Chor

Der MGV Lind ob Vel­den singt seit 100 Jah­ren

Es war das Jahr 1921, als der MGV Lind ob Velden unter der Führung von Ernst Glasterer und Valentin Wurzer aus der Taufe gehoben wurde. Morgen erklingen die Männerstimmen beim Adventsingen.

Der MGV Lind ob Vel­den singt seit 100 Jah­ren Die Sänger des Männergesangsvereins Lind ob Velden

© MGV Lind ob Velden

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Der MGV Lind ob Vel­den wur­de im Jahr 1921 unter der Füh­rung von Ernst Glas­te­rer und Valen­tin Wur­zer gegrün­det und hieß ursprüng­lich Sän­ger­run­de Lind ob Vel­den. „Lei­der konn­ten wir im Vor­jahr wegen der Coro­na-Pan­de­mie kei­ne 100-Jahr-Fei­er orga­ni­sie­ren“, erzählt Andre­as Ogris, der seit 1963 dem Chor ange­hört. 22 Sän­ger erhe­ben beim Män­ner­ge­sangs­ver­ein ihre Stim­men. Das Ver­eins­mot­to in den Anfän­gen lau­te­te: „Kärn­tens Hoch­land frisch und frei, bleibt dem deut­schen Lie­de treu“. Es wur­de vor vie­len Jah­ren auf „Es klingt zur Drau, es klingt zur Höh’, treu Hei­mat­lied auf Lind­ner Höh’“ geän­dert.

Gute Nach­bar­schaft

Das Sin­gen wird inner­halb der Fami­li­en wei­ter­ge­ge­ben. So auch in jener von Obmann Wil­li Ulb­ing, des­sen Vater lang­jäh­ri­ger Sän­ger des Chors war. Die rich­ti­gen Töne stimmt Chor­lei­ter Wolf­gang Lip­pitsch an. Die meis­tens Sän­ger kom­men aus Lind ob Vel­den und dem Nach­bar­ort Sel­prit­sch. Rund 30 Auf­trit­te bewäl­ti­gen die San­ges­brü­der in nor­ma­len Jah­ren. Die schöns­ten Auf­trit­te, an die sich Andre­as Ogris erin­nert, fan­den im Casi­ne­um in Vel­den, in Anna­berg (Deutsch­land), Scheif­ling (Stei­er­mark), Gurk und vie­len ande­ren Orten Kärn­tens statt.

Zugrund­fahr­ten als Höhe­punk­te

„Unse­re Höhe­punk­te waren die Sän­ger-Zugrund­fahr­ten wie eine Tagesreise nach St. Paul, Zelt­weg und über Frie­sach zurück nach Vel­den. Damals sind 360 Mit­rei­sen­de im Son­der­zug mit­ge­fah­ren“, berich­tet Ogris. In St. Paul umrahm­te der MGV Lind ob Vel­den die Ern­te­dank­mes­se gesang­lich, in Frie­sach stand ein bun­ter Nach­mit­tag auf dem Pro­gramm. Ein paar Jah­re spä­ter ging der Chor wie­der mit 560 Pas­sa­gie­ren auf Rei­sen gegan­gen. Die Alpen-Adria-Fahrt führ­te von Vel­den und Vil­lach über Tar­vis nach Cor­mòns, eine Part­ner­stadt Vel­dens. „Dort hat es einen Emp­fang von der Musik­ka­pel­le und den ört­li­chen Stadt­ver­tre­tern gege­ben. Wir haben in der Kir­che auch eine Mes­se gesun­gen. Danach sind wir mit dem Zug über das Ison­zo-Tal wei­ter nach Slo­we­ni­en. In Bohin­js­ka Bis­tri­ca am Woch­ei­ner See hat ein slo­we­ni­scher Chor ein Tau­send-Mann-Zelt auf­ge­baut und für uns ein Essen vor­be­rei­tet. Danach sind wir Rich­tung Vel­den nach Hau­se gefah­ren. Wir haben damals im Son­der­zug auch den Salon­wa­gen des Bun­des­prä­si­den­ten besich­tigt“, schil­dert Ogris, der im Orga­ni­sa­ti­ons­team war.

Die Chor­li­te­ra­tur

Der MGV Lind ob Vel­den singt vor­wie­gend Kärnt­ner Lie­der, Gos­pels, dal­ma­ti­ni­sche und slo­we­ni­sche Lie­der. Geprobt wird ein­mal in der Woche in der Volks­schu­le in Lind ob Vel­den. Am mor­gi­gen Sonn­tag (11. Dezem­ber 2022) fin­det um 18 Uhr in der Kir­che das tra­di­tio­nel­le Advent­sin­gen des MGV Lind ob Vel­den statt. Als Gast­chor mit dabei ist der Gemisch­te Chor Lede­nit­zen-Faa­ker See. Für die musi­ka­li­sche Umrah­mung sor­gen Horst Lip­pitsch und Richard Pusa­vec, als Mode­ra­tor ist Gott­fried Ogris im Ein­satz.

10.12.2022 09:33 - Update am: 10.12.2022 09:35
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Der MGV Lind ob Vel­den singt seit 100 Jah­ren Die Sänger des Männergesangsvereins Lind ob Velden

© MGV Lind ob Velden