Forderung
Werbeverbot für das Suchtmittel Snus
Villachs Vizebürgermeisterinnen Sarah Katholnig und Gerda Sandriesser sowie Klagenfurts Vizebürgermeister Philipp Liesnig fordern ein Werbeverbot für das Suchtmittel Snus.
© Stadt Villach/ds
Das tabakhältige Suchtmittel Snus wird bei Jugendlichen immer beliebter. Pädagogen berichten davon, dass sogar im Unterricht das Suchtmittel häufig konsumiert wird, weil der Beutel zwischen Oberkiefer und Lippe nicht sichtbar ist. Bereits im Herbst hatten Villachs Bildungsreferentin Vizebürgermeisterin Sarah Katholnig und Gesundheitsreferentin Vizebürgermeisterin Gerda Sandriesser in diesem Zusammenhang Alarm geschlagen. Am 25. Jänner 2023 klären bei einer Veranstaltung (siehe unten) Ärzte, Polizei, Jugendschutzverantwortliche sowie das „Netzwerk Prävention“ über den Snus-Konsum auf.
Werbeplakat bei Villacher Schule
Katholnig und Sandriesser wurden auf eine überregionale Werbekampagne mit riesigen Plaketen für die süchtig machende Substanz aufmerksam, die noch gefährlicher und schädlicher sein soll als der Konsum von Zigaretten. „Sogar in einer Bushaltestelle bei einer Schule haben wir das Plakat entdeckt“, zeigt sich Katholnig erschrocken.

Forderung nach Werbeverbot
Mit dem Klagenfurter Vizebürgermeister Philipp Liesnig fordert sie jetzt ein österreichweites Werbeverbot für Snus und andere süchtig machende Substanzen wie Alkohol. „Für Zigaretten darf bereits seit langer Zeit keine Werbung gemacht werden, denselben Maßstab fordern wir auch für Snus und ähnliche Produkte“, geben sie bekannt. Das Suchtmittel Snus führt rasch zu Abhängigkeit und kann die Gesundheit beeinträchtigen. „In einigen dieser Produkte ist die vierfache Nikotindosis einer Zigarette enthalten“, weisen Katholnig, Sandriesser und Liesnig hin.
Informationsveranstaltung
- Thema: „Nikotinbeutel als bedenklicher Jugendtrend“
- Termin: Mittwoch, 25. Jänner 2023
- Beginn: 18.30 Uhr
- Ort: Paracelsussaal des Villacher Rathauses

