Aufforstung
Im Waldlabor trotzen Bäume dem Klimawandel
Im Auenpark auf dem "Infineon-Hügel" betreibt die Stadt Villach mit der Bezirksforstinspektion ein Waldlabor. Doch was ist das?
© Stadt Villach/Karin Wernig
Seit dem Jahr 2016 gibt es im Auenpark auf dem “Infineon-Hügel” in Villach ein Waldlabor. Damals hätte eine 1,4 Hektar große Fläche aufgeforstet werden sollen. “Wir haben damals beschlossen, ein Waldlabor zu schaffen, in dem man ausprobieren kann, welche Baumarten mit veränderten Klimabedingungen gut zurecht kommen”, erklärt Vize-Bürgermeisterin Irene Hochstetter-Lackner den Hintergrund, die sich nun bei einem Lokalaugenschein selbst davon überzeugte. Mit dabei waren Bezirksforstinspektor Peter Honsig-Erlenburg und Baummeister Florian Srienz (Abteilung Stadtgrün).
Computer half bei Planung
2016 wurde eine Mischung von Baumarten gewählt, die an die natürliche Waldgesellschaft angepasst ist. Am Waldrand wurden blühende und seltene Baumarten gepflanzt. Diese Aufforstung wurde via Computer-Programm geplant.
Klima-Ausgleich
Die Bäume haben nun schon eine gewisse Höhe. Hochstetter-Lackner: “Mit zunehmendem Alter werden Kirsche, Speierling und Elsbeere gut sichtbar blühen und für Bienen Nektar bieten. Genau das ist für die Biodiversität, die wir sehr stark fördern, extrem wichtig.” Ein bunter Mischwald entsteht, der Schatten spendet, Wind reduziert und klimaausgleichend wirkt. Das Waldlabor soll später für Schulungen und Anschauungen genutzt werden.
Bäume, die mit den sich ändernden klimatischen Bedingungen besser zurechtkommen, wurden auch im Bereich der Warmbader Napoleonswiese gepflanzt.