Klagenfurt
Neophyten gefährden das ökologische Gleichgewicht
Es gibt Hobbygärntner, die Neophyten auf öffentlichem Grund entsorgen. So können sie sich aber weiter vermehren. Damit macht man sich auch strafbar.
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Neophyten werden in Klagenfurt immer mehr zur Plage. “Durch den Klimawandel haben Neophyten einen zusätzlichen Energie-Schub bekommen und sind in den letzten Jahren stark invasiv geworden”, sagt Vize-Bürgermeister Alois Dolinar. Die “angewehten” Pflanzen haben hierzulande quasi kaum natürliche Schädlinge. “Japanischer Knöterich”, “Drüsiges Springkraut” oder “Bärenknöterich” sowie andere Neophyten wuchern vor allem entlang der Sattnitz und Lend. Die Stadt hält seit Jahren mit “Reinigungsaktionen” dagegen.
Neophyten richtig entsorgen!
Neophyten gibt es natürlich verstärkt auch in den Gärten. Zu beobachten sei, dass Hobbygärtner diese zum Teil abschneiden, die Wurzeln ausgraben und im Wald entsorgen, was verboten ist. Dolinar appelliert, Neophyten korrekt zu entsorgen, denn: “Illegale Grünschnitt-Ablagerungen in Wäldern sind ein großes Problem für die Umwelt, weil dadurch Neophyten aus Gärnten in den Wald verschleppt werden. Hier verbreiten sie sich explosionsartig und verdrängen den natürlichen Waldbestand. Das bedeutet nicht nur für die Stadt einen hohen Entsorgungs- und Bearbeitungsaufwand, sondern eine nicht zu unterschätzende Gefahr für das ökologische Gleichgewicht im Wald und ist laut Forstgesetz strafbar.”
Neophyten muss man vollständig ausgraben, damit sie sich nicht weiter vermehren können. Dann müssen sie in Säcken bei der Deponie entsorgt oder verbrannt werden.
