Ingeborg Happerger

Eine „stein­rei­che“ Feld­kirch­ne­rin

Die diplomierte Behindertenpädagogin Ingeborg Happerger verschreibt sich dem „Suiseki“. Was sie genau macht, erzählt sie im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“.

Eine „stein­rei­che“ Feld­kirch­ne­rin Ingeborg Happerger in ihrem privaten Ausstellungsraum

© kope

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Eines vor­weg: „Sui­se­ki“ ist die japa­ni­sche Bezeich­nung für Betrach­tungs­stei­ne. Das „Sui“ steht für Was­ser, das „Seki“ für Stein oder Gestein. „Sui­se­ki“ ist auch die Kunst, in der Natur vor­ge­fun­de­ne Stei­ne in medi­ta­tiv anspre­chen­der Wei­se zu prä­sen­tie­ren. Der Gar­ten von Inge­borg Hap­per­ger aus Feld­kir­chen gleicht einem ein­zig­ar­ti­gen Stein­gar­ten mit Stei­nen in Fin­ger­hut­grö­ße und bis hin zu fünf­zig Kilo­gramm schwe­ren Stei­nen. „Jeder ein­zel­ne hat eine eige­ne Geschich­te. Mein Mann Oth­mar und ich haben sie zusam­men­ge­tra­gen“, erzählt Hap­per­ger von ihrem fas­zi­nie­ren­den Hob­by. Die Fund­stel­len der Stei­ne sind in Bächen, Fluss­ufern, auf Ber­gen oder auch am Meer – in allen Her­ren Län­dern.

Bun­te Stei­ne

Zahl­rei­che Stei­ne wur­den über Jah­re und Jahr­hun­der­te von der Natur geschlif­fen und geformt. „Ich bin fas­zi­niert von den For­men, die durch das Was­ser und ande­re Umwelt­ein­flüs­se ent­ste­hen. Die schöns­ten Stei­ne neh­me ich mit nach Hau­se. Die Stei­ne erzäh­len Geschich­ten, ich kann mit ihnen reden und auch medi­tie­ren“, schil­dert Hap­per­ger.

Ein Kraft­ort

Der Gar­ten ist für die ehren­amt­li­che Hos­piz-Beglei­te­rin ein Kraft­ort: „Hier erho­le ich mich vom All­tag. Der Gar­ten ist mein Wohn­zim­mer, wo ich die Ver­gäng­lich­keit des Lebens mit­be­kom­me.“ Am 14. Okto­ber 2022 ist die vier­te Aus­stel­lung von Hap­per­ger im „Kunst­raum“ in Feld­kir­chen unter dem Mot­to „Stone Art“ zu bewun­dern. Mit dabei sind Chris­ti­ne und Man­fred Schus­ser mit ihren Bil­dern und Fotos. Die Ver­nis­sa­ge beginnt um 18 Uhr. „Die Stei­ne lie­gen mir sehr am Her­zen, ein Ver­kau­fen der Stei­ne fällt mir sehr schwer“, betont Hap­per­ger.

Die Prä­sen­ta­ti­on

„Sui­se­ki“ wer­den bei Aus­stel­lun­gen auf zier­li­che, höl­zer­ne Stän­der oder Tabletts gestellt, die „Dai­za“ (pas­send geschnitz­ter Sockel aus Holz), „Sui­ban“ (Tablett aus Kera­mik oder Mar­mor) oder „Doban“ (Tablett aus Kup­fer) genannt wer­den. Sie die­nen dazu, die Stei­ne zu prä­sen­tie­ren und ein har­mo­ni­sches Bild zu erzeu­gen.

 

02.10.2022 06:00
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Eine „stein­rei­che“ Feld­kirch­ne­rin Ingeborg Happerger in ihrem privaten Ausstellungsraum

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