Nino Weld (27) hat sich als „GRIME“ einen Namen in der österreichischen Graffitiszene gemacht.

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