Klagenfurt
WIMO präsentiert Publikation zur Erinnerungskultur
Im Rahmen des Stolperstein-Projekts von und mit Schülern der Klagenfurter Modeschule WIMO ist eine umfangreiche Publikation entstanden. Die „Erinnerungsbotschaften – Stolpersteine“ wurden gestern, Donnerstag, feierlich in Klagenfurt präsentiert.
© StadtKommunikation / Krainz
Die Klagenfurter Modeschule WIMO hat sich seit vielen Jahren der Erinnerungskultur verschrieben. Mit dem „Stolperstein“-Projekt ist ein weiterer wichtiger Mosaikstein gesetzt worden. Gemeinsam mit der zweisprachigen HAK haben die Schüler der WIMO im Herbst die Stolpersteine im Klagenfurter Stadtgebiet gereinigt.
Spannende Workshops im Vorfeld
Im Vorfeld gab es Workshops mit Dr. Nadja Danglmaier, Stolperstein-Stadtführungen mit Horst Ragusch und vieles mehr. „Wer sich mit der Vergangenheit beschäftigt, ist gestärkt für die Gegenwart und die Zukunft“, bekräftigt WIMO-Professorin Ilse Geson-Gombos, warum sie sich seit Jahren als treibende Kraft im Bereich Erinnerungskultur in der Schule einsetzt.
Publikation „Erinnerungsbotschaften – Stolpersteine“
Im Zusammenhang mit den zahlreichen Schul-Projekten ist nun eine umfangreiche Publikation mit dem Titel „Erinnerungsbotschaften – Stolpersteine“ mit Essays von Ilse Geson-Gombos, Universitäts-Professor Peter Gstettner, Bildern und Statements der Schüler entstanden. Das erste Exemplar überreichte Geson-Gombos an Dr. Peter Gstettner, der die Initiativen für die junge Generation stets mit seinem Wissen und persönlichen Beiträgen unterstützt.
Vor 10 Jahren erste Stolpersteine in Klagenfurt
Beeindruckt vom Engagement der Schüler ist auch Bürgermeister Christian Scheider, der – gemeinsam mit der zu früh verstorbenen Gemeinderätin Sieglinde Trannacher — in Klagenfurt die ersten Schritte im Bereich Erinnerungskultur gesetzt hat. Auch dass vor mittlerweile zehn Jahren die ersten Stolpersteine in Klagenfurt verlegt wurden, geht auf diese Initiative zurück. Umso mehr freut Scheider das Engagement der jungen Generation, die sich intensiv auf die Pfade der Geschichte begeben hat.
Dunkelste Kapitel der Geschichte
„Klagenfurt ist in den vergangenen Jahren den Weg der Erinnerungskultur konsequent gegangen. Mir persönlich ist es ein Herzensanliegen, vor allem der Jugend die Geschehnisse in der NS Zeit, einem der dunkelsten Kapitel der Geschichte, näher zu bringen. Die junge Generation, aber auch all jene, die sich nicht so intensiv mit der Geschichte beschäftigen, sollen wissen, was es bedeutet hat, für seine Herkunft, Hautfarbe oder Religion verfolgt und ermordet zu werden und verstehen, dass so etwas nie wieder passieren darf. Und wenn es uns gelingt, Erinnerungskultur auch in die Herzen und das Bewusstsein der jungen Generation zu bringen, dann haben wir viel erreicht“. Bürgermeister Christian Scheider dankt den Professoren und vor allem den Schülern für couragiertes Tun.
