Fußball-EM

Für Gil­bert Pril­as­nig ist Öster­reich ein hei­ßer Tipp

16 Mal spielte der Völkermarkter Gilbert Prilasnig für Österreich. Bei der kommenden Europameisterschaft räumt er der Nationalmannschaft gute Chancen ein. Warum, erklärt er im „KLiCK Kärnten“-Interview.

Sturm Graz Gilbert Prilasnig (48) versäumte 1998 wegen eines Kreuzbandrisses die Weltmeisterschaft in Frankreich. Heute trainiert er den Nachwuchs von Sturm Graz.

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Die Erfolgs­lis­te von Gil­bert Pril­as­nig (48) ist lang. Von 1991 bis 2001 hol­te er mit Sturm Graz zwei öster­rei­chi­sche Meis­ter­ti­tel, drei Cup-Sie­ge, drei Mal den Vize­meis­ter­ti­tel und nahm drei Mal an der Cham­pi­ons League teil. 1997 streif­te Pril­as­nig gegen Est­land (3:0‑Sieg) erst­mals den Natio­nal­team-Dress über. Ins­ge­samt wur­den es 16 Ein­sät­ze für Öster­reich.

KLiCK Kärn­ten: Sie absol­vier­ten 16 Natio­nal­team-Ein­sät­ze. War­um hat es nicht für ein Groß­ereig­nis gereicht?

Gil­bert Pril­as­nig: Wir konn­ten uns lei­der nie für eine Euro­pa­meis­ter­schaft qua­li­fi­zie­ren. Für die Welt­meis­ter­schaft 1998 in Frank­reich war ich Fix­star­ter. Lei­der zog ich mir kurz davor im Cup-Fina­le einen Kreuz­band­riss zu, der mei­ne Team­kar­rie­re abrupt been­de­te. Für mich war das zu die­sem Zeit­punkt eine Kata­stro­phe.

Für Öster­reich beginnt am Sonn­tag in einer Woche die Euro­pa­meis­ter­schaft gegen Nord­ma­ze­do­ni­en in Buka­rest. Wie groß sind die Chan­cen der Natio­nal­mann­schaft?

Wenn man schon bei der Euro­pa­meis­ter­schaft spielt, kann man sich natür­lich Gedan­ken über den Titel machen, obwohl die Chan­cen eher gering sind. Ich gehe jedoch davon aus, dass Öster­reich die Grup­pen­pha­se und die eine oder ande­re K.-o.-Run­de über­ste­hen wird.

Wo sehen Sie die Stär­ken der Mann­schaft?

Wir haben sehr vie­le Spie­ler im Mit­tel­feld, die in der deut­schen Bun­des­li­ga Erfah­rung gesam­melt haben, sehr stark gegen den Ball arbei­ten kön­nen. Mit David Ala­ba haben wir einen Welt­klas­se­spie­ler, der wie alle ande­ren Spie­ler in Deutsch­land Woche für Woche sei­ne Leis­tung abge­lie­fert hat. Die Erfah­rung ist die gro­ße Stär­ke der Mann­schaft.

Die Erfah­rung ist die gro­ße Stär­ke der Mann­schaft!

Gil­bert Pril­as­nig

Ex-Pro­fi

Wer ist der gro­ße Favo­rit?

Ich hof­fe natür­lich auf Öster­reich, die Hoff­nung ist aller­dings eine klei­ne. Frank­reich ist mein Top-Favo­rit. Sie sind per­so­nell sehr stark besetzt. Die zu besie­gen wird sehr schwer wer­den. Als Mit­fa­vo­ri­ten sehe ich die deut­sche Natio­nal­mann­schaft.

Was fällt Ihnen zur Aus­tria Kla­gen­furt ein?

Es ist super, dass die Aus­tria end­lich den Auf­stieg in die Bun­des­li­ga geschafft hat. Mit den Inves­to­ren hat man das Gefühl, dass in Kla­gen­furt was Nach­hal­ti­ges ent­steht. Mit der Instal­lie­rung einer Fuß­ball­aka­de­mie deu­tet alles dar­auf hin, dass län­ger­fris­tig geplant wird.

Sie sind bei Sturm Graz seit elf Jah­ren Nach­wuchs­trai­ner.

Ja, ab Som­mer wer­de ich U18-Trai­ner. Der­zeit mache ich auch die Uefa-Pro-Lizenz.

Wo ver­brin­gen Sie Ihren Urlaub?

Wie jedes Jahr ent­we­der in Kroa­ti­en oder in Ita­li­en.

06.06.2021 18:45
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Sturm Graz Gilbert Prilasnig (48) versäumte 1998 wegen eines Kreuzbandrisses die Weltmeisterschaft in Frankreich. Heute trainiert er den Nachwuchs von Sturm Graz.

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